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Ohne Furcht und Adel



Anzahl Spieler

Für 3 bis 7 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

4 Punkte (HOlg)

Weitere Bewertungen

9 Punkte (Thomas Fischer)


Verlag

Hans im Glück
Hans im Glück


Autor

Bruno Faidutti
Bruno Faidutti


Bild



Sonstiges:

Ein Kartenspiel mit einer Stunde Spieldauer mit Thema Städtebau und für bis zu 7 Mitspieler, das hat neugierig gemacht! Ob es wohl wieder ein Kartenspiel vom Kaliber Verräter ist oder zumindest ähnlich komplex?
Ich kann die Antwort vorwegnehmen, nein, das ist es nicht!

Seinen vollen Reiz entwickelt Ohne Furcht und Adel erst ab 4, besser noch 5 Mitspieler, denn während des Spiels schlüpfen die Mitspieler immer wieder in eine der 8 Charaktere des Spiels, um sich deren besondere Fähigkeiten zu Nutze zu machen. Damit so richtig Spannung ins Spiel kommt, sollten auch möglichst viele dieser Charaktere in einer Spielrunde zum Einsatz kommen, und das ist erst ab einer gewissen Spielerzahl der Fall.

Wie schon erwähnt, Ziel des Spiels ist es, eine Stadt zu errichten. Derjenige, der zuerst eine Stadt mit 8 Bauwerken errichtet, beendet das Spiel und es kommt zur Wertung. Hier ist nochmals für Spannung gesorgt, denn nicht unbedingt derjenige, der das Spiel beendet hat, ist auch der Gewinner.

Alle Bauwerke besitzen einen gewissen Wert, dargestellt durch Punkte auf den Gebäudekarten, und diese Punkte sind auch Siegpunkte bei der Endwertung. Desweiteren gehören die einzelnen Gebäude meist einer von fünf Farben an. Wer in seiner Stadt Gebäude aller fünf Farben errichten konnte, bekommt einen Bonus von 3 Siegpunkten. Damit sich das Beenden des Spiels auch lohnt, gibt es für denjenigen, der zuerst 8 Gebäude errichtet hat, einen Bonus von 4 Siegpunkten. 2 Bonuspunkte bekommen schließlich noch all diejenigen, die in der letzten Spielrunde ebenfalls ihr achtes Gebäude errichtet haben. Sieger ist, wie sollte es anders sein, derjenige mit den meisten Siegpunkten.

Doch was hat es nun mit den Charakteren auf sich und wie kann man Gebäude errichten?

Der erste zufällig ermittelte Startspieler ist in der ersten Runde König. Er legt je nach Mitspielerzahl 0 - 2 Charaktere offen in die Tischmitte, diese kommen nicht zum Einsatz. Der König darf allerdings nicht unter diesen Karten sein, sonst gäbe es ja in der nächsten Runde keinen Startspieler.
Aus den restlichen Karten wählt sich zunächst der König eine Karte aus und gibt die übrigen Karten an seinen linken Nachbarn weiter, der ebenso verfährt. Hat schließlich jeder eine Charakterkarte, die den Mitspielern vorenthalten werden sollte, ruft der König gemäß einer Übersichtskarte die Charaktere nacheinander auf. Aufgerufene Charaktere geben sich zu erkennen, indem sie ihre Charakterkarte aufdecken und ihre Aktion durchführen. Sind alle Aktionen durchgeführt, wird derjenige, der die Königskarte gewählt hat, neuer König und damit Startspieler für die kommende Runde und alles beginnt von vorn.

Wurde ein Charakter vom König aufgerufen, hat dieser mehrere Aktionsmöglichkeiten. Zunächst hat er die Wahl, zwei Goldstücke zu nehmen (das Startkapital ist mit 2 Goldstücken doch recht mager) oder zwei Bauwerkkarten (vier Bauwerkkarten bekommt jeder Spieler am Anfang), von denen er sich eine aussuchen und behalten darf.
Anschließend darf eine Bauwerkkarte ausgespielt (gebaut) werden. Dafür fallen jedoch Kosten in Höhe des Wertes (Punkte auf der Gebäudekarte) des Gebäudes an.
Jederzeit während seines Zuges kann ein Spieler die Eigenschaft seines Charakters einsetzen (Ausnahme: König, der wird in der nächsten Runde Startspieler).
Zum Abschluß kassiert jeder Spieler noch für jedes Gebäude, das die Farbe seines derzeitigen Charakters hat, ein Goldstück.

Folgende Charaktere sind im Spiel:

  • Meuchler (meuchelt einen Charakter, der dann diese Runde aussetzen muß)
  • Dieb (kann einem beliebigen, nicht gemeuchelten Charakter das Gold stehlen)
  • Magier (kann seine gesamten Handkarten mit einem Mitspieler tauschen)
  • König (wird in der nächsten Runde Startspieler und ruft die Charaktere auf)
  • Prediger (seine Bauwerke sind vor dem Söldner sicher)
  • Händler (erhält ein Goldstück)
  • Baumeister (erhält 2 Bauwerkkarten und darf bis zu 3 Bauwerke errichten)
  • Söldner (kann ein Bauwerk eines Mitspielers zerstören, indem er die halben Baukosten des zu zerstörenden Gebäudes bezahlt)

Ohne Furcht und Adel ist ein ganz nettes Spiel, vor allem für große Spielrunden. Bei weniger Mitspielern geht einiges an Spielreiz verloren. Besonders unglücklich ist man dran, wenn man durch den Meuchler zufällig zwei oder gar noch öfter hintereinander betroffen ist. Nicht zuletzt aus diesem Grunde ist das Glück ein nicht zu vernachlässigender Faktor in diesem Spiel.

Vielen Dank an Hans im Glück für das Rezensionsexemplar!


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