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Der Untergang von Pompeji



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Amigo
Amigo


Autor

Klaus-Jürgen Wrede


Bild



Sonstiges:

Pompeji, die römische Stadt am Fuße des Vesuv, wurde am 24. August 79 n. Chr. durch einen Ausbruch des Vulkans völlig zerstört. Warum man ausgerechnet eine solche Naturkatastrophe zum Thema eines Spiels machen muss!? Niemand käme wohl auf die Idee ein Spiel Tsunami zu nennen aber wahrscheinlich ist es die zeitliche Distanz zum Ereignis, die solches bewirkt.
Aber abgesehen davon ist Pompeji ein sehr gutes Spiel, das in zwei Phasen unterteilt ist. In der ersten Phase werden Bewohner in die Stadt gebracht (eingesetzt), die man in der zweiten Phase wieder aus der Stadt herausbringen (ziehen) muss, um sie zu retten und dadurch Siegpunkte zu erlangen die letztlich über Sieg und Niederlage entscheiden.

Der Spielplan zeigt den Grundriss der Stadt Pompeji, umgeben von einer Stadtmauer mit Stadttoren, den einzigen Möglichkeiten in die Stadt hinein oder aus der Stadt hinaus zu gelangen. Direkt daneben der Vesuv, von dem wir wissen, dass er in Kürze ausbrechen und die Stadt verwüsten wird. Trotzdem werden die Mitspieler zunächst in Phase 1 des Spiels versuchen möglichst viele eigene Spielsteine (Bürger) in die Gebäude der Stadt zu bringen.
Dies geschieht mittels Karten, von denen jeder Spieler anfangs vier auf der Hand hat. Wer an die Reihe kommt, spielt eine dieser Karten aus, setzt in das entsprechende Gebäude einen seiner Bürger und zieht eine Karte nach. Sollte die AD-Karte gezogen werden, fängt der Vesuv an zu brodeln, was die Spieler aber (noch) nicht davon abhält, weitere Bürger in die Gebäude der Stadt einzusetzen, im Gegenteil. Nachdem die AD-Karte wieder unter die letzten 15 Karten des verdeckten Stapels gemischt wurde, gilt nun die sog. Verwandtenregel, die folgendes besagt:

Setzt man einen eigenen Bürger in ein Gebäude, in dem schon Bürger (egal welcher Farbe) stehen, dann darf man entsprechend viele weitere Bürger, die Verwandten, in gleichfarbige oder neutrale Gebäude einsetzten. Diese Verwandtenregel gilt allerdings nur beim ersten Einsetzen, es wird keine Kettenreaktion ausgelöst.

Sobald die AD-Karte zum zweiten mal gezogen wird, bricht der Vulkan aus. Für die zweite Spielphase werden keine Handkarten mehr benötigt, es kommen keine weiteren Bürger in die Stadt, vielmehr versuchen nun alle Bürger die Stadt so schnell wie möglich zu verlassen. Das Einzige, was noch in die Stadt kommt, ist die Lava. Die ersten 6 Lavaplättchen werden gleich zu Beginn dieser Phase gezogen und entsprechend ihres Symbols auf die ersten Stadtfelder gelegt, die damit unpassierbar werden und alle Bürger, die evtl. darauf standen in Jenseits, sprich in den Vulkan, befördert. Lavaplättchen des gleichen Symbols müssen immer horizontal oder vertikal zusammenhängend gelegt werden.
Ab sofort besteht der Zug eines Spielers aus dem Ziehen und Anlegen eines Lavaplättchens und dem Ziehen von zwei eigenen Spielsteinen. Durch Lava überdeckte oder eingekreiste Bürger werden sofort in den Vulkan gelegt.
Die beiden Bewegungen für Bürger werden normalerweise auf zwei verschiedene Bürger verteilt. Ausnahmen: Man hat keine zwei Bürger mehr in der Stadt oder der Bürger des ersten Zuges stand zu Beginn der Bewegung alleine auf einem Stadtfeld. Die Zugweite ergibt sich aus der Anzahl der Bürger auf dem Ausgangsfeld. Steht ein Bürger alleine, kann er sich also genau ein Stadtfeld weit bewegen. Steht er zusammen mit zwei weiteren Bürgern, egal welcher Farbe, auf einem Feld, beträgt seine Zugweite 3 Felder.
Das Ziel: Die Stadttore. Durch sie muss die Stadt verlassen werden und jeder gerettete Bürger bedeutet ein Siegpunkt. Klar, dass Lava nicht passiert werden kann!?!

Wird das letzte Lavaplättchen gezogen, beendet der aktive Spieler noch seinen Zug und anschließend damit auch das Spiel. Gewonnen hat, wer die meisten eigenen Bürger retten konnte. Bei einem Gleichstand ist derjenige siegreich, der weniger eigene Bürger im Vulkan findet.

Bis auf die Thematik ist der Untergang von Pompeji ein Klasse Spiel, das auch bis zum Ende spannend bleibt. Wer in Phase 1 etwas ins Hintertreffen gerät und weniger Bürger in der Stadt platzieren konnte, muss sich (noch) keine Sorgen machen, denn selten kann ein Spieler, der viele Bürger in die Stadt einsetzten konnte, diese auch alle wieder aus der Stadt hinausbewegen und erst dort sind sie ja bare Siegpunkte.
Sicherlich handelt es sich nicht um einen Strategiehammer, doch ich denke das war auch nicht die Zielgruppe. Als Familienspiel ist es jedenfalls bestens geeignet.

Vielen Dank an Amigo für das Rezensionsexemplar!


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