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Gipf



Anzahl Spieler

Für 2 Spieler
ab 9 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 bis 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)

Weitere Bewertungen

7 Punkte (Thomas Fischer)


Verlag

Schmidt Spiele
Schmidt Spiele


Autor

Kris Burm


Bild



Sonstiges:

Gipf ist ein abstraktes Strategiespiel für zwei Personen das gleich in 3 Spielvarianten daherkommt. Die einfachste Version, das Basisspiel, wird nur mit den normalen Basissteinen gespielt, beim Standardspiel kommen dann 3 spezielle Gipfsteine hinzu und in der Turniervariante für Profis können die Spieler selbst entscheiden, wieviele Gipfsteine sie im Spiel haben wollen.

Die Startaufstellung für das Basisspiel ist schnell hergestellt. Von jeder Ecke des Liniennetzes aus werden abwechselnd weiße und schwarze Basissteine nach innen auf den nächsten Schnittpunkt (dreier Linien) geschoben, so daß jeder der beiden Spieler zu Beginn drei (von 15) Steine im Spiel hat. Die restlichen 12 Steine bilden die Reserve, die nach Möglichkeit nie vollständig aufgebraucht werden sollte, denn sobald man an die Reihe kommt und nicht mehr Einsetzen kann, ist das Spiel verloren.
Im weiteren Spielverlauf bringen die Spieler abwechselnd einen Stein aus ihrer Reserve ins Spiel. Ziel ist es diese so geschickt einzusetzen, daß man gegnerische Steine schlagen kann, doch dazu etwas später. Beim Einsetzen wird der Stein zunächst auf einen der Randpunkte des Liniennetzes gesetzt und anschließend auf einen der nächsterreichbaren Schnittpunkte nach innen gezogen. Ist der gewünschte Schnittpunkte bereits durch einen anderen Stein besetzt, wird dieser um einen Schnittpunkte in gerader Linie weiterverschoben. Liegt auch dort bereits ein Stein, wird auch dieser weiterversetzt usw. Würde durch solch eine Verschiebaktion ein Stein am anderen Ende aus dem Spielfeld herausverschoben werden, ist dieser Zug unzlässig.
Geraten durch das Einsetzen vier Steine einer Farbe in einer Linie nebeneinander, ist ein Vierer entstanden. Die Steine werden vom Spielplan genommen und dem jeweiligen Spieler zu seiner Reserve gegeben. Grenzen mehr als vier Steine aneinander spricht man von einer Reihe. In diesem Fall wird die ganze Reihe von Steinen vom Feld genommen. Liegen ohne Unterbrechung (durch einen freien Schnittpunkt) gegnerische Spielsteine neben einer Reihe oder einem Vierer, werden auch diese vom Spielfeld genommen. Diese geschlagenen gegnerischen Steine werden jedoch nicht dem jeweiligen Spieler zurückgegeben, sie sind aus dem Spiel und der betroffene Spieler muß nun mit weniger Steinen auskommen.

Wer viele gegnerische Steine schlägt, ist sehr schnell im Vorteil, denn er kann länger aus seinem (größeren) Vorrat einsetzen ohne auf Nachschub achten zu müssen. Das Spiel endet, sobald einer der beiden Spieler an die Reihe kommt und keinen Stein mehr in seiner Reserve hat, also nicht mehr einsetzen kann. Dieser Spieler verliert das Match.
Stellt man nach mehreren Spielen fest, daß ein Spieler deutlich spielstärker ist, kann man dem schwächern Spieler einen kleinen Vorteil einräumen. Normalerweise hat jeder Spieler 15 Steine für ein Spiel, es sind aber 18 Spielsteine je Farbe vorhanden. Der schwächere Spieler bekommt also einfach gleich zu Spielbeginn 3 Steine mehr in seine Reserve und dürfte nun länger mithalten oder gar gewinnen.

Im Standardspiel kommen einige kleine Regelerweiterungen sowie drei spezielle Gipfsteine hinzu. Gipfsteine bestehen aus 2 gleichfarbigen Spielsteinen, die übereinandergesetzt werden. Die Startaufstellung wird wie im Basisspiel vorgenommen, nur das die Steine der Startaufstellung Gipfsteine sind.
Mit diesen Gipfsteinen hat es nun noch seine besondere Bewandnis. Normalerweise werden alle Steine eines Vierers oder einer Reihe vom Spielplan genommen, sowie alle angrenzenden gegnerischen Steine. Befinden sich jedoch Gipfsteine in einem Vierer oder einer Reihe, darf der Spieler frei entscheiden, ob er den oder die Gipfsteine auf dem Spielplan belassen oder ebenfalls seiner Reserve hinzufügen möchte. Geschlagene gegnerische Gipfsteine werden jedoch genauso wie Basissteine immer vom Feld genommen und scheiden für das weitere Match aus. Zu bedenken ist jedoch, daß auch eigene einmal entfernte Gipfsteine nicht wieder eingesetzt werden können. Sofort nach dem Entfernen zerfallen sie in Basissteine. Nun wäre das an sich nicht so schlimm, das dumme ist nur, daß man bei dieser Variante nicht nur verliert, sobald man keine Steine mehr einsetzen kann, sondern auch sobald man keinen Gipfstein mehr auf dem Spielplan hat.

Die Turniervariante bringt nur noch eine ganz geringe Regeländerung aber viele neue strategische Möglichkeiten mit sich. Es gibt jetzt keine Startaufstellung mehr, das Spiel beginnt mit einem leeren Spielplan, auf den die Spieler abwechselnd ihre Steine einsetzen. Zunächst werden Gipfsteine gesetzt und zwar darf jeder Spieler soviele dieser Steine einsetzen, wie er für nötig hält, einzige Begrenzung ist der Spielsteinevorrat. Sobald ein Spieler seinen ersten Basisstein einsetzt, ist es ihm für den Rest des Matches nicht mehr erlaubt, noch weitere Gipfsteine einzusetzen, die bisher Eingesetzten müssen ausreichen. Die Gewinnbedingungen sind die gleichen wie im Standardspiel.
Um Gipf tatsächlich turniermäßig zu spielen empfiehlt sich der Einsatz einer Schachuhr.
Gipf ist das erste Spiel aus dem "Project Gipf", das aus einer Reihe von 6 Spielen bestehen wird, die sich auch miteinander koppeln lassen. Das zweite Spiel dieser Reihe, Tamsk, ist bereits erschienen.

Vielen Dank an Schmidt Spiele für das Rezensionsexemplar!


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