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Neuland (2004)



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 14 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 bis 120 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

eggertspiele
eggertspiele


Autor

Peter
Peter Eggert,
Tobias Stapelfeld


Bild



Sonstiges:

Als Roads & Boats light wurde es von manchen im Vorfeld der 2004er Messe in Essen (und auch danach) bezeichnet, denn thematisch haben beide doch so einiges gemeinsam. Nicht aber die Spieldauer und daher auch das "light".

Im Grunde ist alles ganz einfach. Es gibt Steinbrüche, Holzfäller und andere produzierende Gebäude, mit deren Rohstoffe eine funktionierende Zivilisation aufgebaut werden soll. Fortschritte bringen dabei die Punkte, die über Sieg und Niederlage entscheiden.

Gebäude können grundsätzlich von allen genutzt werden, doch sobald die Ware eines Spieler auf einem Gebäude liegt, wird dort nichts produziert, bis diese Ware verbraucht oder ungenutzt entfernt wurde. Es muß also nicht jeder Spieler sein eigenes Gebäude bauen, obwohl das sehr oft sinnvoll ist. Die Transportwege dann meist kürzer und die Ware ist damit "billiger" denn die "Kosten" für die Produktion (und auch beim Gebäudebau verhält es sich so) ergeben sich auch durch die länge der Transportwege.

Wer an der Reihe ist, kann bis maximal 10 Aktionen durchführen. Je mehr er macht, desto länger dauert es höchstwahrscheinlich, bis der Zeitstein den Spielstein des momentan aktiven Spieler wieder erreicht und dieser dann wieder zum Zug kommt. Nach dem Ende eines Spielerzuges rückt dieser Zeitstein nämlich vor bis zum Stein eines Spielers, der dann an die Reihe kommt.
Für jede Aktion während eines Zuges, wird der Spielstein ein Feld vom Zeitstein wegbewegt, wobei der Zeitstein nicht erreicht werden darf (also maximal 10 Aktionen zur Verfügung stehen) und Spielsteine verschiedener Spieler nie auf ein und demselben Feld der Zeitleiste stehen dürfen. Dadurch ergibt sich nach der Startrunde immer eine eindeutige Reihenfolge, in der die Spieler zum Zug kommen.

Wie kann man nun seine maximal 10 Aktionen verwenden? Es müssen letztendlich Fortschritte errungen werden und dazu werden verschiedenste Dinge benötigt, die man produzieren muß und deren Produktion findet in Gebäuden statt, die gebaut werden müssen, wozu man die passenden Ressourcen benötigt. Es geht also um den Gebäudebau und das Produzieren von Rohstoffen.
Das Produzieren ohne dass Rohstoffe weiterverarbeitet werden (z.B. Jagdhaus oder Bauernhof für die Nahrungserzeugung) "kostet" eine Aktion. Werden für die Produktion Güter benötigt, die in anderen Gebäuden zur Verfügung stehen (z.B. Schöpferei produziert Papier und benötigt dazu Holz), können die Kosten für die Produktion ansteigen. Je weiter her diese Güter transportiert werden müssen, desto mehr Aktionen werden "verbraucht". Ist ein weiterzuverarbeitendes Gut zwei Felder von dem Gebäude weg, bei dem es benötigt wird, kostet die Produktion zwei Aktionen, bei drei Feldern drei Aktionen usw.
Sollten mehrere Güter herangeschafft werden müssen, dann werden nur soviele Aktionen verwendet, wie es der Transport des am weitesten entfernten Gutes erfordert.

Für ein Gebäude muß ein Rohstoff verwendet werden, der dem Tabelau entspricht, auf dem das Gebäude zum Bau bereitgestellt wird. Dabei kann es sich um Stein oder um Holz handeln. Liegt das Baumaterial direkt benachbart zum Bauort oder direkt am Bauort bereit, kostet der Gebäudebau keine Aktion, ansonsten gilt was schon bei der Produktion gegolten hat: Es werden soviele Aktionen verbraucht, wie das Baumaterial vom Bauort entfernt ist.
Wichtig beim Gebäudebau ist, dass der Baugrund noch Platz bietet (max. drei Gebäude auf einem Feld) und dass der Bauplatz der Farbe bzw. einer der Farben des Gebäudes entspricht.

Das war eigentlich schon alles an Regeln. Die eigentliche Kunst des Spiels besteht darin günstige Produktionsketten zu erkennen und zu bilden und dabei besonderes Augenmerk auf kurze Transportwege zu legen.

Spielerisch ist Neuland ein Leckerbissen, optisch hat es mir überhaupt nicht gefallen trotz reichlich Holzmaterial. Der Spielplan ist dynamisch und kann vor jeder Partie anders zusammengestellt werden, bietet aber sehr sehr wenig fürs Auge. Auch die Gebäudeplättchen sind funktional aber...ja, ich muss es so hart formulieren...häßlich.
Hätten Optik und Design das spielerische Niveau von Neuland, es wäre nahezu perfekt.

Vielen Dank an eggertspiele für das Rezensionsexemplar!


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