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Ra



Anzahl Spieler

Für 3 bis 5 Spieler
ab 12 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)

Weitere Bewertungen

7 Punkte (Thomas Fischer)


Verlag

Alea
Alea


Autor

Reiner Knizia
Reiner Knizia


Bild



Sonstiges:

Kaum eine Geschichte ist so fesselnd wie die Geschichte des alten Ägyptens und alleine der Gedanke, daß es das Spiel "Ra" einem ermöglicht eine Dynastie durch diese Zeitepoche zu führen hat mich auf dieses Spiel neugierig gemacht. Der Name, der diesem Spiel gegeben wurde, hat dann sein Ãœbriges getan. "Ra", der Sonnengott der alten Ägypter, welcher Name wäre geeigneter gewesen?
Ãœber drei Epochen lenken die Spieler die Geschicke einer Dynastie, ernten Ruhm und Ehre indem sie Pharaonen stellen, gewaltige Monumente errichten, die Fruchtbarkeit des Nils bestmöglich nutzen und um die Gunst der Götter werben, ohne die es mit der Macht schnell vorbei wäre. Drei Epochen, welche 2000 Jahre Ägypten widerspiegeln sollen und reichlich Aufgaben und Unvorsehbares bereithalten.
Der Ablauf der 3 Epochen gestaltet sich immer auf dieselbe Weise. Die Spieler kommen reihum zu Zug und versuchen durch die richtigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt Ruhmespunkte zu gewinnen. Diese Ruhmespunkte werden auf alten Steintafeln, sog. Stelen manifestiert und wer am Ende am meisten Ruhmespunkte vorweisen kann, gewinnt das Spiel.

Der Spielplan gliedert sich im wesentlichen in 3 Bereiche. Eine Ablagereihe für die Götterplättchen des "Ra", ein Reihe füür alle übrigen Plättchen (Monumente, Katastrophen usw.) und einen Bereich der genau die Wertungsmodalitäten widergibt, sodaß jeder Spieler jederzeit über seinen derzeitigen Punktestand informiert ist. Zwischen den beiden Ablagereihen liegt immer eine Sonne, anfangs hat sie den Wert 1, im Laufe des Spiels aber wird sich dieser Wert ändern, denn jedem Spieler steht ein Satz Sonnen mit unterschiedlichen Werten zur Verfügung und diese werden auch ins Spiel gebracht. Was es mit den Sonnen und Plättchen im einzelnen auf sich hat, erklärt sich quasi von selbst, wenn man einen Blick auf die Aktionsmöglichkeiten der Spieler, die Biet- oder Versteigerungsrunden und die Wertung wirft.
Kommt ein Spieler an die Reihe, kann er zwischen 3 möglichen Aktionen wählen, von denen aber eine Aktion ausgeführt werden muss.

Plättchen aufdecken: Sofern auf der unteren Ablagereihe noch Platz für ein Plättchen ist, darf der Spieler eines der 180 verdeckten Plättchen auswählen und umdrehen. Sollte die untere Ablagereihe bereits vollständig belegt sein, kommt es sofort zu einer "Bietrunde", doch dazu weiter unten Näheres.
Zeigt das ausgewählte Plättchen den Gott "Ra", muß dieser in der oberen Ablagereihe, die ausschließlich für die Ra-Plättchen reserviert ist, abgelegt werden und anschließend kommt es zu einer "Bietrunde". Auch hier sei wieder auf die Beschreibung weiter unten verwiesen. Sollte die Ablagereihe für die Ra-Plättchen bereits voll belegt sein, endet eine Epoche sofort (es kommt nicht mehr zu einer "Bietrunde") und es wird gewertet (auch das beschreibe ich weiter unten noch eingehend!).
Wird kein Ra-Plättchen gezogen, wird es in der unteren Ablagereihe auf den nächsten freien Platz von links gelegt und der nächste Spieler kommt zum Zug.

"Ra" rufen:
Wählt ein Spieler diese Aktion und ruft Ra an, kommt es zu einer "Bietrunde", ja, genau, das wird weiter unten beschrieben.

Götter "einsetzen":
Im Laufe des Spiels ersteigern die Spieler in den Bietrunden u. a. auch Götterplättchen. Diese können dazu verwendet werden, um bereits auf dem Spielplan (untere Ablagereihe) ausgelegte Plättchen zu nehmen, ohne daß sie in einer Bietrunde ersteigert werden müssen. Die eingesetzten Götter werden anschließend aus dem Spiel genommen und die entstanden Lücken in der unteren Ablagereihe im weiteren Spielverlauf wieder geschlossen. Nach dem Einsatz von Götterplättchen kommt der nächste Spieler an die Reihe.

Dieser Spielverlauf wiederholt sich, bis alle Spieler alle ihre (offenliegenden) Sonnen eingesetzt haben oder die Reihe mit den Ra-Plättchen voll belegt ist. In beiden Fällen endet eine Epoche und es kommt zur Wertung. Nach der dritten Epoche endet das Spiel und der Spieler mit den meisten Ruhmespunkten nach 3 Wertungen gewinnt.

Nun aber endlich zu den Bietrunden:
Der Spieler, der die Bietrunde "verursacht" hat (sei es, daß er Ra angerufen hat oder daß er ein Ra-Plättchen aufgrund einer voll besetzten Ablagereihe nicht ablegen konnte) bekommt für den Verlauf der Bietrunde die Ra-Figur.
In einer Bietrunde werden immer die in der unteren Ablagereihe abgelegten Plättchen (immer alle als Einheit) versteigert. Je nachdem welche Plättchen die Spieler in den vorherigen Runden ersteigert haben, fällt das Interesse an den Plättchen dieser Bietrunde aus, denn die meisten Ruhmespunkte lassen sich durch bestimmte Kombinationen von Plättchen gewinnen (siehe Wertung).
Der Spieler links vom Spieler mit der Ra-Figur beginnt und bietet entweder eine seiner Sonnen (mit einem bestimmten Wert) oder paßt. Reihum wird geboten oder gepaßt und der Spieler, der die höchste Sonne geboten hat, bekommt die ausliegenden Plättchen und die Sonne in der Spielplanmitte, die er im Gegensatz zu seinen anderen, noch nicht eingesetzten Sonnen verdeckt vor sich ablegt. Die verdeckten Sonnen können erst in der nächsten Epoche umgedreht und dann wieder eingesetzt werden. Die als Gebot eingesetzte Sonne wird nun in die Spielplanmitte auf den freigewordenen Platz gelegt.
Ist es zu einer Bietrunde gekommen, weil ein Spieler die Aktion "Ra rufen" gewählt hat, muß der Spieler mit der Ra-Figur eine seiner Sonnen bieten, wenn sonst kein anderer Spieler ein Gebot abgegeben hat. Anderenfalls darf der "Ra-Spieler" auch passen. Die ersteigerten Plättchen werden sortiert nach Götter-, Pharaonen-, Nil-, überschwemmungs-, Zivilisations-, Gold- und Monumentplättchen offen vor dem Spieler abgelegt.
Katastrophenplättchen müssen sofort nachdem der höchstbietende Spieler seine übrigen ersteigerten Plättchen vor sich abgelegt hat ausgewertet werden. Für ein Katastrophenplättchen müssen je nach Katastrophe zwei andere Plättchen (sofern vorhanden) abgelegt werden, und zwar 2 Pharaonen bei "Begräbnis", 2 überschwemmungen bzw. Nil-Plättchen bei "Dürre", 2 Zivilisations-Plättchen bei "Unruhe" und 2 Monument-Plättchen bei "Erdbeben".

Kommen wir nun zur Wertung:
Nicht eingesetzte Götter bringen je 2 Punkte. Der Spieler mit den meisten Pharaonen-Plättchen erhält 5 Punkte, derjenige mit den wenigsten verliert 2 Punkte. Bei Gleichständen erhalten mehrere Spieler Plus- bzw. Minuspunkte. Jedes Nil- und überschwemmungs-Plättchen bringt 1 Punkt sofern der Spieler mindestens 1 überschwemmungs-Plättchen hat. Ein Spieler der kein einziges Zivilisations-Plättchen ersteigern konnte verliert 5 Punkte. Hat ein Spieler dagegen 3, 4 oder 5 verschiedene Zivilisations-Plättchen ergattern können bringen diese 5, 10 bzw. 15 Punkte. Jedes Gold-Plättchen bringt 3 Punkte. Handelt es sich um die erste oder zweite Wertung, ist an dieser Stelle die Wertung auch schon vorbei. Alle überschwemmungs-, Zivilisations-, Gold- und Götter-Plättchen werden abgegeben und eine weitere Epoche beginnt.
Monumente und Sonnen bringen nur in der 3. und letzten Wertung Punkte. 1, 2, 3, 4, 5, 6 verschiedene Monumente bringen 1, 2, 3, 4, 5 bzw. 6 Punkte. 7 verschiedene Monumente bringen 10 zusätzliche Punkte und wer alle 8 Monumente hat, erhält 15 Punkte. Außerdem bringen 3 gleiche Monumente einen weiteren Bonus von 5 Punkten, 4 Gleiche 10 Punkte und 5 gleiche Monumente 15 Punkte.
Schließlich werden auch die Werte der Sonnen (nur bei der 3. Wertung) die ein Spieler vor sich liegen hat zusammengezählt. Wer die höchste Summe der Sonnenzahlen hat erhält 5 Punkte, der mit der niedrigsten Sonnenzahl verliert 5 Punkte.
Ist die letzte Wertung absolviert, steht der Gewinner fest. Derjenige, dessen Stelen die höchste Punktzahl aufweisen gewinnt.

Ra ist ein kuzweiliges, interaktives Spiel. Nicht ganz ohne Glücksfaktor (was mir normalerweise nicht gefällt!) aber trotdem macht es irre Spaß und erzeugt vielleicht gerade wegen dieses kleinen Glücksfaktors immer wieder eine regelrecht fühlbare Spannung. Mit "Ra" hat Ravensburg-Tochter "Alea" das Mutterhaus ganz schön in Verlegenheit gebracht. Zwar konnte Ravensburger mit "Tikal" 1999 den Titel "Spiel des Jahres gewinnen", aber es gibt sicherlich einige, denen Ra besser gefällt. Da Konkurrenz bekanntlich das Geschäft belebt, bleibt für die Zukunft aus Sicht von uns Spielern nur zu hoffen, daß diese Binsenweisheit auch im Spielebereich Gültigkeit hat.

Vielen Dank an Alea für das Rezensionsexemplar!


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