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Kampf der Gladiatoren



Anzahl Spieler

Für 2 bis 5 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

5 Punkte (HOlg)



Verlag

Hans im Glück
Hans im Glück


Autor

Reiner Knizia
Reiner Knizia


Bild



Sonstiges:

Schon im alten Rom verlangte es den Menschen nach Spielen, nach Brot und Spielen! Doch die damaligen Spiele haben mit dem heutigen Verständnis des Spielens nur hin und wieder etwas gemeinsam, wie etwa beim Spiel Kampf der Gladiatoren aus dem Haus Hans im Glück, das die damaligen Spiele, die Gladiatorenkämpfe, thematisch umsetzt.
Drohte den damaligen, oftmals auch nicht freiwilligen, Teilnehmern an den Spielen im Falle einer Niederlage auch noch der Verlust des Lebens, sieht man das heutzutage glücklicherweise wesentlich entspannter. Es wird keiner zum Spielen gezwungen (leichter Druck ist erlaubt und manchmal unumgänglich ;-) ) und man kann nach einer Niederlage mit der neugewonnenen Erfahrung Revange fordern!

Doch das Thema der Nürnberger Neuheit 2002 "Kampf der Gladiatoren" ist wohl für viele ein Kritikpunkt bzw. ein Grund das Spiel nicht zu kaufen oder zu spielen. Die damaligen Gladiatorenkämpfe waren nunmal keine Würfelspiele, es ging recht brutal zu und das Spiel hat dies zwar unblutig doch relativ "treffend" umgesetzt. Nach dem Zusammenstellen und einsetzen von Gladiatorenteams geht es ausschließlich um das - wie soll man das nun politisch korrekt formulieren - "Ausschalten" gegnerischer Gladiatoren und wilder Tiere in einer Arena.

Die Kämpfe werden mit Würfeln ausgetragen, sind also relativ glücksabhängig, was ein bißchen Taktik und Strategie ins Spiel bringt, ist die Möglichkeit seine Gladiatorenteams zusammenzustellen. Ein Team besteht aus 4 Gladiatoren wobei diese aus 5 verschiedenen Kämpfertypen ausgewählt werden können. Schildträger sind gut für die Verteidigung, jeder von ihnen kann einen "einfachen" Treffer (gelber Stern auf den Kampfwürfeln) abwehren. Jedem Team steht grundsätzlich ein Würfel für eigene Angriffe zur Verfügung, wem das nicht genügt, kann die Würfelzahl für jeden Schwertkämpfer im Team um einen Würfel erhöhen. Hat normalerweise der Angreifer den ersten Kampfzug (Angriff mit Würfeln), kann die Mehrheit an Speerträgern im Team das Recht des ersten Streichs auch mal an den Angegriffenen abgeben und das kann schon ein entscheidender Vorteil sein, denn wenn der Gegner nach dem eigenen Angriff mangels Gladiatoren gar nicht erst zurückschlagen kann, ist das nur gut für das eigene Team! Eine Mehrheit an Zweizackträgern im Team erlaubt es einem, einen schlechten Würfelwurf einmalig zu wiederholen und zu guter letzt wären da noch die Netzwerfer, die jeweils einen gegnerischen Schwertkämpfer für die aktuelle Kampfrunde "ausschalten".
So stellen die Spieler reihum Kämpfer für Kämpfer ihre Gladiatorenteams zusammen wobei man auch auf die Wahl der Mitspieler achten sollte, um nicht mit einem eigenen Team gar zu offensiv eingestellt den Mitspielern ins "offene Messer zu laufen".

Sind die Teams gebildet und in der Arena eingesetzt, werden die verbliebenen freien Felder mit wilden Tieren besetzt und das Gemetzel beginnt. Wer am Zug ist, muß mit einem seiner Teams ein gegnerisches Team oder ein wildes Tier angreifen. Solange das angreifende Team mit 4 Gladiatoren voll besetzt ist, muß es sich in unmittelbarer Nachbarschaft "umsehen", anderenfalls darf es sich über beliebig viele freie Felder bewegen und auch mal einem schwächeren Gegner in größerer Entfernung "zuwenden".

Eine Kampfrunde besteht grundsätzlich aus einem Angriff und einem Gegenschlag (wenn dieser dann noch möglich ist!). Die Anzahl der Kampfwürfel ergibt sich, wie gesagt, aus der Anzahl der Schwertkämpfer plus 1. Alle Netzwerfer setzen vorher je einen Schwertkämpfer für diese Runde außer Gefecht und die Speerträger beeinflussen den Erstangreifer. Erwürfelte gelbe Sterne sind einfache Treffer, die von Schildträgern geblockt werden können (jeder Schildträger kann einen gelben Stern = einfacher Treffer blocken). Zwei rote Sterne (= Volltreffer) können nicht geblockt werden und führen, genauso wie zwei nicht geblockte gelbe Sterne (= einfache Treffer) zum Verlust eines Gladiators aus dem angegriffenen Team, das dem Angreifer übergeben wird. Zeigt der Würfel kein Symbol an, hat man Pech gehabt. Einfache Treffer bleiben über den Kampf hinaus liegen, bis sie zusammen mit einem weiteren einfachen Treffer einem Gladiator das Leben kosten.

Wie heißt es doch so schön bei "Highlander": "Es kann nur einen geben". Und so ist es auch hier! Das Spiel endet, sobald nur noch ein Spieler Gladiatoren in der Arena hat. Mehrere Überlebende gibt es nur dann, wenn alle zwölf im Spiel vorhandenen Tiere besiegt wurden.
Jeder besiegte gegnerische Gladiator bringt 1, jedes besiegte Tier 2 Siegpunkte und so läßt sich relativ schnell der Sieger ermitteln.

Damit im Spiel zu fünft beispielsweise nicht 3 Spieler, die vorzeitig ausgeschieden sind zusehen müssen und eigentlich von vornherein keine Chance auf den Sieg haben, Spielen die vor Spielende ausgeschiedenen Spieler mit einem Tier ihrer Wahl weiter, mit dem sie auch ohne eigene Gladiatoren noch weiterkämpfen und -punkten können! Die Kampf- und Verteidigungswerte kann man auf den Tierplättchen ablesen.

Über das Thema des Spiels kann man sicherlich geteilter Meinung sein, mich jedenfalls hat es nicht so sehr gestört wie die Plastikablagen für die Gladiatoren eines Teams. Diese wirken etwas "lumpig" und sind derart dünn, dass man besser nichts versehntlich daraufstellt! Auch der Glücksfaktor ist natürlich trotz aller Überlegungen beim Zusammenstellen seiner Teams sehr gravierend aber das Spiel kam in unseren Runden recht gut an. Es ist ein "Fun-Game", wenn man die Thematik nicht zu ernst nimmt und die Gladiatoren nicht als besiegt oder getötet ansieht, sondern als davonlaufende Angsthasen oder ähnliches. Auch bei Spielen wie Risiko oder Axis & Allies mag die Spielthematik fragwürdig sein, das Spiel aber dennoch Spaß machen. Wer allerdings mit der dargestellten bzw. umgesetzten Gewalt gar nicht zurecht kommt, sollte lieber die Finger von diesem Spiel lassen.

Vielen Dank an Hans im Glück für das Rezensionsexemplar!


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