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Medina



Anzahl Spieler

Für 3 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

9 Punkte (HOlg)

Weitere Bewertungen

8 Punkte (Thomas Fischer)


Verlag

Hans im Glück
Hans im Glück


Autor

Stefan Dorra
Stefan Dorra


Bild



Sonstiges:

Medina versetzt uns Spieler ins Afrika des Jahres 1822 zurück. Was es dort und in dieser Zeit so besonderes gibt? Eine der prachtvollsten islamischen Städte soll errichtet werden und wer möchte da nicht gerne ein wenig mitmischen.
Klar, das für ein solches Vorhaben nicht nur ein Baumeister sondern 3 bis 4 der Besten benötigt werden. Damit die Architekten der Stadt noch einen besonderen Anreiz haben, gehen je 4 Paläste in den Besitz der Stadtbauer über. Natürlich möchte jeder am liebsten den größten, schönsten und bestgelegensten Palast besitzen.
Damit zumindes bezüglich der Palastarten kein Streit unter den Baumeistern entsteht wurde von vornherein festgelegt, daß jeder von ihnen am Ende einen Palast in den Farben orange, braun, schwarz und grau erhalten soll. Auch an Baumaterial steht jedem genau das Gleiche in gleicher Menge zur Verfügung, auch wenn dieses Baumaterial vor den Augen der Konkurrenten verborgen gehalten wird, um Unklarheit bezüglich des noch verbliebenen Baumaterials gegen Ende der Bauzeit zu verbreiten.
Die Stadt ist fertiggestellt, sobald jeder Baumeister sein gesamtes Baumaterial verwertet oder zurückgegeben hat.

Ausgangspunkt ist eine 16 x 11 Felder große Stadtfläche, begrenzt von vier Türmen, den einzigen bereits errichteten Bauwerken der künftigen Stadt. Von diesen Türmen aus soll auch eine Stadtmauer errichtet werden, wobei auf jeder Seite der Stadt ein Zugang möglich sein soll.
Eine Marktstraße muß ebenfalls eingeplant werden, der Ausgangspunkt der Straße, die im weiteren Verlauf an den beiden Enden verlängert werden kann, wird kurz vor Baubeginn durch den jüngsten der Städtebauer festgelegt.

Der zukünftige Herrscher der Stadt ist der Meinung, daß orangene Paläste die schönsten seien, dicht gefolgt von den Braunen, anschließend den Schwarzen und schließlich den Grauen, sodaß der Erbauer des größten orangfarbenen Palastes 4, der des größten braunen Palastes 3, der des größten schwarzen Palastes 2 und der des größten grauen Palastes noch 1 Sonderpunkt nach Fertigstellung der Stadt erhalten soll.

Da Paläste über die Stadtmauern hinaus weithin sichtbar sind, je näher sie an einer der Stadtmauern errichtet werden (und das läßt eine Stadt ja schon von Weitem prachtvoll aussehen) gibt es weitere Sonderpunkte für den jeweils letzten Baumeister, der einen seiner Paläste mit einer der Stadtmauern verbindet. Die Anzahl der Sonderpunkte hängt von dem Wert des Turmes ab, mit dem die jeweilige Stadtmauer verbunden ist, es können 1 bis 4 Punkte sein.

Nun aber los! Die Spieler...äh...Baumeister kommen reihum an die Reihe und müssen immer genau zwei ihrer Bausteine in das Stadtgebiet einsetzen. Es kann sich dabei um einen Palastteil einer der vier möglichen Farben handeln, um einen Ziegenstall, ein Mauerteil, ein Stück der Markstraße oder um ein eigenes Palastdach, das einen Palast zu einem Architekten gehörig kennzeichnet.

Das erste Palastteil einer Farbe kann völlig frei in der Stadt plaziert werden. Alle weiteren Palastteile dieser Farbe müssen solange an das Erstgesetzte angelegt werden, bis dies entweder nicht mehr möglich ist (kein Bauplatz mehr) oder der Palast von einem der Spieler in Besitz genommen wurde. Erst dann kann, nein muß, ein neuer Palast in dieser Farbe an anderer Stelle begonnen werden. Ist ein Palast nämlich ersteinmal in den Besitz eines Spielers übergegangen, darf an diesen Palast kein weiteres Palastteil angebaut werden! Einzig Ziegenställe dürfen jetzt noch angebaut werden. Wichtig ist auch, daß immer ein Feld Abstand zwischen einzelnen Palästen bleiben muß, damit ggf. Platz für die Marktstraße bleibt.

Die Teile der Markstraße können immer nur an eines der beiden Enden angelegt werden. Erst wenn beide Straßenenden in einer Sackgasse gelandet sind, kann eine neue Straße an beliebiger Stelle begonnen werden.

So entstehen im Laufe des Spiels Paläste, Mauern, Straßen und Ziegenställe und die Baumeister müssen immer abwägen, wann es sinnvoll für sie ist, einen der Paläste in Besitz zu nehmen - wir erinnern uns, jeder Spieler hat am Ende einen Palast in einer Farbe.
Diese Paläste sollen natürlich möglichst viele Punkte einbringen doch wartet man zu lange, kommen einem die lieben Mitstreiter zuvor.

Wieviele Punkte bringt denn nun so ein Palast? Zum einen bringt jeder angebaute Palastteil 1 Punkt. Jeder angebaute Ziegenstall bringt nochmals einen Punkt, angebaute Ziegenställe gehören direkt zum Palastgebäude. Jeder Teil der Marktstraße und jeder Mauerteil, der an einen Palast (oder Ziegenstall eines Palastes) direkt angrenzt, bringt nochmals je einen Punkt.
Und dann sind natürlich die Sonderpunkte nicht zu vergessen! Zum einen die Punkte für die größten Paläste einer Farbe und zum anderen die Sonderpunkte, die ein Palast einbringen kann, der als letztes mit einer Stadtmauer verbunden werden kann.

Da nicht mehr Paläste einer Farbe entstehen sollen wie Mitspieler vorhanden sind, werden alle noch nicht verbauten Bauteile einer Palastfarbe aus dem Spiel genommen, sobald jeder Spieler einen Palast in dieser Farbe besitzt!

Spiel- und Bauende sind erreicht, sobald das letzte Bauteil hinter jedem Sichtschirm verschwunden (verbaut oder abgegeben) ist. Gewinner ist, wie sollte es auch anders sein, derjenige, dessen Bauwerke die meisten Punkte einbringen.

Medina überzeugt nicht nur durch sein Spielmaterial - alle Bauteile sind aus Holz - sondern auch in spielerischer Hinsicht. Wann ist es sinnvoll, einen Palast in Besitz zu nehmen?
Sollte man unbedingt den größten orangenen Palast anstreben, das bringt immerhin 4 Sonderpunkte, ganz zu schweigen für die Punkte, die der Palast selbst durch seine Größe einbringt?
Manchmal kann sich aber auch ein "kleiner" Palast in günstiger Lage als "Punktefüllhorn" erweisen. In der Nähe von Mauern oder/und der Marktstraße kann ein Palast mit kleinerer Grundfläche mehr einbringen als ein größerer Palast.
Dann ist da noch die Frage, ob es sinnvoll ist, mit der Inbesitznahme von Palästen recht lange zu warten um darauf zu spekulieren, daß die Mitspieler einem gegen Spielende beim Bau des eigenen Palastes auch noch helfen müssen. Die Regel besagt ja, daß alle Bausteine eingesetzt werden müssen, also auch Palastteile in einer Farbe, die man selbst schon in Besitz genommen hat.

Und dann ist das noch das Problem, daß man manchmal bauen muß, obwohl man in dieser Runde vielleicht lieber nichts machen würde, da alles nur von Vorteil für die Mitspieler sein kann, und manchmal nur zwei Bauteile einsetzen darf, obwohl ein drittes Bauteil wichtig wäre.

Optisch und spielerisch kann ich Medina daher nur als Topspiel und absolute Kaufempfehlung bezeichnen. Einziger Nachteil: Es gibt (noch) keine ooffizielle Zweispielervariante! Allerdings gibt es eine von "inoffizielle" Variante für Zwei, die unter http://www.poeppelkiste.de/varianten/medina/medina.htm nachzulesen ist.

Vielen Dank an Hans im Glück für das Rezensionsexemplar!


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