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Hive



Anzahl Spieler

Für 2 Spieler
ab 9 Jahre


Spieldauer

Ca. 10 bis 20 Minuten


Bewertung (max. 10)

8 Punkte (HOlg)

Weitere Bewertungen

8 Punkte (Thomas Fischer)


Verlag

Gen Four Two
Gen Four Two


Autor

John Yianni


Bild



Sonstiges:

Hive ist der Titel eines Zweipersonenspiels das mir auf der Spiel 02 in Essen besonders aufgefallen ist. Schönes, wenn auch etwas empfindliches Material (die Aufkleber auf den Holzspielsteinen sind sehr kratzempfindlich!!!) und ein ungewöhnlich interessanter Spielmechanismus in einer kleinen, kompakten Spielschachtel zu einem zugegebenermaßen etwas zu hohen Preis (30 Euro!!!). Das ist schon mal einen genaueren Blick wert!
Und es hat sich gelohnt! Sieht man einmal vom Preis der für dieses Spiel bezahlt werden soll ab (wer 6 Spiele kauft kann die Kosten auf 20 Euro pro Spiel senken - zumindest auf der Messe wurde dieses Angebot gemacht!), hat man ein absolut geniales, taktisches Zweipersonenspiel.

Der Titel Hive (=Bienenstock) ist nicht hundertprozent passend, denn bis zu 5 verschiedene Insektenarten, jede mit speziellen Fähigkeiten ausgestattet, nehmen am Spiel teil und versuchen ihrem Kollektiv zum Sieg zu verhelfen. Der Sieg ist dann errungen, wenn man die Biene des Gegenspielers völlig umzingelt hat, wobei es unerheblich ist, durch welche Spielsteine (eigene oder die des Gegenspielers!) dies geschieht.
Spielbrett gibt es keins, die Spielsteine werden aneinandergrenzend eingesetzt bzw. so gezogen, das sie nach dem Zug wieder an den im Laufe des Spiels immer größer werdenden Schwarm angrenzen.

Die Regeln sind einfach und die Fähigkeiten der Insekten schnell nachvollziehbar. Ein Spieler am Zug muß entweder ein bereits eingesetztes Insekt gemäß seiner Fähigkeit ziehen oder ein noch nicht eingesetztes Insekt so ins Spiel bringen, daß es ausschließlich an Insekten des eigenen Schwarms grenzt. Solange die eigene Biene noch nicht im Spiel ist (was spätestens im vierten Zug gemacht werden muß!) dürfen nur Spielsteine eingesetzt, nicht aber gezogen werden!
Die Besonderheit im ersten Zug besteht darin, daß hier die beiden ersten Spielsteine der Spieler aneinandergrenzen. Im weiteren Spielverlauf dürfen eigene neueingesetzte Insekten nicht an gegnerische Spielsteine angrenzen.

Nach einem Zug eines Insekts ist es unerheblich, ob es an eigene oder feindliche Insekten angrenzt, solange es nur mit dem gesamten Schwarm verbunden bleibt.

Doch nun zu den Fähigkeiten bzw. Zugmöglichkeiten der Insekten:

Es gilt immer, daß nur Insekten gezogen werden dürfen, die regelkonform bewegt werden können ohne dass andere Insekten bewegt werden müssen und ohne das der gesamte Insektenschwarm (die Insekten beider Spieler) während und nach einem Zug in zwei oder mehr Teilschwärme zerfällt.

Die Biene, das Objekt der Begierde des Gegenspielers, kann nur einen Schritt bewegt werden und muß dann wieder an den Schwarm angrenzen. Ihre Zugweite ist nicht gewaltig aber manchmal reicht sie aus um einer drohneden Umzingelung noch einmal zu entkommen.

Auch der Käfer kann sich nur um eine Position bewegen, hat aber die Fähigkeit auf gegnerische Insekten zu springen und diese so zu blockieren. Dies macht den Käfer zu einer effektiven und oft unterschätzten Waffe. Schafft er es beispielweise auf die gegnerische Biene zu springen, kann diese nicht mehr fliehen und man kann an den Käfer angrenzend eigene Insekten einsetzen und so ein Spiel recht schnell siegreich beenden.

Spinnen haben da schon eine größere Reichweite. Diese müssen sich genau um drei Positionen fortbewegen.

Die Grashüpfer machen ihrem Namen alle Ehre, sie bewegen sich hüpfend vorwärts, wobei sie auch über mehrere Insekten in Reihe hüpfen können und so auch mal schnell von einem zum anderen Ende des Schwarms gelangen können. Durch die Art ihrer Fortbewegung können sie auch Positionen erreichen, die anderen Insekten verwehrt sind, beispielsweise ein von außen nicht erreichbares Feld irgendwo mitten im Schwarm.

Am effektivsten sind wohl die Ameisen. Sie können sich beliebig weit um den Schwarm herum bewegen und praktisch in jedem Zug jede von außen zugängliche Position im Schwarm erreichen. Mit ihnen kann man ganz überraschend ein Spiel beenden, wenn der Gegner unaufmerksam gegen Ende des Spiels eine Ameise nicht blockiert.

Das Blockieren der gegnerischen Biene oder gegnerischen Ameisen ist ein wichtiger Schritt in Richtung Sieg! Man bewegt eines seiner Insekten, am besten ein "schwächeres" - ich versuche das immer ganz gerne mit den Spinnen -, so an ein gegnerisches Insekt, daß dieses den Schwarm teilen würde, wenn man es zieht. Ein solcher Zug ist ja bekanntermaßen unzulässig, d.h. dieses Insekt ist blockiert, kann nicht bewegt werden und eine Ameise mit einer Spinne zu blockieren ist mit Sicherheit ein Vorteil! Der halbe Sieg ist erreicht wenn man es schafft die gegnerische Biene zu blockieren!

Ähnlich wie beim Schach scheint mir der beginnende Spieler einen gewissen kleinen Vorteil durch seinen "Zugvorsprung" zu haben und er sollte diesen durch eine etwas aggressivere Spielweise zu seinen Gunsten nutzen. Doch dieser Vorteil - wenn es denn einer ist - ist auch sehr schnell verspielt, spätestens dann, wenn die eigene Biene vor der Gegnerischen zugunfähig/blockiert ist.

Wie schon erwähnt ist Hive ein erstklassiges und kurzweiliges Spiel, das aufgrund seiner Spieldauer zu einer Revanche nach der anderen einlädt. Einziger bitterer Beigeschmack ist der stolze Preis von 30 Euro für letzlich 22 sechseckige, beklebte Holzscheiben. Allerdings ist das auch mal wieder ein Beweis dafür, aus wie wenig man ein super Spiel machen kann!

Vielen Dank an Gen Four Two für das Rezensionsexemplar!


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