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Die Fürsten von Florenz



Anzahl Spieler

Für 3 bis 5 Spieler
ab 12 Jahre


Spieldauer

Ca. 75 bis 100 Minuten


Bewertung (max. 10)

9 Punkte (HOlg)



Verlag

Ravensburger
Ravensburger


Autor

Wolfgang Kramer,
Richard Ulrich


Bild



Sonstiges:

Könige, Herzöge, Adelige, Fürsten, die Herrschenden früherer Jahre tauchen immer wieder in Brettspielen auf.

Bei den Fürsten von Florenz geht es allerdings nicht um die Krone, um Macht oder Ländereien, nein es geht schlicht und ergreifend um Ansehen und Prestige. Wer baut die prächtigsten Gebäude, fördert die besten Künstler und Wissenschaftler, das ist es, um was sich in diesem Spiel alles dreht.

Jeder Spieler vertritt ein italienisches Fürstenhaus der Renaissance und versucht dieses in 7 Spielrunden zum angesehensten ganz Italiens zu machen. Hierzu stehen den Spielern ein Palazzo mit Grundstück, ein Startkapital von 3.500 Florin und 3 Personenkarten zur Verfügung. Auf diesem Grundstück können Gebäude errichtet, Seen und Gärten angelegt sowie Wälder aufgeforstet werden.

Das meiste Ansehen gewinnt man am besten, indem man Künstler an seinen Hof holt, die Werke aus den unterschiedlichsten Bereichen wie Kunst, Wissenschaft, Literatur, Kartographie usw. schaffen, denn deren Werke werden auch dem Gönner des jeweiligen Meisters zugeschrieben.

Doch solche Männer sind nicht immer leicht zu haben und meist sehr extravagant. Der eine benötigt für seine Inspiration einen See oder einen Gaukler sowie ein Universitätsgebäude, der nächste muß zwingend einen Park, Religionsfreiheit und ein Theater vorfinden um kreativ tätig zu werden.
Diese unterschiedlichsten Bedürfnisse der "großen" Männer gilt es in seinem kleinen Reich, seinem Hof zu schaffen um so dieselben zu sich zu locken auf daß sie große Werke zum Ruhme des Fürsten tätigen.

Auf dem Tableau, das jeder Mitspieler erhält, sind neben dem Palazzo und dem Grundstück auch eine Übersicht über die Künstler und Gelehrten, die man an seinen Hof holen kann, sowie über die Phasen des Zuges eines Spielers.

Ein Spielzug besteht aus 2 Phasen. Zunächst findet eine Versteigerung statt, wobei jeder Spieler einen Wald, See, Park, Gaukler, Baumeister oder eine Prestige bzw. Abwerbekarte ersteigern kann.
Bei Wald, See und Park handelt es sich um Anlagen, die auf dem eigenen Grundstück gebaut werden und dazu beitragen, die Werke von Gelehrten und Künstlern besser ausfallen zu lassen.
Solche Menschen brauchen auch hin und wieder etwas Zerstreuung und daher hat auch ein Gaukler einen positiven Effekt auf alle Meister des Schaffens.
Der Baumeister trägt nur indirekt zum Erfolg bei. Der erste Baumeister im Reich senkt die Kosten für Bauwerke, welche in der zweiten Phase gebaut werden können, von 700 auf 300 Florin (da bleibt mehr Geld für die nächste Versteigerungsrunde!), der zweite Baumeister im Reich erlaubt das direkte Aneinanderbauen von Gebäuden und ein dritter Baumeister senkt die Kosten für weitere Gebäude gar auf 0 Florin.
Prestigekarten stellen eine bestimmte Forderung an seinen Besitzer. Beispielsweise könnte dort stehen, daß man die meisten Gebäude bauen soll. Schafft man es, diese Forderung bis Spielende zu erfüllen, bekommt man eine stattliche Anzahl an Bonuspunkten.
Die Abwerbekarte hat den Sinn, das Vorhandensein von relativ wenigen Personenkarten, also Künstlern und Gelehrten, auszugleichen. Mit einer Abwerbekarte kann man einen dieser Personen, die an einem anderen Hof bereits eines ihrer Werke vollbracht haben, an seinen Hof abwerben und ein weiteres Werk schaffen lassen.

Schon die erste Phase bietet viele Möglichkeiten. Das dumme ist nur (wie meist) pro Runde kann man nur eine dieser Aktionen durchführen. Dazu muß man für diese Aktion auch noch mehr Florin bieten als die Mitkonkurrenten!
Und es kommt noch schlimmer! Sobald ein Spieler in einer Runde eine Aktion ersteigert hat, können die restlichen Spieler diese Aktion nicht mehr auswählen sondern müssen sich für eine andere Möglichkeit entscheiden!

Der Versteigerungsablauf an sich ist relativ simpel. Der Startspieler wählt eine der möglichen Aktionen aus und bietet damit automatisch 200 Florin. Reihum haben die Mitspieler die Möglichkeit um 100 Florin zu erhöhen oder zu passen. Einer gewinnt letztlich die Versteigerung, nimmt sich das Ersteigerte und markiert den entsprechenden Stapel mit seinem Spielstein.
Alle nicht erfolgreichen steigern jetzt weiter, wobei aber nur noch die nicht markierten Objekte gewählt werden können. Der letzte verbleibende Spieler bekommt sein Objekt für 200 Florin. Dies ist zwar günstig, höchstwahrscheinlich aber nicht das, was er für seine Künstler benötigt!

Die zweite Phase besteht für die Spieler aus zwei Aktionen, die reihum, beginnend mit dem Startspieler, ausgeführt werden.
Kauf 1er Freiheit (Religions-, Meinungs- oder Reisefreiheit; 300 Florin), Kauf 1er Personenkarte (Künstler bzw. Gelehrter; 300 Florin), Erwerb von 1er oder 2 Bonuskarten (300 Florin), Bau von 1em oder 2 Gebäuden (700, 300 oder 0 Florin, je nach Anzahl der Baumeister), 1 oder 2 Werke (Künstler und Gelehrte Werke schaffen lassen) schaffen.

Die Einführung von Freiheiten fördert angeworbene Künstler und Gelehrte, deren Werke dann meist besser ausfallen, Personenkarten benötigt man um diese Personen Werke im eigenen Reich schaffen zu lassen, Bonuskarten erhöhen den Wert von Werken, Gebäude haben den gleichen Effekt wie Freiheiten (nur noch effektiver!) und durch die Werke eigener Künstler und Gelehrter bekommt man zum einen Geld und die für den Sieg notwendigen Prestigepunkte.

Wer ein Werk schaffen möchte, spielt die entsprechende Personenkarte aus und ermittelt den Wert des Werkes. Dieser muß mindestens einen gewissen Grundwert haben (in Runde 1 beträgt er 7 und steigt dann immer weiter an) und ergibt sich aus der Motivation des Schaffenden durch Gebäude, Park- und sonstige Anlagen, Freiheiten, Gaukler usw.
Den Wert dieses Werkes kann man sich in Florin (1 Werkspunkt entspricht 100 Florin) oder Prestigepunkten (1 Werkpunkt = 1 Prestigepunkt) entlohnen lassen. Wer in einer Runde das wertvollste Werk geschaffen hat, bekommt 3 Prestigepunkte extra.

Auch in Runde zwei gibt es wieder ein Dilemma! Kassiert man für ein Werk lieber Punkte oder Florin bzw. wie hoch sollte man den Punkteanteil und wie hoch den Florinanteil wählen? Ohne Moos nix los, spätestens bei der nächsten Versteigerung aber ohne Prestigepunkte kein Sieg! Knifflig, wie immer in diesem Spiel!

Nach der 7. Spielrunde endet das Spiel und nach dem Auswerten evtl. ersteigerter und erfüllter Prestigekarten steht der Sieger fest!

Die Fürsten von Florenz sind ein Knaller! Sehr viele Möglichkeiten das Spielgeschehen zu beeinflussen ohne zu komplex zu werden, in Phase 1 durch die Versteigerung sehr interaktiv und von der Spieldauer zwar etwas länger aber zu keinem Zeitpunkt langweilig! Wer gerade nicht am Zug ist versucht schon mal die nächste Runde zu planen (wer wird wohl versuchen was zu ersteigern, was brauch ich unbedingt bzw. was kann ich evtl. günstig bekommen?).

Vielen Dank an Ravensburger für das Rezensionsexemplar!


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