Jule und Ole sind die Hauptdarsteller dieses Zwei-Personen-Spiels von Kosmos. Sie sind die beiden Elche, die einen Fluß überqueren müssen und dabei auf die Geschicklichkeit der beiden Spieler angewiesen sind. Natürlich machen sich auch Elche nicht gerne die Füße...äh...Hufe naß, sodaß sie sich nur über Steine hinweg von einem Ufer zum anderen bewegen.
Die beiden Uferstücke werden in einem Abstand von ca. 50 cm plaziert und sind die Ausgangspositionen der Elche, von denen jeder Spieler einen auf seinem Weg über den Fluß begleitet. Je drei Felssteine liegen rechts neben den Ufern bereit. Sie werden im weiteren Spielverlauf die Trittsteine für die Elche sein.
Der Startspieler beginnt und schnippt einen seiner Felssteine in den Fluß, nach Möglichkeit so, daß sein Elch diesen mit den Vorderhufen erreicht, ohne mit den Hinterhufen vom Uferstück abzurutschen. Gelingt das, ist der erste Schritt in Richtung Ziel getan. Nach dem ersten Eröffnungsschnippen darf jeder Spieler zweimal Schnippen und anschließend seinen Elch vorwärtsziehen, sofern dies möglich ist. Ein Elchzug ist immer dann erlaubt, wenn dieser mit den Vorderhufen einen anderen Felsenstein erreicht und die Hinterhufe auf dem Felsenstein landen, den die Vorderhufe zuvor verlassen haben. Gelingt ein solcher Gehversuch nicht und der Elch fällt ins Wasser, wird er wieder in seine alte Position gebracht und der Gegenspieler darf bei seinem nächsten Zug dreimal Schnippen (Strafe muß sein).
Gleiches passiert, wenn man beim Schnippen einen Elch umwirft oder den Stein über die Tischplatte (Fluß) hinaus befördert. Jedesmal darf der Konkurrent dann einmal mehr Schnippen.
Sobald alle Felsensteine in den Fluß geschnippt wurden, steht es den Spielern offen, welche Felssteine sie künftig zum Schnippen verwenden. Für die zwei Versuche können zwei verschiedene Steine oder ein und derselbe ausgesucht werden.
Beendet ist das Spiel, sobald einer der Elche mit seinen Vorderhufen das ihm gegenüberliegende Ufer betritt.
Beim ersten öffnen des Spiels mag man den Eindruck gewinnen, daß man das knappe Spielmaterial mit so um die 20 Mark etwas zu gut bezahlt hat, aber bereits nach wenigen Spielrunden entdeckt man den Spielspaß und das Potential des Spiels. Neben dem Geschicklichkeitsaspekt ist durchaus auch Taktik gefragt, denn sobald alle Felsensteine erstmal im Spiel sind, darf jeder Spieler alle Felsensteine für seine Schnippversuche verwenden. Das bedeutet, daß man allzugute Ausgangssituationen des Mitspielers schonmal beseitigen kann, indem man für ihn gutliegende Felsen wegschnippt.
Elchfest ist ein kurzweiliges Geschicklichkeitsspiel für zwei Personen mit taktischen Momenten und hohem Wiederspielfaktor. Aufgrund der kurzen Spieldauer bietet es sich geradezu an, mehrere Partien hintereinander die Elche über den Fluß zu jagen.
Vielen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar!
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