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Nautilus



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 90 bis 100 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)

Weitere Bewertungen

6 Punkte (Thomas Fischer)


Verlag

Kosmos
Kosmos


Autor

Brigitte
Brigitte Ditt,
Brigitte
Brigitte Ditt


Bild



Sonstiges:

Die Unterwasserwelt ist faszinierend, so faszinierend, daß sie auch als Brettspielthema herhalten kann und alleine schon das Thema des Brettspiels die Lust es auszuprobieren weckt. Bestes Beispiel: die Kosmos-Neuheit der Nürnberger Messe 2002, Nautilus.
In einer Unterwasserstation lassen die 2 bis 4 Mitspieler ihre Forscherteams nach Meeresschätzen und dem versunkenen Atlantis suchen, zumindest nach Fragmenten dieses sagenumwobenen Kontinents.

Doch die Forschung kostet Geld und jedem steht ein zunächst großzügig bemessen wirkendes aber sehr bald sehr knapp werdendes Budget zur Verfügung. Wohn- und Forschungsstationen wollen gebaut sein und die entdeckten Schätze müssen kostenintensiv geborgen werden wobei diese Kosten von der Gewässertiefe abhängig sind. Je tiefer sich die Station erstreckt, desto teurer wird deren Ausbau, genauso verhält es sich beim Heben von Fundstücken.

Die Geldmittel lassen sich nur durch geborgene Schatztruhen und das zur Verfügungstellen eigener Forschungslabore an Mitspieler ein wenig aufbessern. Doch diese Einnahmen sind zum einen gering und zum anderen keine verläßliche Einnahmequelle!

Zwei Arten von Wohnstationen (sie unterscheiden sich lediglich durch ihre verschiedenen Schleusen und damit durch ihre Anbaumöglichkeiten an die Unterwasserstation) und 5 verschiedene Forschungsstationen gibt es im Spiel und können durch die Spieler errichtet werden. Jede Forschungsstation bringt den Spielern, die Forscher darin arbeiten lassen bestimmte Vergünstigungen. Die Technikstation beispielsweise erhöht die Zugweite eigener U-Boote, Trainingsstationen die Zugweite der Forscher usw. Dann gibt es da noch eine Echo-, eine Versuchs- und eine Analysestation.
Jeder Spieler hält mittels Marker auf einem eigenen Tabelau fest, wieviele Forschungsstationen welcher Art er betreibt.

Von jeder der Forschungsstation können max. 4 gebaut und in Betrieb genommen werden und wer mindestens zwei Forschungsstationen einer Art betreibt, darf den entsprechenden Marker auf seinem Tabelau auf die Seite mit der Ziffer 1 drehen (anfangs liegt die Ziffer 0 oben!). Hat der betreffende Spieler zu diesem Zeitpunkt mehr dieser Stationen in Betrieb als die Konkurrenten darf er seinen Marker mit dem Plättchen "3" überdecken. Diesen 3er-Marker behält er solange, bis ein anderer Spieler mehr Forschungsstationen dieser Art betreibt.
Die Werte dieser Marker (Summe aller Stationen) werden bei Spielende mit der Summe der Punkte, welche die Fundstücke einbringen, multipliziert. Es kommt also nicht nur darauf an, möglichst viele punkteträchtige Schätze zu bergen, man muß auch dafür sorgen, daß man bei Spielende einen brauchbaren Multiplikator für diese Punkte vorweisen kann!

Wurden alle bzw. drei bestimmte Atlantisfundstücke, die auf einem separaten Tabelau abgelegt werden, entdeckt, neigt sich das Spiel dem Ende.

Doch wie läuft so eine Spielerunde im einzelnen ab? Eigentlich gar nicht kompliziert, sie gliedert sich in drei Phasen, die jeder Spieler, beginnend mit dem nach jeder Runde wechselnden Startspieler, eine nach der anderen durchspielt.

Phase 1 besteht aus dem Kauf und dem Bau von Unterwasserstationen. Wohnstationen sind im Einkauf kostenlos, alle Forschungsstationen kosten 1 Nemo, wobei man max. eine Station pro Runde kaufen darf.
Diese Stationen muß man nicht sofort verbauen aber wenn man sich dafür entscheidet, muß man alle seine Stationen anbauen oder ohne Kostenerstattung in den Vorrat zurücklegen. Beim Bauen entstehen Kosten. Es gibt drei verschiedene Tiefenregionen auf dem Spielplan, die unterschiedliche Kosten verursachen (je tiefer je teurer). Wer mehrere Stationen gleichzeitig anbaut, muß jedoch nur die Baukosten der teuersten Station bezahlen! Alle errichteten Wohnstationen müssen zusätzlich mit Forschern des entsprechenden Spielers, mind. einem, besetzt werden, die jeweils nochmals einen Nemo Kosten verursachen. Zu errichtende Stationen müssen immer an die bestehende Konstruktion angebaut werden mit einer passenden Schleusenverbindung!
Wohnstationen sind die einzige Möglichkeit Forscher ins Spiel zu bringen! Forschungsstationen dienen zum einen dazu U-Boote von ihnen ausgehend zu entsenden, die Vergünstigungen (z.B. Zugweite der U-Boote bzw. Forscher usw.) zu erhalten und, was noch viel wichtiger ist, einen guten Multiplikator für die eigenen Punkte zu bekommen.

In der 2. Phase können die Spieler dann ihre Forscher durch die Unterwasserstationen bewegen, in erster Linie um Forschungsstationen in Betrieb zu nehmen, aber auch um einen zweiten eigenen Forscher in eine Forschungsstation zu ziehen, die eigentlich schon in Betrieb genommen wurde.

Dann nämlich darf man in Phase 3 des Spiels diesen zweiten Forscher vom Spielplan nehmen und stattdessen in Nachbarschaft zu dieser Station an eine blaue Schleuse ein U-Boot einsetzen und anschließend gemäß dem Wert der Technikstation ins offene Gewässer ziehen um Fundstücke zu heben.

Und damit hätten wir auch alle Aktionsmöglichkeiten der Spieler innerhalb einer Spielerunde angesprochen. Nautilus ist also mal wieder ein Spiel, daß auf den ersten Blick komplex wirkt, es aber eigentlich nicht ist. Die Zugmöglichkeiten erschließen sich den Spielern innerhalb einer Spielerunde (nicht zuletzt auch wegen der auf den Spielertabelaus eingefügten Kurzspielanleitungen) und ein flüssiges Spielen kommt in Gang.
Dazu kommt, daß Ausstattung (der Spielplan ist riesig und man sollte einen großen Tisch für eine Nautilusrunde wählen!) und Thema sehr ansprechend sind.
Einzig der Glücksanteil ist letztendlich für meinen Geschmack etwas zu hoch. Man kann durch Forschungsstationen einen Punktemultiplikator für die Endabrechnung aufbauen wie man will, wenn man keine Punkte zum multiplizieren zusammenbekommt, wirds nix mit dem Sieg. Und diese Punkte zu bekommen ist in erster Linie glücksabhängig. Wessen U-Boot in der Nähe "wertvoller" Schätze zu Wasser gelassen wird, der wird es leichter haben mit dem Gewinnen. Und, was allerdings seltener vorkommen dürfte, wer mit Regelerklärung im ersten Spiel bis zu 3 Stunden Zeit mit einem Spiel verbringt um am Ende wegen Pech beim Schätzeheben völlig abgeschlagen auf dem letzten Platz landet, könnte schon etwas gefrustet sein.

Vielen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar!


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