Holgs Spieleteufel       Würfel Teufel



  Startseite
  Editorial / Impressum
  News
  Rezensionen
  Forum (inkl. Ringkriegbereich)
  Meine Top Ten
  Spielecharts
  Spieleevents
  Wunschliste
  Verkaufsliste
  Zitate zum Thema Spiele
  Schweinfurter Spieletage
  Schweinfurter Spieletreff
  Blackjack
  Lieblingscasino
  Novoline Spiele
  Onlinecasiontest
  Links
  Counterstatistik
  RSS-Feed
  Awards
  holger.kiesel@spieleteufel.de
  Datenschutzerklärung
  Follow me on
  
   


 
   

Runebound



Anzahl Spieler

Für 2 bis 6 Spieler
ab 12 Jahre


Spieldauer

Ca. 180 bis 240 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Fantasy Flight Games
Fantasy Flight Games


Autor

Martin Wallace,
Darrell Hardy


Bild



Sonstiges:

Seit der recht eindrucksvollen "Rückkehr der Helden" haben diese sich in der Welt der Brettspiele so richtig festgesetzt und sind eigentlich nicht mehr wegzudenken. Da wurden Drachen bezwungen und sogar vor der Unterwelt wurde nicht Halt gemacht doch all diese Spiele oder Erweiterungen stammten vom selben Verlag, aus derselben Feder. Jetzt gibt es auch von Fantasy Flight Games ein Spiel mit "heldenhaften" Thema, genannt "Runebound".
Vielleicht sollte ich es gleich vorneweg erwähnen: Ich liebe Fantasy! Der eine oder andere mag da jetzt so seine Zweifel haben, was meine Objektivität gegenüber diesem Spiel angeht, aber welche Rezension oder Spielebewertung ist schon objektiv? Nun gut.

Ein dunkler Herrscher sorgt für Unruhe bzw. wird es bald, wenn es nach dem Nekromant Vorakesh geht, der diesen wiederzubeleben versucht und dies gilt es zu verhindern. Alternativ ist es für den Spielsieg auch ausreichend drei Drachenschuppen zu finden, denn hinter eben diesen ist auch der Nekormant her. Doch beides sind zu Begin noch zu ehrgeizige Ziele, denn man beginnt mit einem relativ schwachen Helden, der noch über recht wenig Kampferfahrung verfügt und kaum eine Chance haben dürfte.
Aber das lässt sich ja ändern und genau aus diesem Bestreben besteht das Spiel hauptsächlich. Es gilt Erfahrung durch das Bestehen von Abenteuern zu bekommen, mit der man seine Kampffähigkeiten (Fernkampf, Nahkampf, Magiekampf) verbessern, sprich seine Grundwerte erhöhen kann.

Damit die zwei bis sechs angehenden Helden ihre Erfolgschancen bei den einzelnen Abenteuern einigermaßen abschätzen können, sind diese in verschiedenen Farben auf verschiedenen Kartenstapeln zu finden. Entsprechendfarbige Chips, die auf der Rückseite die Erfahrungspunkte zeigen, die man beim Bestehen des Abenteuers bekommt, werden auf die entsprechend markierten Felder des Spielplans verteilt.
Grüne Abenteuer sind für den Anfang genau das Richtige. Sie gehören zur Kategorie "leicht" und sind für fast alle Helden lösbar. Wer noch sicherer gehen will, der besorgt sich noch in einer der Städte eine passende Waffe oder gar einen Gefährten, der einen im Kampf unterstützt, aber das kostet Zeit und Geld. Letzteres steht nur sehr begrenzt zur Verfügung und ersteres hängt hauptsächlich von den Konkurrenten ab. Lassen diese es ruhig angehen kann man eher auf Nummer sicher gehen. Denn schafft es einer der Helden einen zu grossen (Erfahrungs-)Vorsprung herauszuarbeiten, wird es sehr schwer für die anderen.

Wer dann schon einige Erfahrung und Gold gesammelt und dieses in Kampffertigkeiten und/oder Waffen bzw. Gefährten investiert hat und sich stark genug fühlt, der nimmt sich nun die gelben Abenteuer vor, die dann schon etwas anspruchsvoller sind. Schließlich gibt es noch die Schwierigkeitskategorie blau bis man sich letztendlich an die roten Abenteuer wagen kann und sollte, unter denen man dann auf die spielentscheidenden Drachenschuppen bzw. den dunklen Herrscher trifft.

Ausgangspunkt ist für alle Helden die Ortschaft Tamalir, ziemlich in der Mitte des Spielplans. Man bewegt sich vorwärts, in dem man, je nach Erschöpfung und/oder Treffern, die man hinnehmen musste, bis zu fünf Würfel mit Geländesymbolen wirft. Will man sich nun von seinem Startfeld auf ein benachbartes Geländefeld bewegen, muss man auch das entsprechende Landschaftssymbol erwürfelt haben und diesen Würfel dafür einsetzen.
Beendet man seinen Zug auf einem Abenteuerchip, wird eine entsprechende Abenteuerkarte, die das Geschehen recht ausführlich und stimmungsvoll beschreibt, gezogen. Hier können auch zufällige und alle Abenteuerer betreffende Ereignisse gezogen und damit aktiv werden, aber in jedem Fall kommt es auch zu einer Begegnung, einem Kampf. Dieser wird in Runden ausgetragen, wobei zu Beginn jeder Runde die Möglichkeit zur Flucht besteht. Wird gekämpft, dann nacheinander in allen Bereichen, dem Fernkampf, dem Nahkampf und dem Magiekampf. Man entscheidet jede Runde neu, in welcher der Kampfarten man angreift und in welchen man verteidigt. Nur in der Kampfart, die man für den Angriff wählt - und das darf pro Runde grundsätzlich nur eine sein - teilt man auch Schaden aus. In den anderen Kampfarten versucht man nur eigenen Schaden zu verhindern.
Jeder Kampf wird mit zwei Kampfwürfeln ausgetragen, wobei der erwürfelte Wert zuzüglich der eigenen Kampffähigkeit in dieser Kampfkart mindestens dem auf der Karte angegebenen Wert ereichen sollte, sonst drohen Schadenspunkte, von denen eine zu grosse Zahl (abhängig vom gewählten Charakter) zu einem viel zu frühen Ableben führen. Glücklich kann sich schäzten, wer eine schlagkräftige Waffe, Rüstung oder ein magisches Relikt mit sich führt oder einen, besser noch zwei, Gefährten an seine Seite hat. Letztere können Kämpfe in den Kampfarten, in denen man beispielsweise nicht so fit ist, für einen übernehmen, was entweder den Gegner schadet oder Schaden von einem selbst abhält, da ihn der Kampfgefährte einstecken muss.
Hat man schließlich dem Gegner mehr Schaden zugefügt, als dieser verkraften kann, erhält man die Belohnung, welche die Abenteuerkarte vorsieht und den Abenteuerchip, der auf der Rückseite Erfahrungspunkte zeigt. Klar, je schwieriger ein Abenteuer, desto mehr Erfahrungspunkte gibt es.

Immer dann, wenn die gesammelten Erfahrungspunkte einen von der Mitspielerzahl abhängigen Wert erreichen, kann man diese Erfahrungspunkte in Kampffähigkeiten einer bestimmten Art oder erhöhte Ausdauer oder Lebenskraft usw. investieren, um so baldmöglichst für schwierigere Aufgaben gewappnet zu sein.

Wer als erster drei Drachenschuppen oder den dunklen Herrscher besiegt hat, der gewinnt das Spiel. Alles ist also letztlich ein Wettlauf. Nicht zu früh an zu schwierige Aufgaben heranzugehen ist wichtig, genauso wichtig, wie die schweren Aufgaben auch nicht zu spät anzugehen, denn sonst erringt mindestens ein Konkurrent einen evtl. nicht mehr einzuholenden Vorsprung. Also ganz ohne Risiko wird es nicht gehen und zur Not kann man auch mal einen Konkurrenten direkt angreifen, um ihm eine "wertvolle" Waffe anzujagen, wobei man sich so natürlich keine Freunde macht.

Runebound ist ein stimmiges und klasse ausgestattetes Spiel, das auch prima alleine mal ausprobiert werden kann. Allerdings kommt es mit steigender Spielerzahl schon zu erheblichen Wartezeiten. Der Kampf eines Helden kann schon über so einige Runden gehen, bis er entschieden ist und wenn dann fünf Spieler am Zug sind, bis man selbst wieder etwas unternehmen kann, muss man schon ein grosser Fantasy-Anhänger sein, um durchzuhalten. In kleinen Besetzungen hingegen kommt dieser Nachteil nicht bzw. nur in geringerem Maße zum Tragen dafür sinkt die Wahrscheinlichkeit von Interaktion aber es beschert einem einen stimmungsvollen, spannenden Spieleabend.
Meine Bewertung ist eigentlich eine zweigeteilte. Einmal das Spiel mit 4 oder mehr Spielern (nur 4 Punkte) und einmal das Spiel mit max. drei Spielern (7 - 8 Punkte).

Vielen Dank an Fantasy Flight Games für das Rezensionsexemplar!


Ähnliche Spiele:
(Fantasy)

Der Herr der Ringe - Der Ringkrieg
Der Herr der Ringe - Die Schlachten des dritten Zeitalters
Magic - Die Zusammenkunft
Middle Earth - The Wizzards
Paladine & Drachen
Descent - Quelle der Finsternis
Small World

weitere Treffer...


Spiele vom selben Autorenteam:
(Martin Wallace, Darrell Hardy)

Keine Spiele vom selben Autor
in der Datenbank gefunden !


Spiele vom selben Verlag:
(Fantasy Flight Games)

Tide of Iron


Spiele vom selben Jahrgang:
(2005)

Caylus
Der Herr der Ringe - Die Schlachten des dritten Zeitalters
Dungeon Twister
Mesopotamien
Indonesia
Antike
Schatten über Camelot

weitere Treffer...