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Industria



Anzahl Spieler

Für 3 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Queen Games
Queen Games


Autor

Michael Schacht
Michael Schacht


Bild



Sonstiges:

600 Jahre industrielle Entwicklung in 60 Minuten, vielleicht etwas mehr wenn die beteiligten Spieler das Spiel noch nicht kennen! Unmöglich? Nein, das ist möglich und in der Queen Games Neuheit Industria von Michael Schacht auch spannend und unterhaltsam umgesetzt.

Alles beginnt mit dem zufällig bestimmten Startspieler, einem Startkapital von 4 Talern und in der ersten von fünf Epochen. Alle Epochen mit den dazugehörigen Gebäuden und Technologien sind untereinander auf dem schön gestalteten Spielplan angeordnet, mit einer Wertungsleiste am untersten Ende. Zu jeder Epoche gehören 12 Plättchen, die aus Gebäuden, Technologien, Bonus- und Ressourcenplättchen bestehen. Nachdem jeder Spieler einen Taler als Finanzspritze für die nächste Runde erhalten hat, werden soviele Plättchen der aktuellen Epoche aufgedeckt, wie Mitspieler beteiligt sind.
Der momentane Startspieler entscheidet nun, welches der aufgedeckten Plättchen nun als erstes versteigert wird. Reihum geben die Spieler genau ein Gebot ab und der Startspieler entscheidet dann, ob er das Höchstgebot annimmt oder das Plättchen umsonst für sich behält.
Letzteres hat natürlich seinen Reiz, hat aber auch zur Folge, dass nicht er sondern sein linker Nachbar zum Auktionator des/der folgenden Plättchen wird. D.h. eine (wichtige) Geldeinnahmequelle fällt weg. Am besten man wählt ein Plättchen, von dem man sich sicher ist, dass es zumindest für einen, besser noch für mehrere Spieler, interessant ist und mit Geboten zu rechnen ist. Man kassiert und versteigert weiter.
Doch Vorsicht, wird für ein Plättchen kein Gebot von den Mitspielern abgegeben, muss der Auktionator das Plättchen selbst nehmen! Selbstverständlich darf der ehemalige Auktionator dann bei den folgenden Versteigerungsrunden mitbieten.

Welche Plättchen für die Spieler interessant sein könnten, ist im ersten Spiel, da man die Zusammenhänge noch nicht so richtig überblickt, recht schwer. Woran soll man sich orientieren? Manche Gebäude und alle Technologien bringen dem Spieler, der sie errichtet bzw. erfindet indem er sie ausspielt, Siegpunkte. Bei Gebäuden fallen dabei noch Baukosten in Form von Talern an und oft sind auch noch, genau wie bei den Technologien, Ressourcen der aktuellen oder vorangegangener Epochen abzugeben.
Hat man das Gebäude, dass eine benötigte Ressource produziert selbst errichtet, entstehen dafür keine Kosten. Besitzt ein Mitspieler dieses Gebäude, muss man diesem für die Ressource einen Taler bezahlen.
Ist das Gebäude mit der benötigten Ressource noch gar nicht errichtet worden, wirds spannend. Produziert ein Gebäude einer vergangenen Epoche die benötigte Ressource, kann man sie für einen Taler bei der Bank kaufen. Ist das Gebäude für die benötigte Ressource aus der aktuellen Epoche, kann man sein Bauwerk nur errichten, wenn man die benötigte Ressource in Form eines Ressourcenplättchens vor sich liegen hat, ansonsten heißt es abwarten, bis die Ressource zur Verfügung steht.
Und das kann ein Problem werden, da man die Siegpunkte für Gebäude oder Technologien nur dann erhält, wenn man sie in der passenden Epoche ausspielt.

Bisher ist das Ganze ja noch nicht so knifflig. Gebäude bzw. Technologien, die viele Siegpunkte einbringen ersteigern, in der gleichen Epoche errichten bzw. ausspielen und Punkte kassieren. Dabei vielleicht noch darauf achten, dass man benötigte Ressourcen selbst produziert, dann wirds günstiger und es bleibt mehr Geld für Auktionen.
Soweit so gut! Spätestens wenn die ersten Bonusplättchen zur Versteigerung anstehen wirds spannend! Diese tragen ein Symbol, das auf einigen Gebäuden wiederzufinden ist. Das ist bei Spielende wichtig und bringt evtl. Punkte ein. Für jedes ausgespielte Bonusplättchen, das man auf eigenen Gebäuden vorhanden ist, erhält man bei Spielende 2 Siegpunkte.
Also sollte man bei der Ersteigerung von Gebäuden auch auf die Bonusplättchen achten.

Doch damit noch nicht genug. Einige Gebäude und Technologien sind auch mit Wegen verbunden, manchmal innerhalb einer Epoche, meist epochenübergreifend. Diese Wegverbindungen können bei der Schlusswertung nochmal richtig Punkte bringen. Jede Wegverbindung, die eigene Gebäude oder Technologien verbindet bringt drei Siegpunkte.
Doch zurück zum Spielverlauf. Nach der Versteigerung aller aufgedeckten Plättchen dürfen die Spieler reihum beginnend mit dem Startspieler Plättchen ausspielen, wenn sie die erforderlichen Kosten entrichten können. Dabei ist darauf zu achten, dass ein Spieler in einer Runde immer nur ein Plättchen einer Art ausspielen darf, also nur ein Gebäude, eine Technologie und ein Bonusplättchen.
Auch darauf muss also geachtet werden, denn sonst hat man schnell zu viele Technologien ersteigert, die man nicht mehr in der aktuellen Epoche ausspielen kann.

Nach der Bauphase wechselt der Startspieler. Wurden alle Plättchen einer Epoche bereits versteigert, wechselt auch die Epoche und die Plättchen der neuen Epoche kommen nun zur Versteigerung. Außerdem gibt es beim Wechsel in die dritte, vierte und fünfte Epoche einmalig einen Taler extra.
Dann beginnt die nächste Runde nach gleichem Schema.

Sobald das letzte Plättchen der fünften Epoche - im Spiel zu dritt der vierten Epoche - versteigert wurde, endet das Spiel. Es werden noch die Punkte für die Bonusplättchen und die Wegverbindungen vergeben, dann steht der Sieger fest.

Bei Industria geht es zwar wieder "nur" um Versteigerungen und das Thema wirkt etwas aufgesetzt, aber es entwickelt sich ein Spannungsbogen, der sich gewaschen hat. So richtig Spass macht das Spiel zu Viert und wenn man schon ein, zwei Partien hinter sich gebracht hat. Das wirkt sich dann auch auf die Spieldauer aus, die bei vier Neulingen schon mal deutlich über einer Stunde liegen kann.

Es gibt vieles auszuprobieren und das sorgt dafür, dass man immer wieder Lust auf eine Reise durch die industrielle Geschichte bekommt.

Vielen Dank an Queen Games für das Rezensionsexemplar!


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