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Fifth Avenue



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 12 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 bis 100 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)



Verlag

Alea
Alea


Autor

Wilko Manz


Bild



Sonstiges:

In New York herrscht Bauboom. Genauer gesagt in der Fifth Avenue. Dort schiessen Geschäfte und Hochhäuser in die Höhe wie Pilze aus dem Boden und wer es schafft dahingehend Einfluss zu nehmen, dass die eigenen Hochhäuser an möglichst vielen verschiedenen Geschäften angrenzen und möglichst weit verteilt sind, hat den Bauboom am besten für sich ausnutzen können und ist Gewinner des Spiels.

Während eines Spielzuges haben die Spieler die Möglichkeit Häuser für einen späteren Bau vor sich abzulegen, Geschäfte auf Bauplätzen mit noch genügend Freiraum zu errichten, den/die Kommissionsleiter um ein Stadtviertel weiter zu ziehen, Stadtviertel in denen sich ein Kommissonsleiter befindet zu werten und "Kapital" für die Versteigerung begehrter Bauplätze für Hochhäuser zu sammeln. Dieses Kapital besteht aus Karten in 6 verschiedenen Farben, die den Farben der zur Verfügung stehenden Bauplätze in den einzelnen Stadtvierteln entsprechen. Eine Ausnahme bilden die schwarzen Karten. Diese können sozusagen als Joker eingesetzt werden. Wenn einem die Karten in einer Farbe ausgehen ohne dass man das höchste Gebot abgegeben hat, kann man mit diesen schwarzen Karten sein Gebot weiter erhöhen.

Mit den Karten wird also bei Versteigerungen ein Gebot abgegeben. Die Höhe des Gebotes ergibt sich aus der Summe der Zahlenwerte der Karten, die man im Rahmen seines Gebotes ausspielt. Die Karten können aber nicht beliebig gespielt werden sondern müssen der Farbe des Bauplatzes entsprechen, auf dem man sein Hochhaus errichten will. Lediglich die schwarzen Karten können zu jedem Gebot dazu gelegt werden. Dazu kommt, dass man, hat man einmal Hochhäuser in einem Stadtviertel erreichtet, auch künftig auf diesen Bauplatz angewiesen ist, d.h. bei späteren Versteigerungen Gebote in dieser Farbe abgeben muss um weitere Hochhäuser zu errichten.
Derjenige, der eine Versteigerung gewinnt, gibt die gebotenen Karten ab und darf nun 1 bis 3 Hochhäuser errichten. Die genaue Anzahl an Hochhäuser ergibt sich aus dem Kartengebot, mit dem die Auktion gewonnen wurde. Die Karten können die Werte 4, 5 oder 6 haben. Hat ein Spieler als höchste Karte eine 4 in seinem Gebot, darf er drei Hochhäuser errichten (sofern sich ausreichend Hochhäuser in seinem Vorrat befinden!). War eine 5 der höchste Kartenwert, dürfen immerhin noch zwei Hochhäuser errichtet werden und wurde eine Karte mit dem Wert 6 gespielt, darf nur noch ein Hochhaus auf dem Bauplatz gebaut werden.

Doch wie kommt es nun zu einer Versteigerung. Während der Züge der Spieler werden zwei Kommissionsleiter von ihren Startfeldern aus über Stadtviertel bis zum Central Park gezogen, um anschliessend wieder auf ihrem Startfeld zu landen und von dort erneut los zu ziehen. Jedesmal wenn ein Kommissionsleiter von einem Spieler auf sein Startfeld gezogen wurde, wird das Spiel unterbrochen und es folgt eine Versteigerungsrunde.
Jedes Stadtviertel, das ein Kommissionsleiter während seiner Wanderschaft betreten hat, wird mit einem Kommissionsstein markiert und sobald der Leiter sein Startfeld erreicht, werden in jedem dieser Startviertel Bauplätze versteigert. Als letztes werden dann immer noch Bauplätze am Central Park versteigert, die bei der Schlusswertung Punkte bringen können, doch dazu später. Insgesamt finden also vier Versteigerungen unmittelbar hintereinander statt, so dass gut überlegt sein will, bei welchen Versteigerungen man sich engagiert.

Zu Spielbeginn ist in jedem Stadtviertel bereits ein Geschäft vorhanden und die Spieler dürfen reihum jeder zwei Hochhäuser platzieren. Wer im weiteren Spielverlauf an die Reihe kommt, darf eine von vier Aktionenfolgen auswählen. Alle Aktionsfolgen haben gemeinsam, dass als vierte Aktion einer der beiden Kommissionsleiter um ein Stadtviertel weiterbewegt werden muss.
Ansonsten gibt es ganz unterschiedliche Aktionen in den vier Alternativen, die mal mehr mal weniger von Interesse sind. Wer keine Häuser in seinem Vorrat hat, braucht in den meisten Fällen gar nicht erst mitzusteigern, denn mehr als den anderen die Bauaktion vermiesen ist nicht drin (wobei auch das manchmal schon ein ausreichender Grund dafür sein kann mit zu steigern!). Dann ist es meist sinnvoll die Aktionsfolge zu wählen, die einem weitere Hochhäuser in seinen Bauvorrat bringt. Steht ein Kommissonsleiter in einem Stadtviertel, in dem viele eigene Hochhäuser an möglichst viele verschiedene Geschäfte grenzen, ist es ratsam dort eine Wertung durchzuführen. Und manchmal ist es auch sinnvoll einen Kommissionsleiter zweimal oder beide einmal zu ziehen und zusätzlich eine schwarze Karte auf die Hand zu bekommen. Sind in einem Stadtviertel erst mal viele eigene Hochhäuser ist es ratsam, die benachbarten Baugebiete mit unterschiedlichen Geschäften zu bestücken, denn das macht sie bei jeder Wertung (auch der Schlusswertung, die auf jeden Fall stattfindet) wertvoll.
Wie auch immer, man möchte eigentlich immer mehr machen als man darf bzw. die Aktionen die man gerne durchführen würde sind in verschiedenen Aktionsfolgen, so dass man sich immer entscheiden muss, was momentan wichtiger bzw. besser ist.

Beim Häuserbau sind natürlich in erster Linie die "wertvollen" Bauplätze neben Geschäften interessant, aber auch in möglichst vielen Stadtvierteln mit Häusern vertreten zu sein zahlt sich hin und wieder in Form von Punkten aus. Wer in bestimmten Situationen (immer nach drei platzierten Geschäften) in einer bestimmten Anzahl Stadtvierteln vertreten ist, bekommt Bonuspunkte.

Der "Baustop" ist ein interessante Möglichkeit ein Gebiet, in dem man selbst nicht, die Mitspieler aber sehr gut, d.h. mit punkteträchtigen Häusern vertreten sind, aus der Schlusswertung auszuschließen. Gewinnt man die Versteigerung in einem Gebiet, in dem beispielsweise alle Bauplätze besetzt sind, man selbst aber nicht vertreten, wird automatisch ein Baustop verhängt. Für das Gebiet gibt es nocheinmal Punkte und zwar erhält derjenige, der den Baustopp "verhängt" hat soviele Punkte, wie insgesamt Häuser in diesem Viertel errichtet wurden. Alle anderen erhalten die evtl. abgerundete Punktzahl einer "normalen" Wertung. Anschliessend wird das Viertel leergeräumt und mit einem Baustop-Marker versehen, dort sind keine Aktivitäten mehr möglich.

Nach dem zweiten Baustop oder wenn das letzte Geschäft im Central Park platziert wurde endet das Spiel nach einer Schlusswertung. Alle Stadtviertel werden nocheinmal gewertet. Jetzt bekommt man auch für die Häuser am Central Park Punkte. Aus den dortigen Geschäften werden drei zufällig gezogen und die Häuser entsprechend gewertet, d.h. je mehr verschieden Geschäfte gezogen werden, desto mehr Punkte bringen die Häuser. Wer nach dieser Wertung die meisten Siegpunkte auf der Wertungsleiste hat, gewinnt.

Ich gebe es zu, Fifth Avenue hatte es schwer bei mir. Die Optik hat mich irgendwie so gar nicht angesprochen und das ist auch immer noch so. Aber Fifth Avenue ist ein gutes Spiel. Die gut bekannten Mechanismen (Versteigerungen, Gebietswertungen usw.) wurden optimal miteinander verknüpft. Auch zu zweit macht das Spiel auch, trotz eines imaginären dritten Mitspielers Spass.
Fifth Avenue ist sicher nicht das beste Alea Spiel aber es ist auch bei weitem nicht das Schlechteste. Was alles in diesem Spiel steckt erschließt sich einem so richtig auch erst nach einigen Partien.

Vielen Dank an Alea für das Rezensionsexemplar!


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