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Revolte in Rom



Anzahl Spieler

Für 2 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)



Verlag

Queen Games
Queen Games


Autor

Stefan Feld


Bild



Sonstiges:

Die spinnen, die Römer! Mal wieder ist in Rom der Teufel los und es herrscht Uneinigkeit allerorts! Und was haben wir als Spieler damit zu tun? Nun wir versuchen uns diese Unstimmigkeiten zu Nutze zu machen und das Spiel zu gewinnen. Da wird um die Gunst von Senatoren gebuhlt oder Prätorianer davon überzeugt für die eigene Sache zu kämpfen. Ob aggressiv oder lieber defensiv, viele Wege führen nicht nur nach Rom sondern auch zum Sieg. Und das ist auch gut so, denn nicht immer entscheidet man selbst darüber, wie am besten vorzugehen ist, sondern die gezogenen Karten tun das für einen.

10 Siegpunkte hat man schon bei Beginn des Spiels und bei Ende sollten es zumindest mehr sein, als der Gegenspieler erringen bzw. behalten konnte. Desweiteren hat jeder Spieler drei Aktionswürfel. Diese können während des eigenen Spielzuges jeweils einer von acht Aktionsscheiben zugeordnet werden und lösen damit eine Aktion aus. Zwei Aktionsscheiben sind mit Aktionen vorbelegt, sie bringen entweder Geld in Höhe des Wertes des Würfels der darauf platziert wird oder man darf entsprechend viele Karten ziehen, um sich eine davon für die eigene Kartenhand auszuwählen.
Die übrigen sechs Aktionsscheiben sind anfangs noch mit keiner Aktion verbunden. An diese werden im Laufe des Spiels Karten ausgespielt, welche dann die Aktion definieren. Die Zahlen auf den Aktionsscheiben geben lediglich vor, mit welchem Würfel die durch eine Karte zugeordnete Aktion gewählt bzw. aktiviert werden kann. Beispielsweise beseitigt der Attentäter eine beliebige ausgespielte gegnerische Personenkarte. Liegt der Attentäter bei der Aktionsscheibe mit der Ziffer 2, muss ein Aktionswürfel mit dem Wert 2 auf die Scheibe gelegt werden um die Funktion des Attentäters zu nutzen.
Da beide Spieler den Aktionsscheiben je eine Karte zuordnen dürfen, werden die Scheiben in einer Reihe zwischen die Spieler gelegt und jeder spielt seine Karte auf seine Seite der Aktionsscheiben aus.

Vier Karten erhalten beide Spieler zu Beginn, zwei davon müssen dem Mitspieler gegeben werden und anschließend darf jeder seine vier Karten beliebigen Aktionsscheiben verdeckt zuordnen. Aufgedeckt wird gleichzeitig und der Startspieler beginnt.
Ein Spieler am Zug muss immer zu Beginn seines Zuges soviele Siegpunkte abgeben, wie er unbesetzte Aktionsscheiben hat, also Scheiben, an denen keine eigene Karte angelegt ist. Im ersten Zug des Startspielers also zwei. Und schon ist klar, warum die Spieler schon mit einem Siegpunktepolster ins Spiel starten. Anschließend wird mit den drei Aktionswürfeln gewürfelt und diese werden dann passenden Aktionsscheiben zugeordnet und die entsprechende Aktion ausgeführt.
Karten, die man auf der Hand hat, dürfen gegen Bezahlung des aufgedruckten Preises ausgespielt und beliebigen Aktionsscheiben zugeordnet werden. Sie können immer zusätzlich zum Einsatz der Aktionswürfel innerhalb eines Spielzuges ausgespielt werden. Zwar ist es sinnvoll zunächst alle Scheiben mit Karten zu besetzen, damit am Anfang des nächsten Zuges nicht zwingend Siegpunkte abgegeben werden müssen, aber das ist kein Muss. Karten dürfen auch an Scheiben angelegt werden, an die bereits eine Karte angelegt wurde. Die "alte" Karte kommt dann auf den Ablagestapel und die Neue wird angelegt. Dies ist auch nicht selten sinnvoll. Beispielsweise entfalten einige Gebäude nur an der richtigen Position ihre Wirkung und manche Karte kann nur die gegenüberliegende Karte des Mitspielers angreifen. Soll also ganz gezielt eine bestimmte Karte des Gegenspielers angegriffen werden, muss die eigene Karte, die dies ermöglicht, oft auch an der richtigen Stelle liegen. Manchmal liegt da schon eine eigene Karte und man ersetzt diese lieber bevor man die ausgespielte Karte an einer Position hat, an der sie keinen Sinn macht.

Einige wenige Karten benötigen mehr oder weniger als einen Würfel um aktiv zu sein. Das Forum beispielsweise muss mit einem passenden Würfel aktiviert werden und dann wird noch ein unbenutzter Würfel benötigt, der die Siegpunkte, die der Spieler für das Forum bekommt, angibt. Der Wachturm muss gar nicht erst aktiviert werden, er erhöht die Verteidigungswerte der eigenen Karten immer um 1.
Da wir gerade bei Verteidigungswerten sind. Jede Karte hat einen solchen und sollte sie durch den Gegenspieler angegriffen werden (Aktivieren einer entsprechenden Karte), gibt sie den Wert vor, den der Angreifer mindestens erreichen muss, damit der Angriff erfolgreich ist und die angegriffene Karte entfernt werden muss. Sollte der Angriff fehlschlagen, so hat das abgesehen von einem "verschwendeten" Aktionswürfel keine weiteren negativen Auswirkungen für den Angreifer.

Wurden alle Aktionswürfel eingesetzt, kommt der Gegenspieler an die Reihe und so verläuft das Spiel bis entweder ein Spieler keine Siegpunkte mehr besitzt oder der letzte Siegpunkt aus dem Vorrat an einen Spieler vergeben wird. Gewonnen hat dann, wer die meisten Siegpunkte besitzt.

Revolte in Rom ist ein Zweipersonenspiel mit sehr einfachen Regeln und doch braucht es ein oder zwei Partien um die Möglichkeiten und Kombinationen der einzelnen Karten kennen zu lernen. Taktische Möglichkeiten gibt es auf jeden Fall, auch wenn man natürlich zum größten Teil auf die Würfel und das damit verbundene Würfelglück bzw. Glück beim Kartenziehen angewiesen ist.
Der Turm - so man ihn denn einsetzen will - ist beispielsweise am besten bei einer Aktionsscheibe mit hohem Wert aufgehoben. Da er nie aktiviert werden muss kann man jeden Aktionswürfel mit einer 6 dann für das Kartenziehen bzw. für die Geldbeschaffung verwenden und das ist immer vorteilhafter, als Aktionswürfel mit niedrigeren Werten dafür zu verwenden. Im Gegenzug ist es besser Karten, die man häufiger nutzen möchte und die aktiviert werden müssen, an niedrige Aktionsscheiben anzulegen, damit die Hochwertigen Aktionswürfel nicht dafür "verschwendet" werden müssen und besser für den Karten- und Geldnachschub genutzt werden können. Auch den Händler - sollte er dem Mitspieler in die Hände geraten - gilt es im Auge zu behalten. Für je zwei Sesterzen kann einem der Konkurrent mit dieser Karte die Siegpunkte "wegkaufen" und das bedeutet nicht selten die Niederlage, denn Geld ist relativ leicht beschafft, nicht aber Siegpunkte. Der erfahrene Spieler hat folglich immer etwas Angriffspotential auf der Hand bzw. die Möglichkeit dieses gegen den Händler einzusetzen und dadurch nicht durch einen "faulen" Handel frühzeitig über den Tisch gezogen zu werden.
Wer so gar kein Glück beim Würfeln hat wird sicherlich nicht gewinnen aber man sollte dann zumindest versuchen Karten wie den Konsul, mit dem man Würfelergebnisse beeinflussen kann oder den Schauspieler, der andere Personenkarten bzw. deren Funktion "kopieren" kann und somit die Chance eine bestimmte Funktion einer Personenkarte einsetzen zu können verdoppelt, auf die Hand zu bekommen. Der Seher ist dabei gern behilflich oder das Äskulapinum. Es gibt also zumindest Möglichkeiten, dem Glück hin und wieder auf die Sprünge zu helfen. Manchmal klappt das aber auch nicht.

Die Glückskomponente im Spiel ist zwar stark vertreten, sorgt aber auf der anderen Seite auch dafür, dass selten eine Partie der anderen gleicht. Festgefahrene Taktiken gibt es eigentlich nicht. Es gewinnt, wer Glück und eine den zur Verfügung stehenden Karten am besten angepasste Taktik hat. Auf jeden Fall ist Revolte in Rom ein Spiel dem man die Chance geben muss es kennenzulernen. Erst die mehr oder weniger gute Kenntnis der Karten führt dazu, dass man sich den Würfeln nicht mehr völlig und ausschließlich ausgesetzt fühlt, denn das wäre für mich kein lohnenswertes Spiel. Und Revolte in Rom kommt sicherlich noch öfter auf meinen Spieletisch denn mir gefällt die kurzweilige Mischung aus Taktik und Glück trotz des höheren Glücksanteils sehr gut. Allerdings bin ich mir auch sicher, dass Revolte in Rom noch wesentlich besser hätte sein können. Etwas weniger Glück und keine "Killerkarten" wie z.B. der Händler und es wäre perfekt. Vielleicht läßt sich da auch einiges durch Erweiterungen in Form von neuen Gebäude- und Personenkarten korrigieren oder ausgleichen. Wir werden sehen.

Vielen Dank an Queen Games für das Rezensionsexemplar!


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