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Hazienda



Anzahl Spieler

Für 2 bis 5 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 45 bis 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Hans im Glück
Hans im Glück


Autor

Wolfgang Kramer


Bild



Sonstiges:

In der hier vorgestellten 2005er Neuheiten von Hans im Glück schlüpfen die Mitspieler in die Rolle von Farmern. Damit das Ganze aber nicht so banal sondern etwas südamerikanisch klingt, wurde das Spiel Hazienda genannt, eine zwar falsche aber dennoch weit verbreitete Schreibweise für das spanische Wort "Hacienda". Thematisch allerdings paßt alles. Als argentinische Großgrundbesitzer mit großen Rinder-, Pferde-, Schaf- und Schweineherden versuchen die Spieler möglichst viel aus dem zur Verfügung stehenden Land zu machen bzw. die gewinnversprechensten Landstriche für sich zu sichern.

Ausgerüstet mit 20 Pesos sowie vier Tier- und acht Landkarten versuchen die Spieler auf dem noch leeren Spielplan möglichst viele Punkte zu erwirtschaften. Doch es muss auch investiert werden. Sowohl Tier- als auch Landkarten können für 3 Pesos pro Stück gekauft werden bzw. für 2 Pesos wenn man etwas Ungewissheit in Kauf nimmt und die gekauften Karten vom jeweiligen verdeckten Stapel zieht. Die Landkarten ermöglichen das Platzieren eines Landplättchens der eigenen Farbe auf einem entsprechenden Spielplanfeld. Bei der Landschaft "Pampa" muss das Plättchen an ein bereits zuvor gelegtes angrenzen und das bestehende Grundstück erweitern. Die Tierkarten erlauben das Ablegen eines entsprechenden Tierplättchens der eigenen Farbe auf einem Pampafeld, das an ein eigenes Grundstück angrenzt.
Damit sind auch schon die wohl am meisten genutzten Aktionen für den aktiven Spieler erwähnt. Man kann Karten kaufen und diese Einsetzen und das Ganze bis zu dreimal, denn pro Zug hat jeder Spieler drei Aktionen. Wer nicht alle oder keine Aktionen für Karten verwenden will, der hat noch die Möglichkeit eine Wasserstelle oder eine Hazienda zu kaufen, sowie auf einem seiner Grundstücke ein Ernte durchzuführen doch diese Aktionen dürfen maximal einmal pro Zug gewählt werden.
Eine gekaufte Wasserstelle wird sofort auf einem oder entsprechend vielen freien Feldern des Spielplans abgelegt. Sinnvollerweise sollte man sie angrenzend an eigene Land- bzw. Tierplättchen legen, denn dann gibt es einen Siegpunkt pro Plättchen. Eine Hazienda wird nach dem Kauf sofort auf eine eigene Herde oder ein eigenes Grundstück gestellt, was bei den Wertungen je einen Siegpunkt pro Plättchen dieser Herde bzw. dieses Grundstücks bedeutet. Eine Ernte wird man wohl in erster Linie dann durchführen, wenn man mal knapp bei Kasse ist, denn man platziert einen Erntechip auf einem Grundstück und kassiert pro Plättchen dieses Grundstücks drei Pesos.

Die oben beschriebenen Möglichkeiten Siegpunkte einzufahren sind aber nicht die einzigen. Jedes eigene Grundstücksplättchen bringt zwei Siegpunkte sofern es zum Wertungszeitpunkt Bestandteil eines Grundstückes ist, das aus mindestens drei Plättchen besteht. Für Tierplättchen gibt es nur dann Punkte, wenn auf ihr eine Hazienda platziert wurde oder sie an Wasser angrenzen.
Darüber hinaus aber kann man mit einer Tierherde Pesos verdienen und nochmals indirekt punkten. Jedesmal wenn man mit einer Herde erstmals eine Seite eines Marktfeldes auf dem Spielplan erreicht, hat man diesen Markt "angeschlossen". Dies bringt zunächst mal Pesos. Die verdiente Gesamtsumme ergibt sich aus der Summe der Plättchen aus der die Tierherde besteht zuzüglich der Summe der Plättchen aus der das zur Tierherde gehörige Grundstück besteht. Je größer die Herde und das Grundstück sind desto mehr Geld gibt es also.
Viel wichtiger jedoch ist die Tatsache, dass dieser Markt als angeschlossen zählt und somit bei den Wertungen berücksichtigt wird. Die Höhe der Punkte, die ein Spieler letztlich bekommt ist von der Anzahl der angeschlossenen Märkte abhängig. Bringt ein Markt anfangs nur 1 Punkt so steigert sich dieser Wert auf z.B. 21 Siegpunkte für sechs angeschlosse Märkte und weiter auf bis zu 66 Punkte wenn man es schafft 11 Märkte zu erreichen. Wer also eine "Marktstrategie" verfolgen will, der sollte das konsequent tun um möglichst viele Punkte zu bekommen. Ein Markt kann auch mehrfach angeschlossen werden, was dann zwar keine Auswirkung mehr auf die Punkte für Märkte bei Spielende hat, aber dennoch Bares einbringt.
Und schließlich bringt auch das übrig behaltene Bargeld bei den Wertungen noch ein paar Pünktchen und zwar 1 Siegpunkt pro 10 Pesos.

Zwei Wertungen gibt es im Spiel. Der verdeckte Stapel mit den Tierkarten wird bei Spielbeginn in zwei etwa gleichgroße Stapel aufgeteilt. Sobald der erste Stapel aufgebraucht wurde, kommt es zur Zwischenwertung, sobald dann der zweite Tierstapel aufgebraucht ist zur Endwertung, wobei die laufende Runde immer zu Ende gespielt wird, so dass jeder Mitspieler gleichoft am Zug war. Die Siegpunkte werden auf einer fast schon obligatorischen "Kramerleiste" festgehalten und wer nach der zweiten Wertung am weitesten vorne liegt, ist der Gewinner.

Hazienda hat mich ganz spontan an Knizias "Durch die Wüste" erinnert, bei dem unter anderem nicht Märkte sondern Oasen mit Kamelherden angeschlossen werden mussten. Hazienda hat jedoch deutlich mehr Möglichkeiten Punkte zu bekommen bzw. Aktionen auszuführen und ist daher auch etwas komplexer. Die Regel ist allerdings gut und übersichtlich so dass letzlich keine Fragen offen bleiben.
Durch den beidseitig bedruckten Spielplan läßt sich das Spiel sehr gut an die Bedürfnisse einer Spielrunde anpassen. Wer am liebsten friedlich vor sich hin optimiert, der ist mit dem symetrischen Spielplan gut beraten und wer auf dem Spielbrett gern mit seinen Mitspielern und Konkurrenten in Konflikt gerät sollte die andere Spielplanseite wählen. Letztlich hat jedoch jede Spielplanseite ihren Reiz und erfordert eigene Taktiken.
Und sollten tatsächlich beide Spielplanseiten einmal ihren Reiz verlieren hat man immer noch die Möglichkeit eigene Spielpläne zu entwerfen. Unter http://www.westpark-gamers.de/index.html?/download/haziendagen.php kann man sich einen Spielplangenerator runterladen und seiner Kreativität freien Lauf lassen. Für Langzeitmotivation sollte also gesorgt sein.

Vielen Dank an Hans im Glück für das Rezensionsexemplar!


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