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Kreta



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 11 Jahre


Spieldauer

Ca. 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)



Verlag

Goldsieber
Goldsieber


Autor

Stefan Dorra
Stefan Dorra


Bild



Sonstiges:

Kreta ist die grösste Insel Griechenlands und nunmehr auch Thema eines Brettspiels aus dem Hause Goldsieber. Das gleichnamige Spiel führt uns in die Anfänge dieser Insel, ins 14. Jahrhundert. 16 Provinzen gibt es, von denen im Laufe des Spiels einige gewertet werden und in denen gilt es möglichst zum Wertungszeitpunkt eine Mehrheit eigener Figuren zu haben. Dabei ist wichtig, dass einige dieser Spielfiguren "wertvoller" sind als andere. Ein klassisches Mehrheitenspiel also.

Ein Spielzug besteht im Ausspielen einer Charakterkarte und dem Ausführen der damit verbundenen Aktion, die im wesentlichen aus dem "ins Spiel bringen" oder dem Versetzen bestimmter Figuren besteht. Die Karte "Bauer" erlaubt das Ernten eines Agrarplättchens aus einer Küstenregion, in deren Hafen ein eigenes Schiff steht, bzw. einer beliebigen Region, die mit einer Küstenregion mit eigenem Schiff nahtlos durch eigene Völker-Figuren verbunden ist. Diese Agrarplättchen sind auch ziemlich wichtig! Sie sind immer mindestens einen Siegpunkt wert. Ein zweite Plättchen der gleichen Sorte ist schon zwei Siegpunkte wert, ein dritte drei usw.
Doch sie haben auch noch eine andere Funktion, sie ermöglichen erst das Errichten von Städten und diese sind immerhin zwei Punkte bei der Ermittlung von Mehrheitsverhältnissen wert.

Die übrigen Karten sind der Admiral, zum Ein- und Versetzen von Schiffen, der Feldherr um die Spielsteine "Völker" ins Spiel zu bringen bzw. um diese um insgesamt bis zu vier Provinzen auf dem Spielplan zu bewegen, der Abt, der eingesetzt oder um bis zu drei Provinzen bewegt werden darf und der die Region in der er steht befriedet (die Mitspieler dürfen diese Region nicht mehr betreten, außer mit einem Abt, der ihnen dann das gleiche Privileg verschafft), der Baumeister, mit dem ein Turm oder eine Stadt (für jede Stadt muss man vorher ein Agrarplättchen geerntet haben) errichtet werden kann, der König, der als eine Art Joker genauso wie eine bereits ausgespielte Charakterkarte verwendet werden kann und der Karte "Kastellan", mit der eine Wertung ausgelöst wird.
Zusätzlich muss beachtet werden, dass in einer Provinz nie mehr als sieben Spielfiguren stehen dürfen! Alle ausgespielten Karten werden erst dann wieder auf die Hand genommen, wenn eine Wertung stattgefunden hat.

Abgesehen von den Kastellen werden alle Spielfiguren in Provinzen eingesetzt. Städte sind, einmal eingesetzt, an diese Region gebunden, alle anderen können sich auch in benachbarte Regionen weiterbewegen, solange nicht mehr als sieben Figuren in einer Provinz stehen. Städte dürften also im Schnitt weniger oft in eine Wertung kommen, zählen dafür bei der Ermittlung der Mehrheitsverhältnisse doppelt.
Die Kastelle aber werden nicht in eine Region gesetzt sondern auf Berührungspunkte von zwei oder drei Provinzen. Das macht diese Kastelle besonders wertvoll, denn sie gelten bei einer Wertung für alle Regionen, die an diesen Bauplatz grenzen und kommen damit wesentlich öfter zur Wertung, als andere Spielfiguren. Einziger Nachteil ist, dass die Kastelle nicht versetzt werden können, ihr Einsatz also gut geplant sein muss.

Wann es nun zu einer Wertung kommt, ist schon bekannt, durch das Ausspielen einer Kastellan-Karte. Wie und was gewertet wird, ist noch zu erwähnen. 11 mal wird insgesamt gewertet und daher werden bei Spielbeginn 11 Kastellkarten verdeckt gezogen und in einer Reihe ausgelegt. Die beiden ersten Kastellkarten werden aufgedeckt, die nächsten beiden Wertungspunkte sind den Spielern immer bekannt. Auf den Kastellan-Karten ist eine Zahl zu sehen, die der Ziffer auf einem der Wertungspunkte entspricht. Alle Provinzen, die an den Wertungspunkt der nächsten Kastellan-Karte angrenzen werden im Falle einer Wertung gewertet.

Wer die Mehrheit in einer zu wertenden Region besitzt bekommt die Siegpunkte für diese Region, die auf dem Spielplan dort angegeben sind. Jedes Schiff zählt für die Mehrheit einen Punkt, genauso wie jeder Turm, jeder Abt und jedes Volk. Städte sind zwei Punkte wert. Bei Gleichständen erhalten alle die Siegpunkte. Im Spiel zu dritt oder viert, gibt es auch einen Zweitplatzierten, solange nicht zwei Spieler zusammen die Mehrheit haben, der immerhin noch die abgerundete Hälfte der Siegpunkte erhält.

Sobald also eine Wertung ausgelöst und durchgeführt worden ist, wird die eben gewertete Kastellan-Karte wieder verdeckt und die nächste verdeckte Karte in der Reihe aufgedeckt. Sagt diese Karte dem Spieler am Zug nicht zu, kann er sie aus dem Spiel nehmen und durch eine zufällig gezogene Karte vom verdeckten Stapel ersetzen.

Nach der elften Wertung endet das Spiel mit einem Gewinner, der mehr Punkte aus den Wertungen einsacken konnte, als seine Konkurrenten.

Kreta ist, wie bereits oben erwähnt, ein klassisches Mehrheitenspiel. Es gibt nicht viel Neues und daher ist ziemlich klar: Wem Mehrheitenspiele gefallen, dem dürfte auch Kreta gefallen.
Das Spiel bietet einiges an taktischen Möglichkeiten, die sich dem Spieler so langsam nach den ersten Partien erschliessen. Das Timing ist dabei allerdings ein ganz wichtiger Punkt. Welche Provinzen gewertet werden, ist nur zwei Wertungen im voraus abschätzbar und so lässt sich der Einsatz der eigenen Figuren auch nur im Rahmen dieses Wissens planen. Mit ein bisschen Glück, wird eine Region, in der man stark vertreten ist - insbesondere mit Türmen und/oder Städten, die ja nicht bewegt werden können - öfter gewertet. Eine Mischung aus Taktik, Timing und Glück ist in den meisten Fällen spielentscheidend.
Den richtigen Zeitpunkt erkennen und zu diesem insbesondere die wichtigen eigenen Spielfiguren platzieren (Türme, Städte, diese sollten nicht gleich zu Beginn verpulvert werden, aber am Ende auch nicht übrigbleiben) und dann noch mit dem Wissen um das Limit an Figuren in einer Provinz und dem eigenen Abt die Gegenspieler ärgern. Wer diese Elemente am besten beherrscht, der wird nicht nur viel Freude mit Kreta haben sondern ist auch auf der Gewinnerstraße.

Vielen Dank an Goldsieber für das Rezensionsexemplar!


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