Holgs Spieleteufel       Würfel Teufel



  Startseite
  Editorial / Impressum
  News
  Rezensionen
  Forum (inkl. Ringkriegbereich)
  Meine Top Ten
  Spielecharts
  Spieleevents
  Wunschliste
  Verkaufsliste
  Zitate zum Thema Spiele
  Schweinfurter Spieletage
  Schweinfurter Spieletreff
  Links
  Counterstatistik
  RSS-Feed
  Awards
  holger.kiesel@spieleteufel.de
  Datenschutzerklärung
  Follow me on
  
   


 
   

Geweihte Steine



Anzahl Spieler

Für 3 bis 6 Spieler
ab 14 Jahre


Spieldauer

Ca. 240 bis 300 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Fanfor Verlag
Fanfor Verlag


Autor

Valentin Herman


Bild



Sonstiges:

Geweihte Steine ist sicherlich zu den komplexeren Spielen zu zählen und auch aufgrund der langen Spieldauer nicht unbedingt für Gelegenheitsspieler geeignet. Wer sich aber die Mühe gemacht hat, die Regel durchzuarbeiten und 4 bis 5 Stunden Zeit aufzubringen, wird mit einem interessanten Spiel und viel Interaktion belohnt.

Die Mitspieler regieren jeweils eine Provinz eines Landes. Zu ihren Untertanen zählen Bauern, zur Ernährung der Bevölkerung, Handwerker, zum Bau von Gotteshäusern, Abgesandte, die Audienzen beim Papst wahrnehmen, und Rittern zur Landesverteidigung oder auch agressiven Militäraktionen.
Ziel des Spiels ist es eine Kathedrale zu bauen und am Ende freier Regent zu sein. Zu Beginn erhält jeder Mitspieler eine Provinz (Baubogen) und 10 Bauern (Spielsteine mit dem Symbol "Ähre") sowie einen Handwerker (Hammer) seiner Farbe, die in die entsprechenden Felder der Provinzen gelegt werden. Außerdem hat jede Provinz den Segen des Papstes zur Errichtung einer Andachtsstätte (1. Baustufe), die aus fünf "Bausteinen" bestehen muß. Für alle weiteren Baustufen (Kapelle, Kirche, Kathedrale), die immer größere Ausmaße annehmen, muß im Laufe des Spiels der päpstliche Segen erst durch Abgesandte eingeholt werden.
In der Tischmitte kommt der runde Spielplan (Papst) zu liegen.
Pro Spielrunde hat jeder Spieler grundsätzlich nur eine Aktion zur Verfügung. Lediglich Ritter, die bereits in Vorrunden ins Spiel gebracht wurden, können zusätzliche Aktivitäten in dieser einen Aktion ausführen. Diese eine Aktion wird von allen Spielern notiert und dann gleichzeitig aufgedeckt. Die Befehle für die einzelnen Provinzen werden abgehandelt und eine neue Runde beginnt.
Folgende Befehle können von den Spielern für ihre Provinzen erteilt werden:

Ansiedeln von Bauern:
Wird einer Provinz dieser Befehl erteilt, erhält sie pro genehmigter Baustufe einen Bauern hinzu, der in das dafür vorgesehene Feld gelegt wird. Bauern sind für eine Provinz von elementarer Bedeutung, sie ernähren die Bevölkerung. D.h. es darf die Summe der Abgesandten, Handwerker, Ritter und Kardinäle nie die Anzahl der Bauern überschreiten. Desweiteren können Bauern in Handwerker, Abgesandte oder Ritter umgewandelt werden (und umgekehrt), es ist also durchaus sinnvoll einige Bauern Überschuß zu haben.

Handwerker "bauen":
Alle Handwerker, die sich in der eigenen Provinz befinden, bauen je einen Stein für das Bauwerk, für das vom Papst ein Segen erteilt wurde (am Anfang die Andachtsstätte). Für jeden gebauten Stein wird auf dem Bauplan eines Spielers ein Kästchen des entsprechenden Bauwerkes mit einem wasserlöslichen Stift abgekreuzt. Ist ein Bauwerk vollständig errichtet, muß, bevor mit dem nächsten Bauwerk begonnen werden kann, ein Abgesandter der Provinz beim Papst den Segen für dieses neue Bauwerk einholen.

Bauern zu Abgesandten ausbilden:
Die gewünschte Anzahl Abgesandten kommt ins Spiel (Spielstein mit dem Buch) und ebensoviele Bauern müssen aus der Provinz entfernt werden. Hierbei muß auf die Ernährung der Bevölkerung geachtet werden.

Abgesandte zum Papst entsenden:
Die in einer Provinz vorhandenen Abgesandten können zum Papst entsendet werden. Hierzu werden sie aus der Provinz auf den Spielplan in der Tischmitte plaziert. Anschließend wird gewürfelt und das Ergebnis auf der Papsttabelle abgelesen. Je mehr Abgesandet vorhanden sind, desto wahrscheinlicher gewährt das Würfelergebnis die gewünschte Audienz beim Papst.
Wie auch immer ein Audienzgesuch behandelt wird, mindestens einer der Abgesandten muß in die Provinz zurückkehren. Die Übrigen können es in der nächsten Runde erneut versuchen.
Wird eine Audienz gewährt, können Abgesandte beim Papst belassen werden, sie werden zu Kardinäle, die restlichen kehren in die Provinz zurück. Kardinäle geben beim nächsten Audienzgesuch (sofern sie dann noch am Leben sind) einen Würfelbonus von 2 je Kardinal. Wichtig ist, daß auch die Kardinäle durch ihre Provinz ernährt werden müssen.

Abgesandte zu Bauern:
Beliebig viele Abgesandte können bei Erteilung dieses Befehls in Bauern umgewandelt werden.

Bauern zu Handwerker:
Mit diesem Befehl kann eine beliebige Zahl (Ernährung beachten!) Bauern in Handwerker umgewandelt werden.

Handwerker zu Bauern:
Eine beliebige Zahl Handwerker wird aus der Provinz entfernt und durch Bauern ersetzt.

Bauern zu Ritter:
Die gewünschte Zahl Ritter kommt in die Provinz, entsprechend viele Bauern (wiederrum auf die Ernährung achten!) muß dafür entfernt werden. Diese Ritter verteidigen ab sofort die Provinz, angreifen können sie erst ab der nächsten Spielrunde.
Neben einem der obigen Befehle kann den Rittern zusätzlich Befehle erteilt werden. Ritter können beispielsweise einen Angriffsbefehl erhalten und in eine Provinz eines Mitspielers entsandt werden. Treffen in so einem Fall Ritter aufeinander, kommt es zum Kampf.
Der Kampf findet immer auf dem Gebiet desjenigen, der weniger Ritter hat statt. Greifen mehrere Heere dieselbe Provinz an, können sie ein Bündnis schließen oder sich gegenseitig bekämpfen. Es ist auch möglich, daß sich einer der Invasoren die Sache überlegt und sich wieder zurückzieht. Für jeden kämpfenden Ritter wird einmal gewürfelt. Jedes erwürfelte Schwert besiegt einen gegnerischen Ritter, der vom Spielplan genommen werden muß. Der Kampf tobt solange, bis ein Sieger feststeht oder der Angreifer den Rückzug antritt.
Konnte eine Provinz nicht erfolgreich verteidigt werden, gilt die besetzte Provinz als Vasall, der Besatzer ist der Oberherr dieser Provinz und darf (sofort) soviele feindliche Handwerker als Sklaven in seine Provinz entführen, wie er Ritter dort stationiert hat. Am Ende einer Spielrunde darf jedoch kein Spieler mehr Ritter im "Ausland" als in der eigenen Provinz haben! Ein Vasall kann das Spiel nicht gewinnen, selbst wenn er zuerst die Kathedrale baut.
Ist die unterlegene Provinz selbst Oberherr einer anderen Provinz, so wird sie selbst nicht zum Vasall sondern kann ihren Vasallen für die eigene Freiheit an den siegreichen Eroberer abtreten.

Ritter zu Bauern:
Schließlich kann eine beliebige Anzahl Ritter im Bedarfsfall wieder in Bauern umgewandelt werden.
Zunächst werden alle Arten von "Umwandlungen" in einer Spielrunde abgehandelt, dann "bauen" die Handwerker, anschließend ziehen die Abgesandten zum Papst und schließlich werden die militärischen Bewegungen und Kämpfe ausgewertet. Zum Ende einer Spielrunde wird noch das Überleben der Kardinäle geprüft (jeder Kardinal für den eine "0" gewürfelt wird verstirbt), dann geht es auch schon mit der nächsten Runde weiter. Konnte ein Spieler den Bau der Kathedrale beenden, gewinnt er das Spiel.

Geweihte Steine ist für Fans langer und komplexer Spiele, bei denen mehr Taktik als Glück gefragt ist, sicherlich ein Leckerbissen, Gelegenheitsspieler haben jedoch möglicherweise nicht ganz soviel Spaß an diesem Spiel.

Vielen Dank an Fanfor Verlag für das Rezensionsexemplar!


Ähnliche Spiele:
(Strategie, Taktik)

Civilization
Dschunke
Java
La Citta
Löwenherz
Caylus
Mexica

weitere Treffer...


Spiele vom selben Autor:
(Valentin Herman )

X.net


Spiele vom selben Verlag:
(Fanfor Verlag)

X.net


Spiele vom selben Jahrgang:
(1993)

Zatre
Die Hanse
Athos
Tutanchamun
Vernisage
Kalaha
Rheingold

weitere Treffer...