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D'raf



Anzahl Spieler

Für 3 bis 5 Spieler
ab 11 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 bis 90 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Spieleverlag Regenbogen


Autor

Joris Wiersinga,
Jeroen Doumen


Bild



Sonstiges:

Spiele mit dem Thema Autorennen gibt es ja schon reichlich. Speed Circuit, Carabande, Top Race, um nur einige zu nennen.
Als Erster das Ziel zu erreichen ist aber auch immer wieder Gegenstand von Spielen, bei denen es nicht um ein Rennen mit Kraftfahrzeugen geht wie z. B. bei Hase und Igel oder Canyon, so daß die Spielidee von D´raf nicht wirklich neu ist.

Was macht dieses Spiel aber zu etwas besonderem? Zum einen der variable Spielplan, der neben einer immer wieder neuen Rennstrecke auch eine variable Spieldauer ermöglicht, zum anderen die direkte Möglichkeit der Spieler auf den Spielplan zu eigenem Vorteil oder zum Nachteil anderer Rennteilnehmer!
Die Rennstrecke wird nicht etwa zu Spielbeginn zwar variable aber dann für den weiteren Spielverlauf statisch und unveränderbar ausgelegt sondern entsteht vielmehr nach und nach und kann auch im nachhinein noch verändert werden. Das macht die Rennstrecke unvorhersehbar und erfordert von den Spielern das Geschick zwischen Geschwindigkeit und die Möglichkeit auf veränderte oder überraschende Streckenbedingungen noch rechtzeitig reagieren zu können abzuwägen.
Desweiteren findet unser Rennen nicht auf einer speziellen Rennstrecke sondern auf einer Autobahn mit all seinen Problematiken wie Lkws, Polizeikontrollen usw. statt.

Zu Beginn des Spiels wird ein Fahrbahnstück, bestehend aus sovielen Fahrbahnen wie Mitspielern und einer Länge von zunächst 4 Fahrbahnplättchen pro Fahrbahn, gelegt. Alle übrigen Fahrplanplättchen liegen verdeckt bereit. Jeder Spieler wählt ein Fahrzeug aus, setzt es auf die Startseite der Fahrbahn auf eine Fahrspur, zieht 8 der verdeckten Fahrbahnplättchen, die er offen vor sich auslegt, und erhält seine 9 "Fahrkarten" mit den Ziffern 2 bis 10, die ebenfalls offen vor den Spielern ausgelegt werden.

Diese Fahrkarten sind der Motor des Spiels, das in Runden zu je 2 Phasen verläuft.
In Phase 1 wählen die Spieler reihum eine ihrer Fahrkarten mit einer Zahl, die noch von keinem anderen Mitspieler gewählt worden sein darf. Diese Karte bestimmt und beeinflußt nun die Aktionen in Phase 2.

Zum einen gibt die Fahrkarte die Geschwindigkeit der Fahrzeug wieder und damit auch die Reihenfolge, in der die Spieler ihre Aktionen der Phase 2 ausführen (der Spieler mit der höchsten Geschwindigkeit darf beginnen), zum anderen bestimmt diese Karte auch, wieviele Fahrbahnplättchen ein Spieler legen darf, wie oft er während seines Zuges die Fahrbahn wechseln darf und wieviele Schadenspunkte das Fahrzeug im Falle eines Zusammenstoßes erhält.
Je höher die Geschwindigkeit, desto höher der Schaden bei einem Crash, desto höher die Wahrscheinlichkeit als erster ziehen zu dürfen und desto weiter die Zugweite des Fahrzeug. Aber, desto unvorhersehbarer auch die weitere Rennstrecke!

Die Phase 2 beginnen die Spieler nacheinander mit dem Auslegen ihrer Fahrbahnplättchen, die sie an die bisherige Fahrstrecke anlegen. Grundsätzlich können die Plättchen beliebig angelegt werden, mit der Ausnahme, daß keine Fahrspur mehr als 8 Felder länger sein darf als irgend eine andere Fahrspur. Ach ja, mehr Fahrspuren als Mitspieler dürfen auch nicht vorkommen.
Daß die Fahrbahn keine Lücken haben darf, dürfte sich von selbst verstehen.

Die Fahrbahnplättchen ermöglichen ein taktisches Gestalten der Rennstrecke! Es gibt Plättchen mit Geschwindigkeitskontrollen, die man natürlich gerne allzu rasanten Mitstreitern in den Weg legt (verkürzt die Zugweite eines Fahrzeuges, das dieses Feld passieren muß!), und es gibt Plättchen mit Pfeilen, die wie Sprungschanzen wirken und ein Fahrzeug das davorliegende Plättchen überspringen lassen. Wasserlachen, Krähenfüße und Lkws sind dann wieder Plättchen, die man am liebsten in den Weg der Mitfahrer legt, während eine Straßenwacht das eigene, beschädigte Fahrzeug wieder auf Vordermann bringt!

Besonders interesannt sind die Joker-Plättchen. Die erlauben es einem Spieler, zwei liegende Fahrbahnplättchen miteinander zu vertauschen. So wird manche Polizeiwache zum Eigentor!

Die Taktik besteht darin, die Zugmöglichkeiten der Mitspieler richtig einzuschätzen (das ist aufgrund der offenliegenden Fahrkarten und Fahrbahnplättchen aller Spieler durchaus möglich!) und dann seine eigenen Möglichkeiten darauf optimal abzustimmen.

Nach dem Legen der Fahrbahnplättchen wird endlich gefahren. Gemäß der Fahrkarte der Spieler ziehen diese in der Geschwindigkeitsreihenfolge ihre Fahrzeuge vorwärts, nutzen positive Fahrbahnplättchen und weichen, sofern genügend Fahrbahnwechsel zur Verfügung stehen, Hindernissen und negativen Fahrbahnplättchen aus.

Nicht immer gelingt das und wer einen Crash baut, muß soviele seiner 9 Fahrkarten umdrehen, wie er laut seiner Fahrkarte Schadenspunkte für einen Unfall kassiert. Sie stehen dem Spieler solange nicht zur Verfügung, wie sein Fahrzeug kein Reparaturfeld aufsucht!
Das kann bei einem richtig üblen Crash die Möglichkeiten beim nächsten Zug ganz schön einschränken!

Als letztes werden die Fahrbahnplättchen der Spieler wieder auf 8 ergänzt und eine neue Runde beginnt, sofern noch keiner der Spieler das Ziel, die Tischkante erreicht hat.

Man muß D´raf einfach gespielt haben, um all die Möglichkeiten und Überraschungen, die sich während eines Zuges ergeben können, einschätzen zu können! Da kann es schon mal vorkommen, daß ein gut durchdachter Zug doch noch in einem Crash endet, wenn ein Wagen einen anderen auf den eigenen schiebt oder ein Mitspieler überraschenderweise die Fahrbahn wechselt und einem in den Weg fährt, wo man es garnicht erwartet hat.
D´raf ist kurzweilig, taktisch und trotzdem voller Überraschungen. Wieder ein klasse Spiel vom Splotter-Verlag.

Vielen Dank an Spieleverlag Regenbogen für das Rezensionsexemplar!


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