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Giganten



Anzahl Spieler

Für 3 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 70 bis 90 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Kosmos
Kosmos


Autor

Wilko Manz


Bild



Sonstiges:

Giganten, ein Titel, der einiges verspricht und zusammen mit dem Thema des Spiels (Wer wird der reichste Ölmillionär?) auch an den gleichnamigen Spielfilm mit James Dean und Rock Hudson erinnert, den man ja nun beim besten Willen nicht als schlecht bezeichnen kann. Doch das waren auch schon alle Gemeinsamkeiten von Spiel und Film, denn der Spielverlauf konzentriert sich im Gegensatz zum Film ausschließlich auf das Ölgeschäft, in dem die 3 oder 4 Mitspieler als Konkurrenten wetteifern und versuchen ihr Startkapital von 15.000 Dollar gewinnbringend zu investieren.
Neben dem Startkapitel stehen jedem angehenden Ölprinzen noch ein Lkw, eine Lokomotive und fünf Bohrtürme zur Verfügung. Der Spielplan wird vorbereitet, indem auf jedes Feld des Spielplans, das einen oder mehrere Bohrtürme zeigt, ein Plättchen mit der entsprechenden Zahl Bohrtürme gelegt wird. Unter diesen Plättchen verbirgt sich eine Ölquelle, deren Ergiebigkeit zwischen zwei und sechs "Öleinheiten" schwanken kann. Allerdings steigt die Wahrscheinlichkeit einer ergiebigen Quelle mit der Anzahl der auf diesem Plättchen abgebildeten Bohrtürme. Garantieen gibt es aber keine und es kann durchaus mal vorkommen, daß eine Quelle unter einem Plättchen mit zwei Bohrtürmen ergiebiger ist als eine Quelle unter einem Plättchen mit drei Türmen. Die Lokomotiven der Spieler und die schwarze Lok werden auf ihre Startfelder gestellt, mit ihnen wird das geförderte Öl von den Quellen in die Lager der Ölgesellschaften transportiert. Ein Lager hat jeder Spieler bei jeder Geschellschaft. Der Ölpreis jeder Gesellschaft wird unmittelbar daneben auf einer Skala festgehalten und beträgt anfangs für alle Gesellschaften 5.000 $. Zu Beginn jeder Runde wird für jede Ölgesellschaft gewürfelt und der Ölpreis dort entsprechend verändert. Doch die Preisentwicklung wurde nicht ganz dem Zufall der Würfel überlassen. Jede Preisskala hat einen roten, einen weißen und einen blauen Bereich, der Würfel hat blaue und rote Zahlen. Jenachdem in welchen Bereich sich der Preis einer Firma gerade befindet und welche Farbe die gewürfelte Zahl hat, verändert sich der Preis. In der weißen Zone der Skala bedeutet eine rote Zahl eine Preisentwicklung nach unten (Preis sinkt), eine blaue Zahl gibt an, um wieviel der Preis ansteigt. In der roten Zone ist die Preisentwicklung immer nach oben, in der Blauen immer nach unten. Die Spielkarten werden nach Farben getrennt und verdeckt bereitgelegt. Sie stellen zum einen Verkaufslizenzen dar, mit denen die Spieler sich das Recht Öl einer Gesellschaft zu verkaufen ersteigern können, doch dazu später. Die restlichen Karten sind Aktionskarten. Eine vom roten Stapel wird zuerst aufgedeckt. Sie bestimmt unter anderem die Zugweite der schwarzen Lokomotive. Erreicht diese ihr Zielfeld, ist das Spiel beendet und der reichste "Ölmulti" wird ermittelt. Ist das Spiel nach dem Ziehen der Lok noch nicht beendet, werden vom gelben Stapel soviele Karten aufgedeckt, wie Mitspieler beteiligt sind. Diese Aktionskarten können den Spielern einige der folgenden Aktionen ermöglichen: - Kassieren von Verkaufslizenzen - Bewegungspunkte für Lkw und/oder Lokomotive
- Beeinflussen eines der Ölkurse
- Fördern einer zusätzlichen (kostenlosen) Öleinheit
- Zurücksetzen der Lokomotiven der Mitspieler

Da auf jeder Aktionskarte andere Möglichkeiten (in unterschiedlicher Menge) angeboten werden, ist es immer schwierig, sich für einer der Karten entscheiden aber eine Entscheidung muß fallen und der Startspieler beginnt. Anschließend erhalten die Spieler Verkaufslizenzen gemäß der von ihnen gewählten Aktionskarte.
Jetzt kommt Bewegung auf den Spielplan. Beginnend mit dem Startspieler dürfen nun die Bewegungspunkte auf die eigenen Lokomotiven und Lkws verteilt werden. Wieviele Bewegungspunkte die Lok für ihr nächstes Feld benötigt ist am Spielfeldrand, neben der Schienenleiste abzulesen. Die Bewegungspunkte die der Lkw benötigt, hängt von der Beschaffenheit des Geländes ab, in dem er sich bewegt. In der Ebene geht es zügig, ein Feld ist ein Bewegungspunkt. In hügeligem Gelände werden zwei, in bergigem Gelände gar drei Bewegungspunkte benötigt.

Wozu werden nun Lokomotive und Lkw bewegt? Der Lkw erforscht Öquellen (Quellen mit roten Plättchen dürfen nicht angesehen werden), wenn er sich direkt daneben befindet. Sagt einem Spieler die Ergiebigkeit einer Quelle zu, darf er dort einen Bohrturm errichten, wenn er über das nötige Kleingeld verfügt. Je mehr Bohrtürme auf dem Plättchen abgebildet waren, desto teurer wird die ganze Angelegenheit. Außderdem darf sich der Lkw in diesem Zug nicht mehr weiterbewegen, wenn ein Bohrturm errichtet wurde.
Die Lok zu bewegen ist sinnvoll, da das geförderte Öl von den Quellen zu den Ölgesellschaften tranportiert werden muß. Dieser Transport erfolgt mit Lokomotiven. Die eigene Lok befördert das Öl natürlich kostenlos, muß die Lok eines oder mehrer Mitspieler benutzt werden, kostet das 3.000 $. Dieses Geld muß an die Eigentümer der benutzten Lokomotiven gezahlt werden. Die schwarze Lok ist zwar genauso teuer, das Geld fließt aber nicht in die Taschen der Konkurrenten, sondern in die Bank.
Eine Lok kann immer dann zum Öltransport benutzt werden, wenn sie sich zumindest auf gleicher Höhe mit dem Öturm befindet oder bereits an ihm vorbeigefahren ist. Da in jeder Runde jede Quelle einen Ölstein (-einheit) fördert sollte zumindest eine Lok als Transportmittel zur Verfügung stehen, sonst geht das Öl verloren.

Jetzt führen die Spieler reihum noch ihre eventuell möglichen Sonderaktionen durch, dann kommt es zum Ölverkauf. Nacheinander wird in jeder Ölgesellschaft das Recht Öl zu verkaufen versteigert. Gesteigert wird mit Verkaufslizenzen, welche den Wert eins oder zwei haben können, und das erste Gebot gibt der Startspieler ab. Alle anderen müssen passen oder erhöhen. Steht der Meistbietende fest, gibt er entsprechend Verkauflizenzen ab und darf nun beliebig viele Ölsteine aus seinem Lager bei dieser Gesellschaft zum auf der Skala angegebenen Preis verkaufen. Sobald in allen drei Gesellschaften verkauft wurde, müssen sämtliche Lager der Spieler bis auf zwei Ölsteine geräumt werden. Für die abzugebenden Ölvorräte bekommt man aber lediglich 1.000 $ pro Ölstein.
Nun beginnt eine neue Runde nach selbigem Schema, bis die schwarze Lok ihr Zielfeld erreicht hat.
Giganten ist ein stimmiges Spiel, mit schöner Ausstattung und hohem Unterhaltungswert. Es ist schnell erklärt und man findet sich auch schnell zurecht, aber spannend bleibts bis zum Schluß. Jede Runde diese schwierige Entscheidung bezüglich der Aktionskarte. Die eine ermöglicht es dem Lastwagen aufgrund der hohen Bewegungspunkte schnell eine "dicke" Ölquelle vor den Mitspielern zu erreichen, andererseits ist das Ölfördern dort eventuell teuer, wenn sich die eigene Lok noch nicht soweit vorne befindet, was aber ebenfalls wieder Bewegungspunkte erfordert. Und was nützt das ganze schöne Öl im Lager (das außerdem bei Rundenende noch bis auf höchstens zwei Ölsteine unter Wert geräumt werden muß), wenn man aufgrund weniger Verkaufslizenzen kein Verkaufsrecht ersteigern kann.
Kurzum, man bräuchte eigentlich immer alles und muß sich für nur eine Karte entscheiden. Dazu kommt dann noch die Sache mit den Ölpreisen. Wie leicht kann einem ein Mitspieler mit der passenden Aktionskarte den Ölpreis in der Gesellschaft, in der man unbedingt verkaufen wollte, kaputtmachen. All das sorgt für spannende Unterhaltung und hohen "Wiederspielfaktor"!

Vielen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar!


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