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Intrige



Anzahl Spieler

Für 3 bis 5 Spieler
ab 12 Jahre


Spieldauer

Ca. 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)



Verlag

FX Schmid
FX Schmid


Autor

Stefan Dorra
Stefan Dorra


Bild



Sonstiges:

Im 16. Jahrhundert gab es fünf große Städte, die Italien beherrschten nämlich Mailand, Neapel, Venedig, Florenz und Rom. Als Regent einer solchen Stadt hatte man es nicht immer einfach "im Geschäft" zu bleiben. List und Tücke waren für Verhandlungen und Absprachen zwingend erforderlich, Skrupel hingegen völlig fehl am Platze.
Die Mitspieler schlüpfen in die Rollen dieser Regenten und versuchen ihre Stadtsäckel zu füllen um am Ende die reichste und damit mächtigste Stadt Italiens zu sein.
Jeder Mitspieler erhält einen Spielplan, seinen Palazzo, der sich in 5 Bereiche aufteilt. Diese Bereiche stellen Arbeitsplätze mit unterschiedlichen Werten (Lohnzahlungen) von 10.000 bis 100.000 Dukaten dar, die an jedem Palazzo an die Bewerber aus bis zu 5 Berufsgruppen vergeben werden können. Der Inselplan wird in die Tischmitte gelegt, er nimmt im Laufe des Spiels die Verbannten auf. Nachdem jeder Spieler noch seine 10 Angehörigen, von denen jeweils zwei einer der 5 Berufsgruppen angehören, sowie einen mit 320.000 Dukaten gefüllten Stadtsäckel erhalten haben, kann das Spiel um Macht und Machenschaften beginnen.
Der Zug eines Spielers teilt sich in 3 Teile auf:

Löhne für die eigenen Angehörigen die ihren Dienst in fremden Palazzi leisten kassieren.
Angehörige anderer Familien, die ungeduldig im Vorgarten des eigenen Palazzo auf und ab gehen und auf eine (gutbezahlte) Anstellung hoffen, einstellen. Eigene Angehörige zu fremden Palazzi senden, um sich dort um eine Anstellung zu bewerben (ihr wißt schon, unruhiges und gespanntes auf und ab gehen in den Vorgärten).
Beim Startspieler fällt der erste Schritt aus, es wurden noch keine Angehörigen an fremden Palazzi angestellt, die Löhne kassieren könnten. Auch die zweite Aktion kann noch nicht durchgeführt werden, noch bewerben sich keine Angehörigen um die Palazzo-Stellen. Der Spieler der als Erster an die Reihe kommt beginnt also mit Phase 3 und sendet zwei seiner Angehörigen in die Fremde, damit sie einst hochdotierte Stellungen bekleiden mögen. Erst wenn das Spiel so richtig im Gange ist, können (müssen!) auch die anderen Aktionen durchgeführt werden.
Phase 1 ist eigentlich selbsterklärend, der Spieler der am Zug ist kassiert für jeden seiner Angehörigen, der sich auf einem Berufsfeld an einem fremden Palazzo befindet, den entsprechenden Betrag als Lohn aus der Bank.
Die 2. Phase gestaltet sich da schon etwas schwieriger. Befinden sich nämlich fremde Angehörige im Vorgarten des Palazzos des Spielers, der an der Reihe ist und bewerben sich damit um eine Stelle, beginnt das Intrigieren und Bestechen.
Als erstes müssen evtl. Interessenskonflikte gelöst werden. In jedem Haus darf aus jedem Beruf nur ein Vertreter eingestellt werden. D.h. es kommt immer dann zu einem Konflikt, wenn zwei oder mehrere Bewerber aus derselben Berufsgruppe sich um eine Anstellung am selben Palazzo bemühen und wenn Bewerber einen bereits vergebenen Posten begehren.
Gibt es mehrere Bewerber der gleichen Berufsgruppe im Vorgarten, bieten diese reihum ein gewisse Summe zusammen mit evtl. Hinweisen, Drohungen, Wünschen usw., in der Hoffnung, daß ihr Angehöriger eingestellt wird. Der Hausherr entscheidet anschließend, wer einen Posten bekommt und setzt die Spielfigur auf einen freien Bereich seines Palazzo. Die anderen werden auf die Insel verbannt und können im weiteren Spielverlauf nicht mehr eingesetzt werden. Tritt die Situation ein, daß es einen Bewerber für einen bereits vergebenen Posten gibt, so muß zuerst der Angestellte und anschließend der neue Bewerber je eine Bestechungssumme anbieten. Wieder entscheidet der Hausherr und Brötchengeber, ob er den bisherigen Angestellten behalten möchte oder die Stelle doch lieber neu besetzen will. Entweder bleibt die "alte" Spielfigur in seinem Bereich sitzen oder der Neuling wird auf diesen Bereich gesetzt. Der Unterlegene muß jedenfalls in die Verbannung.
Alle übrigen Bewerber müssen nun auch noch entweder eingestellt verbannt werden. Beginnend mit dem ersten Spieler, der einen der verbliebenen Angehörigen in den Hof gelegt hat geben nun alle Bewerber reihum ein Bestechungsgebot ab. Der Hausherr läßt sich alle Angebote (und Drohungen) durch den Kopf gehen und verteilt dann alle Bewerber völlig nach Belieben (Absprachen und Vereinbarungen sind immer unverbindlich und müssen nicht eingehalten werden!) auf verschiedene freie Bereiche seines Hauses. Der evtl. leer ausgehende Rest der Bewerber muß in die.....ja, genau, Verbannung. In Phase 3 entsendet der Spieler, wie weiter oben bereits beschrieben, zwei seiner Angehörigen an fremde Palazzi, an denen er sich eine gute Einstellungschance ausrechnet.

War jeder Spieler 6 mal am Zug, endet das Spiel. Gewinner ist der mit dem bestgefülltesten Stadtsäckel.
Intrige läßt sich nicht mit jedem spielen! Es ist wichtig, wie kaum bei einem anderen Spiel, sich klar zu machen, daß es nur ein Spiel ist. Das Spiel trägt seinen Namen absolut zu Recht und so mancher kann nicht sofort mit einer Runde Intrige abschließen und die dunklen Machenschafften der Mitspieler "verzeihen".

Vielen Dank an FX Schmid für das Rezensionsexemplar!


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