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Mauerbauer



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)



Verlag

Hans im Glück
Hans im Glück


Autor

Leo Colovini


Bild



Sonstiges:

Eine Stadt ist erst dann eine Stadt, wenn sie auch durch eine Mauer umgeben ist. Was heute vielleicht nicht mehr so ganz nachvollziehbar ist, war in früheren Zeiten sicherlich nicht von der Hand zu weisen, denn da bedeutete eine Stadtmauer einem möglichem Angreifer nicht schutzlos ausgeliefert zu sein. Die Trojaner seinerzeit jedenfalls konnten nicht zuletzt wegen ihrer Stadtmauer nur durch eine List überwunden werden.

Doch es werden nicht nur Mauern gebaut sondern auch Wachtürume und die für eine Stadt letztendlich eigentlich noch wichtigeren Gebäude, hier im Spiel Häuser und Paläste. Der Spielplan zeigt ein Küstengebiet, in dem die Städte entstehen werden und das in einzelne dreieckige Sektoren unterteilt ist, die wiederrum zu einem von vier Gebieten gehören.
Ist ein Spieler am Zug, nimmt er sich zunächst ein Mauerteil und platziert es auf eine beliebige freie Linie zwischen zwei Sektoren. Bereits bestehende Städte dürfen allerdings nicht geteilt werden, d.h. in bestehende Städte dürfen keine neuen Mauern gebaut werden. Wird dadurch eine Stadt abgeschlossen, d.h. ein neues Gebiet ist vollständig von Mauern umgeben, kommt es zu einer Wertung, doch dazu später.
Nach dem Mauerbau wird mit dem Häuser- und dem Turmwürfel gewürfelt. Ein Turm in der erwürfelten Farbe wird auf ein freies Mauerende gestellt, sofern vorhanden. Ist auch das zweite Mauerende ohne Turm, darf ein beliebiger Turm ausgewählt und dort abgestellt werden. Die Häuserwürfel geben die Farben der beiden Häuser vor, die errichtet werden müssen und zwar auf jeder Seite der Mauer eines. Das Fragezeichen auf diesen Würfeln erlaubt das Bauen eines Hauses einer beliebigen Farbe. Sollte der Fall eintreten, dass von einer erwürfelten Häuserfarbe kein Gebäude mehr im Vorrat ist, darf der aktive Spieler ein Gebäude einer beliebigen anderen Farbe wählen und genauso verhält es sich bei den Türmen.

Ist keine neue Stadt entstanden, kommt der nächste Spieler an die Reihe, ansonsten wird diese neu entstandene Stadt gewertet. Zuvor allerdings werden in dieser Stadt aus je zwei Häusern gleicher Farbe ein Palast (sofern noch Paläste vorhanden sind) und der aktive Spieler hat die Möglichkeit die neue Stadt mit einer unmittelbar angrenzenden Stadt zu vereinen, sofern vorhanden. In diesem Fall werden die Mauerteile, welche die zu vereinenden Städte trennt, vom Spielpan entfernt, genauso wie Mauerteile mit einem "toten Ende", die in eine Stadt hineinragen.
An der nun folgenden Wertung können alle Spieler teilnehmen, in dem sie eine oder zwei Gildekarten ausspielen, von denen sie Anfangs sechs erhalten haben. Auf diesen Karten ist abzulesen, für welche Situationen in der zu wertenden Stadt bzw. in den Gebieten drum herum es Punkte gibt. Die Karten ohne Hintergrund beziehen sich auf die Stadt, diejenigen mit grünem Hintergrund auf das Umfeld der Städte, genauer gesagt auf Konstellationen die ausserhalb aller Städte vorliegen müssen.
Beispielsweise kann es da zwei Punkte für jeden schwarzen Turm, der sich in der Mauer der zu wertenden Stadt befindet geben oder alle gelben Häuser ausserhalb von Städten bringen einen Punkt usw.
Reihum werten die Spieler ihre Karten und rücken entsprechend viele Punkte auf der Wertungsleiste vor. Wer keine punkteträchtige Karte auf der Hand hat, kann alternativ eine seiner Handkarten abwerfen und zwei Neue vom verdeckten Stapel ziehen. Das bringt zwar für diese Wertung keine Punkte allerdings erhöht das die Kartenhand und damit die Möglichkeit bei künftigen Wertungen.
Der oder die Spieler, die nach einer Wertung auf der Punkteleiste am weitesten hinten liegen, dürfen schließlich noch beliebig viele ihrer Handkarten abwerfen und durch Neue vom verdeckten Stapel ergänzen, dann kommt der nächste Spieler an die Reihe.

Sobald das letzte Mauerteil, das letzte Haus oder der letzte Turm verbaut wurden darf jeder Spieler noch eine Stadt werten und für diese bis zu zwei Gildekarten ausspielen, falls es durch den letzten Zug nicht eh schon zu einer Wertung kommt. Anschließend endet das Spiel mit demjenigen als Gewinner, der die Wertungsleiste anführt.

Mauerbauer ist ein kurzweiliges Spiel mit einfachen Regeln, das gelungen taktische Möglichkeiten mit Karten- und Würfelglück kombiniert. Zwar kann es schon mal vorkommen, dass ein Spieler dieselbe Gildenkarten mehrfach auf die Hand bekommt und damit einen uneinholbaren Punktevorsprung herausholt, wenn die Konstellation auf dem Spielplan es hergibt, und genauso kann es, wenn das auch aufgrund der Kartentauschmöglichkeit der Hintenliegenden eher unwahrscheinlich ist, aus dem gleichen Grund passieren, dass mann auf keinen grünen Zweig kommt, aber das sind Ausnahmeerscheinungen.
Wer der Verlockung verfällt zu oft zwei Gildekarten auf einmal zu werten kann zwar unter Umständen schnell einen Vorsprung herausholen, reduziert aber seine Kartenhand und damit seine Chancen bei den folgenden Wertungen. Können die Mitspieler bei einer Wertung mal nur wenige Punkte herausholen kann es durchaus auch mal sinnvoll sein eine "schlechte" Karte abzuwerfen und dafür zwei neue Karten zu ziehen, obwohl man auch ein paar Punkte hätte bekommen können. Mit einer größeren Kartenhand verbessert man seine Wertungschancen für die Zukunft, wiegt die Konkurrenz unter Umständen in trügerischer Sicherheit und kann vielleicht sogar die Möglichkeit zum Kartentausch nutzen, weil man auf der Wertungsleiste hintenliegt. Gerade Letzteres ist eine nicht zu unterschätzende Möglichkeit eine sehr gute Kartenhand für kommende Wertungen zusammen zu bekommen, obwohl trotzdem bei fast jeder Wertung, die man auslöst, das mulmige Gefühl bleibt, dass die Konkurrenz mehr davon profitiert als man selbst.

Vielen Dank an Hans im Glück für das Rezensionsexemplar!


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