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Dos Rios



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 12 Jahre


Spieldauer

Ca. 70 bis 90 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)

Weitere Bewertungen

6 Punkte (Thomas Fischer)


Verlag

Kosmos
Kosmos


Autor

Franz-Benno Delonge


Bild



Sonstiges:

Es handelt sich zwar nicht um Euphrat und Tigris aber wie der Name des Spiels schon vermuten lässt, dreht sich bei Dos Rios alles um zwei Flüsse. Diese bahnen sich ihren Weg durch eine Landschaft bestehend aus Bergen, Hügeln, Wäldern und Anbaugebieten. Ihre Namen sind Rio Verde (Grüner Fluss) und Rio Moreno (Brauner Fluss). Sie machen die Gegenden, durch die sie fliessen fruchtbar, so dass diese geradezu dazu einladen, Fincas und/oder eine Hazienda zu betreiben.
Doch was eben noch fruchtbares weil durch einen der Flüsse bewässertes Land war, kann schon bald keinen Ertrag mehr bringen, denn die Flussläufe sind keinesweg fest. Immer wieder ändern die Flüsse ihre Richtung, beeinflusst durch Staudämme der Spieler, die dadurch ihre eigenen Gebiete bewässern und damit ihren Ertrag erhöhen wollen.
Ihren Ursprung haben die Flüsse in den Bergen und sie fliessen in Richtung der einzigen Stadt in der Gegend, in der die Mitspieler Campesinos anheuern, die für sie ertragreiche Landstriche sichern sollen.

Doch wie immer steht vor dem Spiel der Spielaufbau. Der variable Spielplan lässt eine immer wieder neue Landschaft entstehen und die beiden Flüsse werden jedesmal neu und der jeweils ausliegenden Landschaft entsprechend ausgelegt. Ihren Ursprung in den Bergen habend, bahnen sich die Flüsse ihren Weg immer auf das niedrigst gelegene Feld der drei für den weiteren Flussverlauf in Richtung der Stadt zur Verfügung stehenden Gebiete. Berge liegen höher als Hügel, welche höher als Wälder liegen, die wiederrum höher als Mais-, Weizen- und Tabakfelder liegen. Gibt es mehrere gleichhoch bzw. niedrig liegende Landstriche, entscheidet ein Spieler über den weiteren Flussverlauf, der letztendlich in einem der beiden Seen in der Nähe der Stadt endet.

Sechs Campesinos, vier Fincas und eine Hazienda haben die Spieler zur Verfügung sowie zwei Hölzer, die als Damm verwendet werden können um den Verlauf der Flüsse zu beeinflussen. Drei der Campesinos dürfen von jedem Spieler gleich auf dem Spielplan eingesetzt werden, wobei auf einem Feld maximal zwei Campesinos stehen dürfen, die aber die gleiche Farbe haben also vom selben Spiele sein müssen. Die restlichen Campesinos warten in der Stadt auf ihren Einsatz.

Die Erntekarten liegen in einem verdeckten und gemischten Stapel bereit, einer mehr als Mitspieler beteiligt sind, werden sofort in einer Reihe aufgedeckt. Bei drei Spielern liegen also neben dem verdeckten Stapel vier Erntekarten offen. Immer die vom verdeckten Stapel am weitesten entfernt liegende Karte ist diejenige, die als nächstes vom jeweils aktiven Spieler zum Einsatz gebracht werden kann. Nach einer Ernte wird die Reihe der offenliegenden Erntekarten wieder um eine neue vom verdeckten Stapel ergänzt.
Allerdings kann sich der aktive Spieler auch dafür entscheiden, diese Erntekarte vorerst nicht zum Einsatz zu bringen und legt diese dann nach hinten, als letzte der Karten. In diesem Fall wird natürlich keine neue Karten aufgedeckt. Diese Entscheidung fällt im Laufe des Spielzuges des aktiven Spielers und wenn er aus der anstehenden Ernte mehr Punkte gewinnen kann als die Mitspieler, wird er diese wohl ausführen.

Für einen Spielzug hat ein Spieler sechs Aktionspunkte zur Verfügung, die er beliebig auf folgende Aktionen verteilen kann:

Bewegung und Aktionen der Campesinos:
Während dieser Aktion können die eigenen Campsinos bewegt werden (wobei auch fremde Campesinos vertrieben werden können). Dabei ist immer zu beachten, dass nie Figuren verschiedener Farben auf einem Feld stehen dürfen und maximal zwei Spielfiguren derselben Farbe. Vom Mitspieler besetzte Gebiete sind aber nicht immer zwingend blockiert. Campesinos der Mitspieler kann man vertreiben und für sich selbst nutzen. Wer vertreiben will, muss mit einer grösseren Anzahl Campesinos ein besetztes Feld betreten oder, wenn die Zahl der Campesinos gleich ist, zumindest von einem höhergelegenen Feld kommen. Vertriebene Campesinos werden zurück in die Stadt gestellt und können im nächsten Zug des betreffenden Spielers wieder ins Spiel gebracht werden.

Bau von Dämmen und Gebäuden:
Jetzt können Gebäude sowie Dämme errichtet werden. Die Gebäude werden benötigt, um dem Sieg einen Schritt näher zu kommen (und ausserdem können sie für den weiteren Spielverlauf für Einnahmen sorgen), mit den Dämmen leitet man die Flüsse so um, dass eigene Gebäude und Campesinos möglichst viele Erträge erwirtschaften oder dies den Campesinos der Mitspieler zumindest vorübergehend verwehrt wird.
Sind alle Aktionspunkte verbraucht fällt die Entscheidung ob die nächste in der Reihe liegende Ernte ausgeführt wird. Hat der aktive Spieler während seines Spielzuges möglichst viele Positionen erreicht, an denen ihm die nächste Ernte Geld oder Hölzer bringt, also an den zur Ernte anstehenden Gebieten die durch die Flüsse bewässert werden, wird er sie wohl ausführen.
Glück haben diejenigen Spieler, die nicht am Zug sind aber auch einige ihrer Spielfiguren günstig postiert haben, denn Punkte bekommen alle Spieler, deren Figuren zur rechten Zeit am rechten Ort sind. 100 kassiert ein Spieler pro Spielfigur, die auf einem bewässerten Erntefeld steht bzw. ein 1 Holz, das dann später als Damm verbaut werden kann.
Soll die Ernte ausfallen, wird sie ganz nach hinten verschoben und der nächste Spieler kommt an die Reihe.

Nur eine Ernte jedoch kann die dringend benötigten Gelder, die zum Bau von Fincas und der Hazienda benötigt werden, hervorbringen. Wer als erster alle fünf Gebäude seiner Farbe oder zumindest vier Gebäude in bewässerten Gebieten, unter denen sich die Hazienda befinden muss, gebaut hat, gewinnt das Spiel.
Das erreichen dieses Ziels ist nicht ganz so einfach wie es den Anschein hat, denn eine Finca kostet 500 und eine Hazienda gar 1000. Insgesamt muss man also mindestens 2500 erwirtschaften (3 Fincas a 500 und 1 Hazienda zu 1000) um das Spiel zu gewinnen.

Bei Dos Rios gilt es zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein. Je mehr Mitspieler, desto schwieriger wird das Ganze, denn jeder der nachfolgenden Mitspieler kann die eigenen Campesinos wieder vertreiben und die schönen Pläne zunichte machen. Und genau da liegt meines erachtens das Problem bei Dos Rios. Bei vier Mitspielern startet man sehr/zu oft mit den meisten seiner Campesions zu Beginn seines Zuges wieder in der Stadt, denn bis man wieder an die Reihe kommt haben die lieben Mitspieler die meisten mühsam ins Spiel gebrachten Campesinos wieder vertrieben. Da dauert es unter Umständen auch schon mal etwas länger, bis sich für einen aktiven Spieler eine Ernte lohnt.
Bei möglichst vielen Wertungen, auch bei denen von Mitspielern "ausgelösten", mitkassieren ist der Schlüssel zum Erfolg. Dabei muss man sich die zur Verfügung stehenden Mittel bestmöglich zu Nutze machen. Und wenn die eigenen Campesinos nicht zum Fluss kommen (können), dann müssen die Flüsse eben zu den eigenen Campesinos. Durch die Hölzer lassen sich die Flüsse auch oft zu den eigenen Spielfiguren umleiten. Bei den Fincas und der Hazienda hat man sowieso nur diese Möglichkeit, denn einmal errichtet, sind diese Gebäude natürlich fix und bewegen sich nicht.
Die Dämme sollten also ein nicht unerheblicher Bestandteil einer Gewinnstrategie sein und machen Dos Rios reizvoll. Insbesondere im Spiel zu viert sind gewinnt auch die Hazienda an Bedeutung. Man muss öfter mit seinen Campesinos wieder in der Stadt beginnen und egal wo die Hazienda eines Spielers gebaut wurde, ist von den eignenen Campesions in nur zwei Aktionspunkten erreichbar. Günstig plaziert ermöglicht die Hazienda also den eigenen Campesions also auch möglichst viele Ecken des Spielplans zu erreichen.

Jedenfalls macht Dos Rios viel Spass und sollte unbedingt ausprobiert werden.

Vielen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar!


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