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Der Herr der Ringe - Die Suche



Anzahl Spieler

Für 2 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 bis 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)



Verlag

Kosmos
Kosmos


Autor

Peter Neugebauer


Bild



Sonstiges:

Kosmos setzt weiterhin auf den derzeitigen Tolkien-Run der durch die Neuübersetzung und die Verfilmung von "Der Herr der Ringe" in Gang gebracht wurde und stellte zur Nürnberger Spielwarenmesse ein weiteres Brettspiel vor, das sich diesem Thema widmet.
Bereits im Oktober 2000, rechtzeitig zur Spiel ´00 in Essen, erschien "Der Herr der Ringe" als Brettspiel für 2 bis 5 Personen. Doch der Spielspaß im Zweipersonenspiel war deutlich geringer. Kein Wunder, denn das kooperative Element dieses Spiels entfaltet erst seine volle Wirkung, wenn mehrere Personen am Spiel beteiligt sind und zur Zusammenarbeit "gezwungen" werden.

Da kommt "Der Herr der Ringe - Die Suche" gerade recht! Als reines Zweipersonenspiel füllt es genau die Lücke, die der Vorgänger möglicherweise bei dem einen oder anderen Tolkien- und/oder Spielefan hinterlassen hat. Auch bei diesem Spiel erhöht die Kenntnis des Romans "Der Herr der Ringe" den Spielspaß deutlich, wobei einigen auch unangenehm auffallen dürfte, daß das Thema in manchen Fällen irgendwie "aufgesetzt" wirkt und das Spiel sich nicht in allen Bereichen an die Romanvorlage hält (z.B. ist das Spiel beendet, sobald einer der Hobbits den Schicksalsberg erreicht, unabhängig davon, ob der Spieler den Ring, um den sich ja alles dreht, besitzt oder nicht)!
Auch der Glücksfaktor ist relativ hoch und gerade "Hardcore-Spieler", denen der Glücksfaktor in einem Spiel gar nicht gering genug sein kann, können sich höchstwahrscheinlich nur dann für "Die Suche" begeistern, wenn sie die Charaktere und Figuren des Romans im Spiel wiederfinden.

Positiv fällt gleich zu Spielbeginn die Tatsache auf, daß der Spielplan variabel bei jedem Spiel neu zusammengestellt wird und dies in das Spielgeschehen integriert ist. Das verkürzt die Vorbereitungszeit, man kann gleich mit dem Spielen loslegen. Anfangs liegt nur das Plättchen mit dem Auenland offen in der Tischmitte, das Startplättchen für die beiden Hobbitfiguren.
In der ersten Spielphase legen die Spieler die Grenzen des Spielplanes fest, indem sie jedesmal wenn sie an die Reihe kommen eines ihrer drei Geländeplättchen auswählen und in der Horizontalen oder Vertikalen an das Auenland anlegen.
Dabei ist zu beachten, daß das Spielfeld die Ausmaße 6x8 nicht überschreiten darf. Entsteht dabei ein abgeschlossenes Gebiet (Wald, Feld, Gebirge oder Wasser), daß sich über genau 2 Geländeplättchen erstreckt, wird ein entsprechendfarbiges Ereignisplättchen darauf gelegt. Gelbe und Grüne Ereignisplättchen werden offen, alle anderen verdeckt gelegt. So entsteht ein Kreuz aus Geländeplättchen, das die Spielfeldgröße und -grenzen festlegt.

Anschließend kommt Phase zwei des Spiels, das Erforschen des Geländes. Pro Zug hat jeder Spieler folgende Möglichkeiten:

Zunächst muß ein Spieler eines seiner Geländeplättchen an zwei bereits liegende Geländeplättchen passend anlegen. Sollte das nicht möglich sein, legt der Spieler seine drei Geländeplättchen offen ab, zieht sich drei neue und beendet seinen Zug sofort, es darf die unter 2. beschriebene Aktion nicht mehr durchgeführt werden.
Sobald kein Geländeplättchen mehr zum Nachziehen vorhanden ist, muß eines der offen liegenden Plättchen ausgewählt und angelegt werden. Sollte auch keines der offenliegenden Geländeplättchen mehr passen, so wird es mit der grauen Rückseite nach oben angelegt, quasi als eine Art Joker.

Konnte ein Geländeplättchen angelegt werden muß ggf. ein Ereignisplättchen gelegt werden (falls ein Gebiet aus genau zwei Teilen entstanden ist!), anschließend darf der eigene Hobbit auf ein benachbartes Gelände (nicht Geländeplättchen!) gezogen werden. Liegt dort ein Ereignissplättchen, wird dieses, sofern es sich nicht bereits offen liegt, aufgedeckt und das Ereignis tritt ein.
Begegnungen mit Orks, Kankra und ähnlichen unangenehmen Genossen führen zu einem Kampf, der eine oder zwei Runden Aussetzen bedeutet.
Gefundene Ausrüstungsgegenstände können aufgenommen werden, Mitglieder der Gemeinschaft des Ringes ebenso. Einige dieser Plättchen lassen sich miteinander kombinieren und bringen (einmalige) Vergünstigungen wie z.B. daß eine Runde weniger ausgesetzt werden muß bei einer Begegnung. Allerdings wird dieser Vorteil mit einem Minuspunkt in der Endabrechnung bezahlt.
Die so im Laufe des Spiels eingesammelten Plättchen tragen je einen Wert, den sich der betreffende Spieler als Siegpunkte bei Spielende gutschreiben kann.
Sobald der Spielplan komplett ist, also alle Geländeplättchen gelegt wurden, tritt das Spiel in seine dritte und letzte Phase ein.

In dieser Phase geht es darum, den Schicksalsberg zu erreichen. Wer glaubt die meisten Punkte gesammelt zu haben, strebt danach möglichst schnell mit seinem Hobbit zum Schicksalsberg zu ziehen und das Spiel zu beenden, denn wer die meisten Punkte hat, gewinnt.
Manchmal ist es auch ein Anreiz zuerst zum Schicksalsberg zu kommen, wenn man den Ring gefunden hat, denn das bringt einen hübschen Punktebonus. Dieser fällt noch höher aus, wenn man gleichzeitig auch noch Gollum vorweisen kann.
Gollum alleine, ohne Ring, bringt allerdings einen Minuspunkt.

Die Suche ist eindeutig für Gelegenheitsspieler und Tolkien-Fans, die sich nicht daran stören, daß die Ring-Geschichte etwas eigenwillig interpretiert wird.

Vielen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar!


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