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Oltremare



Anzahl Spieler

Für 2 bis 5 Spieler
ab 12 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

8 Punkte (HOlg)



Verlag

Amigo
Amigo


Autor

Emanuele Ornella


Bild



Sonstiges:

Im Jahre 2004 auf der Spielemesse in Essen als "Geheimtipp" eines Kleinverlages gehandelt kehrt Oltremare nun im Programm eines der "großen" Verlage zurück. Die Neuauflage hat dem Spiel zumindest in optischer Hinsicht gut getan. Nach kurzer Bastelarbeit sind die Schiffe der 2 bis 5 Mitspieler bereit in See zu stechen um das Ziel zu ereichen erfolgreichster Händler im Mittelmeerraum zu werden. Doch durch die neue Ausstattung ist von dem kompakten Schachtelformat des Kleinverlags nichts mehr übrig obwohl es sich bei Oltre Mare letztlich noch immer um nichts mehr als ein Kartenspiel handelt.

Die Regeln sind im wesentlichen gleich geblieben, lediglich die Zwischenwertung wurde geringfügig verändert, so dass man schon etwa Mitte des Spiels den Erfolg seiner bisherigen Bemühungen und den der Mitspieler besser einschätzen und ggf. anpassen kann. Leicht verändert wurden auch die Erträge einiger Waren bzw. Warengruppen, wodurch nun u.a. sichergestellt ist, dass man zumindest immer einen Ducaten für eine Ware erhält und nicht leer ausgeht, wenn man mal nicht mindestens zwei Waren einer Art zu einer Warengruppe zusammenfassen konnte.

Motor des Spiels sind die Warenkarten. Der Spielplan dient lediglich dazu, den aktuellen Hafen der Schiffe festzuhalten und deren Bewegungmöglichkeiten sowie den derzeitigen Vermögensstand der Spieler. Das aktuelle Kapital, anfangs 11 Ducati, wird auf einer den Spielplan umrandenden Leiste eingestellt.
Auf jedem noch nicht durch einen Spieler besuchten Hafen ist ein zu Spielbeginn zufällig ermitteltes Hafenplättchen zu sehen. Derjenige, dessen Schiff einen solchen Hafen als erster anläuft, erhält dieses Plättchen und den damit verbundenen Vorteil. Ein solches Plättchen kann einem die Möglichkeit einräumen günstig Waren(karten) einzukaufen, Schutz vor Piraten bieten, eine zusätzliche Einnahmequelle darstellen und Ähnliches. Gültig ist eine solche Vergünstigung nur solange, bis ein neues Hafenplättchen aufgenommen wurde, welches das alte dann ablöst. Doch unabhänigig von den Vergünstigungen kann eine große Zahl solcher Plättchen bei der Schlusswertung einige Ducati einbringen, denn derjenige mit den meisten dieser Plättchen erhält 6 Ducati während die folgenden Spieler nur noch 3 bzw. 1 oder gar nichts mehr erhalten.

Der Starthafen eines jeden Spielers wird zufällig ermittelt. Für jeden Spieler werden solange Warenkarten aufgedeckt, bis ein Hafen dabei ist. Dort beginnt das jeweilige Schiff seine Reisen und die entsprechende Karte ist auch die erste Karte im Warenstapel eines Spielers und wird offen vor diesem ausgelegt. Dieser Frachtstapel wächst im Laufe des Spiels immer weiter an, doch immer die obenliegende übt großen Einfluss auf den kommenden Spielzug eines Spielers aus.

Zum einen gibt diese Karte die Anzahl der Karten vor, die ein Spieler maximal auf der Hand haben darf. Anfangs hat jeder Spieler vier Handkarten und es sollten noch keine Probleme auftreten, doch sollte diese Zahl im späteren Spielverlauf einmal überschritten werden, muss ein Spieler, sobald er am Zug ist in der ersten Phase seines Zuges entsprechend viele Karten verdeckt vor sich ablegen. Der so entstehende verdeckte Kartenstapel ist der sog. Piratenstapel, den man möglichst klein halten sollte, denn bei Spielende muss für jede Karte in diesem Stapel einen Ducaten gezahlt werden.

Desweiteren sind auf der obersten Karte des Frachtstapels Handelssymbole zu sehen. Die Anzahl dieser Symbole gibt vor, wieviele Karten ein Spieler in Phase 3 seines Zuges ausspielen muss. Wer nicht die erforderliche Anzahl Karten auf der Hand hat oder glaubt seine Kartenhand verbessern zu können, der hat in Phase 2 seines Zuges verschiedene Möglichkeiten seine Handkarten für die Phase 3 zu komplettieren bzw. optimieren.
Zum einen darf ein Spieler bis zu 4 Karten kaufen. Gekauft werden darf vom eigenen Piratenstapel oder vom Nachziehstapel. In beiden Fällen kostet eine Karte 3 Ducati, solange man finanziell im plus ist, ansonsten 4 Ducati. Zum anderen hat man die Möglichkeit mit seinen Mitspielern zu handeln. Es dürfen Karten getauscht, ge- und verkauft und sogar verschenkt werden. Auch letzters macht manchmal Sinn, denn so kann man seine Kartenhand bis zum eigenen Zug möglicherweise auf die "erlaubte" Zahl reduzieren und muss keine Karten auf den verhassten Piratenstapel legen. Außerdem erhält jeder Spieler, der mit dem aktiven Spieler mindestens einen Handel erfolgreich abschließen kann, ein Ruhmesplättchen. Wie schon bei den Hafenplättchen bekommt man dafür unter Umständen eine hübsches Sümmchen bei der Endwertung.
Auf jeden Fall muss ein Spieler solange in Phase 2 agieren, bis er Phase 3 regelkonform durchführen kann, sprich die erforderliche Anzahl an Handkarten besitzt.

Beim Ausspielen der geforderten Karten in Phase 3 gibt es nun eine ganze Menge zu beachten. Da die Warenkarten auf den eigenen Frachtstapel gelegt werden müssen sollte das so erfolgen, dass es bei der Abrechnung möglichst viele Punkte dafür gibt. Wird der Frachtstapel gewertet, werden die Waren des Stapels in Warengruppen zusammengefaßt. Also beispielsweise alle Tuch-Karten die ununterbrochen und unmittelbar in diesem Stapel aufeinanderfolgen, bilden eine Warengruppe. Wechselt die Warenart bereits nach der ersten Karte, besteht die Warengruppe aus nur einer einzigen Karte. Je größer nun die Anzahl einer Warengruppe ist, desto mehr Ducati bekommt man.
Wie die Erträge nun im einzelnen gestaffelt sind, kann man auf den Warenkarten erkennen. Für eine Edelsteinkarte beispielsweise bekommt man einen Ducaten, hat man zwei Edelsteinkarten in der Warengruppe bekommt man schon 5 Ducati. Weitere Edelsteinkarten bringen bei dieser Warenart allerdings keine weitere Ertragssteigerung. Bei der Warenart Weizen verhält es sich etwas anders, da steigert sich der Ertrag von 1 bis max. 12 Ducati, doch für den Maximalertrag sind auch 5 Weizenkarten in der Warengruppe erforderlich.

Man sollte also beim Ausspielen seiner Karten darauf achten, möglichst große Warengruppen bilden zu können, um seine Erträge zu maximieren. Die ausgespielten Karten dürfen dann zu diesem Zweck auch in beliebiger Reihenfolge auf den Frachtstapel gelegt werden. Aber Achtung! Die am Ende oben im Frachtstapel liegende Karte bestimmt das Handkartenlimit und die Zahl der im nächsten Zug auszuspielenden Karten.

Bevor aber die ausgespielten Karten auf den Frachtstapel gelegt werden dürfen, müssen die mit ihnen verbundenen Aktionen ausgeführt werden. 4 Symbole gibt es, die mit bestimmten Aktionen verknüpft sind und auf jeder Karte sind zwei die Symbole zu finden. Für das Ducati-Symbol bekommt man Ducati, für das Piratensymbol müssen Karten gezogen und verdeckt auf den Piratenstapel gelegt werden, für das Kartensymbol dürfen/müssen Handkarten gezogen werden und für das Schiffsysmbol wird das Schiff auf dem Spielplan weiterbewegt. Je nachdem wie häufig ein Symbol auf allen ausgespielten Karten vertreten ist so gestaltet sich beispielsweise die Anzahl der Ducati, die man bekommt. Drei oder mehr Piratenflaggen auf den ausgespielten Karten haben also 6 Karten auf den eigenen Piratenstapel zur Folge, zwei Piratenflaggen drei und eine Piratenflagge nur noch eine Karte. Genauso verhält es sich auch bei den Karten, die nachgezogen werden müssen und auch die Zugweite der Schiffe wird durch die Anzahl der Schiffssymbole beeinflusst.

Sobald ein Spieler seine ausgespielten Karten in die gewünschte Reihenfolge gebracht und auf seinem Frachtstapel abgelegt hat, ist der nächste Spieler an der Reihe.

Zwei Wertungen gibt es im Spiel, eine Zwischenwertung, die etwa in der Mitte des Spiels stattfindet, und eine Schlusswertung, durch die der Sieger schließlich ermittelt wird.
Die Zwischenwertung wird durch die Venezia-Karte ausgelöst, die zu Spielbeginn etwa in die Mitte des Kartenstapels gesteckt wurde. Wird die Karte gezogen oder ist am Ende eines Spielerzuges auf dem Nachziehstapel zu sehen, werden die Ruhmesplättchen und der Frachtstapel bis auf die ganz oben liegende Warengruppe gewertet. Die Warengruppen werden wie weiter oben beschrieben gewertet und anschließend auf den Ablagestapel gelegt. Wer die meisten Ruhmesplättchen hat erhält 6 Ducati, derjenige mit den zweitmeisten 3, der mit den drittmeisten 1, alle anderen nichts.
Nach der Wertung wird das Spiel fortgesetzt, bis der Nachziehstapel aufgebraucht und alle Spieler gleichoft am Zug waren. Wieder werden, diesmal alle, Warengruppen sowie die Ruhmesplättchen gewertet. Zusätzlich bringen die Hafenplättchen nun Punkte/Ducati, genauso wie die Ruhmesplättchen und für alle Karten im Piratenstapel muss eine Ducate bezahlt werden. wer jetzt auf der Ducatileiste am weitesten vorne sitzt, gewinnt das Spiel.

Oltre Mare ist und bleibt auch in der Neuauflage ein Spitzenspiel. Viel Interaktion und reichlich Möglichkeiten auch bei Kartenpech noch etwas zu "reißen" sorgen für Spannung bis zum Schluß. Irgendwie muss ich bei Oltemare immer an Bohnanza denken doch einzige Gemeinsamkeit ist die Tatsache, dass mehr Karten einer Sorte mehr Profit bringen.
Wer das schnell vergriffene Original nicht (mehr) bekommen hat, der sollte jetzt "zuschlagen"! Oltre Mare ist zum zweiten Mal hintereinander eines der Highlights der Messe in Essen.

Vielen Dank an Amigo für das Rezensionsexemplar!


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