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Taluva



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 bis 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)



Verlag

Hans im Glück
Hans im Glück


Autor

Marcel Andre,
Casasola Merkle


Bild



Sonstiges:

Gerade in der Zeit unmittlebar nach einer Messe in Essen könnte ein Spiel mit einem Südsee-Insel-Thema einen zusätzlichen Reiz auf den einen oder anderen Spielefreund ausüben. Es wird kälter, die Nächte länger, wer träumt da nicht von einem Inselurlaub mit viel Sonne?! Das Spiel selbst kann einem zwar nicht den Erholungseffekt eines Urlaubes verschaffen, holt einen aber zumindest mal ca. 30 Minuten aus dem Alltag heraus und das ist ja schon mal ein guter Anfang.

Eine Insel entsteht und es wäre geradezu Verschwendung, würde sie nicht bewohnt werden. Daher sorgen die zwei bis vier Mitspieler für beides, für das Anwachsen der Landmasse dieser Insel und für die Errichtung von Hütten, Türmen und Tempeln. 20 Hütten, drei Tempel und zwei Türme stehen jedem Spieler zum Verbauen zur Verfügung und in jedem Spielzug muss nach dem legen eines Landschaftsplättchens auch eines dieser Bauwerke errichtet werden.

Kommt ein Spieler an die Reihe, zieht er zunächst ein Landschaftsplättchen und vergrössert damit die Insel. Das Landschaftsplättchen, welches aus drei zusammengesezten sechseckigen Landschaftsteilen (Vulkan, Dschungel, Lichtung, See, Gebirge) besteht, vergrössert entweder die bestehende Insel durch Anlegen oder bewirkt ein Anwachsen in die Höhe, wenn es auf bereits ausliegende Landschaftsplättchen gelegt wird.
Letzteres ist aber nicht so ohne weiteres möglich. Jedes Landschaftsplättchen hat in einem der drei Landschaftsteile einen Vulkan und soll die Insel nun in die Höhe wachsen, muss dieser Vulkanteil auf einen anderen Vulkan gelegt werden und zwar derart, dass das Landschaftsplättchen nicht genau deckungsgleich zum darunterliegenden ist.
Hütten können durch so einen Vulkanausbruch, denn so nennt sich das Anwachsen der Insel in die Höhe, zerstört werden, Tempel und Türme allerdings nicht.

Der Verlust von eigenen Hütten hört sich drastisch an, da man möglichst schnell möglichst viele Gebäude errichten will, aber tatsächlich ist es (meist) halb so wild. Zerstörte Hütten werden nicht in den Vorrat der Spieler zurückgelegt, sie kommen ganz aus dem Spiel, müssen also nicht erneut gebaut werden. Allerdings kann eine solche Zerstörung auch nicht ganz ohne negative Wirkung bleiben, wenn beispielsweise die Grösse einer Siedlung auf unter drei Felder zurückgeht und noch kein Tempel errichtet wurde, doch dazu später.

Ist das Landschaftsplättchen untergebracht, muss auch eines der eigenen Gebäude auf der Insel errichtet werden, nicht zwingend auf dem eben gelegten Landschaftsplättchen aber keinesfalls auf einem Vulkan. Wird eine neue Siedlung gegründet, indem eine Hütte alleinestehend eingesetzt wird, so darf das nur auf der untersten Ebene geschehen. Alternativ kann eine bestehende Siedlung jederzeit ausgebaut werden, wobei hierfür eine zur Siedlung benachbarte Geländeart gewählt wird und auf jedes zu dieser Siedlung benachbarte Feld der gleichen Geländeart Hütten eingesetzt werden. Eine Hütte, wenn sich das Feld in der ersten Ebene befindet, zwei Hütten in der zweiten Ebene usw.
Auf diese Weise kann eine Siedlung also auch um mehrere Felder und Hütten innerhalb eines Spielzuges anwachsen.

Eine Siedlung die mindestens drei Inselfelder umfasst kann auch um einen Tempel erweitert werden. Allerdings darf in dieser Siedlung noch kein Tempel vorhanden sein. Durch späteres Zusammenwachsen von Siedlungen kann es zwar dazu kommen, dass mehrere Tempel in einer Siedlung sind, was aber kein Problem darstellt. Der Zeitpunkt des Tempelbaus ist entscheidende, nur zu diesem Zeitpunkt darf sich kein weiterer Tempel in der Siedlung befinden.

Und schließlich wären da noch die Türme die in jeder Siedlung errichtet werden können, die noch keinen Turm hat und die an ein Feld angrenzen, das in der dritten Ebene liegt.

Ganz entscheidend, wenn auch erst gegen Spielende relevant, ist die Tatsache, dass ein Spieler der nicht bauen kann sofort auscheidet und das Spiel nicht mehr gewinnen kann. Wer also allzu sorglos seine Hütten verbaut kann sehr schnell in die Situation geraten, dass aufgrund der Bauvoraussetzungen weder Tempel noch Turm errichtet werden können und die Hütten langsam knapp werden.
Andererseits kann man ein Spiel vorzeitig gewinnen, wenn man zwei seiner drei Gebäudearten verbaut hat, also beispielsweise alle Tempel und sämtliche Hütten. Zu knausrig beim Hütteneinsatz darf man also auch nicht sein und kann das auch nicht, da man für drei Tempel mindestens drei Siedlungen der Grösse drei haben muss und für die Türme seine Siedlungen per Hütten mindestens auf die zweite Ebene bringen muss, und dort werden ja pro Feld schon zwei Hütten eingesetzt.

Regulär endet ein Spiel in der Runde, in der das letzte Landschaftsplättchen gelegt wird. Wer dann die meisten Tempel verbaut hat, gewinnt. Bei Gleichstand werden die verbauten Türme berücksichtigt und sollte immer noch kein Sieger feststehen, geben die verbauten Hütten den Ausschlag.

Unsere erste Runde Taluva verlief etwas, wie soll ich sagen, farblos. Jeder war ausschließlich darauf bedacht möglichst schnell seine Tempel zu errichten, was ja eigentlich auch kein grösseres Problem darstellt, und so baute jeder vor sich hin, ohne links oder rechts zu schauen. Nach den Tempeln galt es nur noch möglichst schnell alle Hütten zu verbauen, fertig. Letztlich war der Glücklichere derjenige, der passende Landschaftsplättchen zog und seine Siedlung(en) schneller wachsen lassen konnte um möglichst schnell drei Siedlungen der für die Tempel passenden Grösse zu haben und die Hütten zu verbauen.
Die späteren Partien waren dann aber schon spannender. Es wurde mehr darauf geachtet, was der/die Mitspieler gemacht haben und so konnte mit einem geschickten Vulkanausbruch schon mal der eine oder andere Tempelbau eines Mitspielers entscheidend verzögert werden. Dieses hatte dann zur Folge, dass auch mehr auf die "Verteidigung" geachtet wurde, also Landschaftsplättchen und Gebäude so gesetzt wurden, dass sie nicht (so leicht) einem Vulkanausbruch zum Opfer fallen konnten usw.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man Taluva möglicherweise mehr als eine Chance geben muss, was aufgrund der recht kurzen Spieldauer von selten mehr als 30 Minuten aber kaum Probleme machen dürfte. Schließlich entdeckt man die taktischen Möglichkeiten, die Taluva insbesondere im Spiel zu zweit bietet und fühlt sich kurzweilig und spannend unterhalten.

Vielen Dank an Hans im Glück für das Rezensionsexemplar!


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