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Die sieben Weisen



Anzahl Spieler

Für 3 bis 5 Spieler
ab 12 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 bis 90 Minuten


Bewertung (max. 10)

8 Punkte (HOlg)



Verlag

Alea
Alea


Autor

Reiner Stockhausen


Bild



Sonstiges:

Die Fantasy-Thematik boomt weiter, auch in der Welt der Brettspiele! Bei "Die sieben Weisen" aus dem Hause Alea geht es um Magier, Hexen, Druiden und deren Machtgerangel an bis zu elf Zeremonienplätzen. Entscheidend bei diesen Auseinandersetzungen sind die richtigen Karten auf der Hand und/oder die richtigen Verbündeten an seiner Seite zu haben. Und das in jeder Runde aufs Neue was für reichlich Interaktion sorgt, denn es darf verhandelt, geboten, gedroht, überzeugt, versprochen und gebrochen werden!

Drei Zeremonienplätze liegen immer offen, umgeben von den Wertungsleisten der beiden letztlich konkurrierenden Parteien, auf denen neben der Rangfolge der Rollen auch die Anzahl und Werte der umstrittenen Kristalle liegen. Einer diese Plätze ist der aktuell Umkämpfte, einer der beiden anderen wird in der nächsten Runde der Austragungsort des Machtkampfes. Welcher das ist, entscheidet derjenige, dessen gewählte Rolle am aktuellen Zeremonienplatz in der Hierarchie am weitesten unten steht. Eine der beiden Spielfiguren wird auf diesen aktuellen Zeremonienplatz gestellt um ihn als den Akutellen zu kennzeichnen, die zweite Spielfigur wird im Laufe des Machtgerangels den aktuellen Stand auf den Wertungsleisten anzeigen.

Bevor es ernst wird, wählt jeder Mitspieler eine Rolle (z.B. Magier, Hexe, Druide usw.) und versucht anschließend Bündnispartner zu gewinnen. Bereits die Wahl der richtigen Rolle kann entscheidend sein. Zum einen legt man so seine Position in der Hirarchie, die auf dem Zeremonienplatz angegeben ist, fest und zum anderen bestimmen sich durch die gewählte Rolle die Karten, die man in dieser Runde ausspielen darf. Nur die Karten die zur eigenen Rolle passen und Eulenkarten sowie max. 1 Zauberkarte pro Machtkampf dürfen ausgespielt werden. Die Bündnisse werden in offenen oder mehr oder weniger geheimen Verhandlungen geschlossen und ermöglichen anschließend nochmal ein verbessern der Kartenhand durch Tausch mit dem/den Bündnispartnern. Es bilden sich immer zwei Bündnisse (je nach Mitspielerzahl 3:2, 2:2 oder 2:1).

Beginnend mit dem in der Hirarchie höchststehenden werden nun Karten ausgespielt, immer eine wenn man an die Reihe kommt. Bei diesen Karten kann es sich um Machtkarten der eigenen Rolle sowie Eulenkarten, mit einem Punktewert handeln (welche Partei am Ende die meisten Punkte ausgespielt hat, bekommt die Kristalle des Zeremonienplatzes), die auf den Wertungsleistungen festgehalten werden oder um Zauberkarten, die immer wieder für überraschende Wendungen sorgen können. Von diesen Zauberkarten darf jeder Spieler aber nur 1 pro Zeremonienplatz ausspielen.
Wer keine Karte mehr ausspielen kann oder will, paßt und ist damit für dieses Gefecht außen vor. Er zieht 5 Karten vom verdeckten Stapel, von denen er aber 3 an den nächsten "Aussteiger" weitergeben muß, der dann noch 2 Karten vom Stapel zieht und ebenfalls 3 Karten weitergeben muß usw. Der letzte Spieler, der aussteigt, legt die drei Karten die er nicht möchte ab und beendet damit das Duell der beiden Parteien.
Alternativ endet ein Machtkampf sofort, sobald eine der Parteien mindestens 24 Punkte Vorsprung hat (also das Ende der Wertungsleiste erreicht).

Steht die siegreiche Partei fest, werden unter den Mitgliedern des erfolgreichen Bündnisses die Kristalle gemäß der Rangfolge der Rollen verteilt. Es wird der Zeremonienort für die nächste Runde unter den beiden anderen offenliegenden Plätzen ausgewählt, der aktuelle Zeremonienort entfernt und durch einen neuen ersetzt.

Sobald nach einer Schlacht der Zeremonienort mit dem Namen "Finitum" ausgewählt wird, endet das Spiel und es gewinnt der Spieler mit den wertvollsten Kristallen. Allerdings bringen die noch verbliebenen Handkarten u.U. noch ein oder zwei (manchmal auch mehr) weitere Kristalle mit dem Wert 1 ein. Wer nämlich nach Spielende von einer (oder mehreren) Machtkartenart die Mehrheit hat, erhält für jede Mehrheit einen 1er-Kristall.

Die sieben Weisen hat einen hohen Wiederspielreiz! Immer wieder erschließen sich einem neue Möglichkeiten und Tricks seine Mitspieler die wertvollsten Kristalle abzuluchsen. Auch die Bündnisverhandlungen sind immer wieder spannend, insbesondere weil man sich nicht zwingend an seine Versprechen "erinnern" muß ;-) Allerdings sinkt mit jeder "linken Tour" die Wahrscheinlichkeit in den kommenden Runden wieder Bündnispartner zu finden. Aber was solls, ist die eigene Position stark genug und man kann das auch entsprechend "verkaufen" dann finden sich auch immer wieder, wenn auch mißtrauische, Bündnispartner.
Besonders die Zauberkarten sind das Salz in der Suppe der sieben Weisen. Da kann man kurz vor dem Ende eines Machtkampfes mit einem seiner Bündnispartner die Rollen tauschen (und damit in der Hirarchie nach oben rutschen, was ja die wertvolleren Kristalle im Falle eines Sieges bringt) oder bekommt die Möglichkeit nicht nur die Karten seiner eigenen Rolle sondern auch noch einer anderen beliebigen Rolle auszuspielen (und das stärkt die eigene Machtposition ungemein!) usw.
Einzig im Spiel zu dritt ist das Spiel nicht ganz so gut. Hier entfallen die Bündnisverhandlungen und die Spieler legen gemäß der Hierarchie ihre Rollenplättchen an eine Zählleiste wobei der Erstlegende bekanntgibt, ob er lieber alleine oder zu zweit spielen möchte. Im ersten Fall bilden die beiden anderen Spieler automatisch ein Bündnis, im zweiten Fall entscheidet der Zweitlegende, ob er sich zu dem Erstlegenden gesellt und damit mit diesem ein Bündnis eingeht, oder ob er dies nicht möchte und sich daher neben die andere Zählleiste legt und die Entscheidung dem Drittlegenden überläßt welchen Bündnispartner dieser auswählt.

Kurzum, Die sieben Weisen ist ein Spiel das voll und ganz in die Alea-Reihe paßt, es ist einfach gut! Wobei ich auch sagen muß, daß unsere Spielerunden auch wunderbar "gepaßt" haben. In manchen Zusammensetzungen mag man möglicherweise auch zu anderen Bewertungen kommen, aber das dürfte wohl eher die Ausnahme sein!

Vielen Dank an Alea für das Rezensionsexemplar!


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