Holgs Spieleteufel       Würfel Teufel



  Startseite
  Editorial / Impressum
  News
  Rezensionen
  Forum (inkl. Ringkriegbereich)
  Meine Top Ten
  Spielecharts
  Spieleevents
  Wunschliste
  Verkaufsliste
  Zitate zum Thema Spiele
  Schweinfurter Spieletage
  Schweinfurter Spieletreff
  Blackjack
  Lieblingscasino
  Novoline Spiele
  Links
  Counterstatistik
  RSS-Feed
  Awards
  holger.kiesel@spieleteufel.de
  Datenschutzerklärung
  Follow me on
  
   


 
   

Die Säulen von Venedig



Anzahl Spieler

Für 2 bis 6 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 45 bis 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

5 Punkte (HOlg)



Verlag

Goldsieber
Goldsieber


Autor

Knut Happel,
Christian Fiore


Bild



Sonstiges:

Eine auf Pfählen errichtete Stadt ist Gegenstand der Goldsieberneuheit "Die Säulen von Venedig". Gut, Thema eines Spiels ist Venedig nicht zum ersten Mal, aber die Möglichkeit diese Stadt selbst und neu zu errichten war den Spielebegeisterten meines Wissens bisher noch nicht, auf jeden Fall schon länger nicht mehr, möglich.

Der Spielplan zeigt die noch unberührte Lagune von Venedig. Hier werden zunächst Pfähle platziert auf denen schließlich Gebäude errichtet werden können und dafür gibt es Punkte. Zwei bis sechs Spieler nehmen hierzu die Hilfe von venezianischen Personen in Form von Karten in Anspruch. Fünf Karten hat jeder Spieler immer auf der Hand und jede Runde wählen alle zunächst verdeckt eine dieser Karten aus.
Da gibt es den Ratsherrn um sich Gebäude zu sichern, Pechtunker um die für den Gebäudebau benötigten Pfähle ins Spiel zu bringen, Bauherren um eigene Gebäude zu errichten und noch einige weitere, wobei die Genannten die Wichtigsten sind, die auch in jeder Spielbesetzung vorkommen. Die genaue Anzahl an Personen bzw. deren Anzahl ergibt sich ansonsten durch die Mitspielerzahl. So sind im Spiel zu sechst beispielsweise mehr Baumeister im Spiel als bei nur zwei Mitspielern und bestimmte Charaktere wie z.B. der Erfinder tauchen im Zweipersonenspiel gar nicht auf.

Die von den Spielern gewählten Handkarten werden gleichzeitig aufgedeckt und beginnend mit dem Startspieler werden die entsprechenden Aktionen ausgeführt. So kommen Pfähle ins Spiel, werden Gebäude gebaut und auch wieder abgerissen (Saboteur) und die Spieler kommen zu Punkten. Die gibt es einmal für das Errichten von Gebäuden (je grösser, je mehr Punkte und wenn Gebäude an Gebäude bzw. Plätze an Plätze angrenzen gibt es Sonderpunkte) und dafür, dass ein Mitspieler Säulen für den Bau benutzt, auf denen ein eigener Spielstein lag. Mit dem Einsetzen von Säulen bzw. Pfählen durch den Pechtunker wird dem entsprechenden Spieler nämlich auch erlaubt, einige dieser Säulen mit eigenen Spielsteinen zu besetzen und jedesmal wenn ein solcher Spielstein durch Überbauen von einem anderen Spieler entfernt wird, bringt das drei Siegpunkte.
Und schließlich ist da noch die Gondel im Canale Grande, auf der mit der entsprechenden Karte ebenfalls ein Spielstein eingesetzt werden kann, welcher solange er auf der Gondel sitzt immer dann zwei Siegpunkte einbringt, wenn ein Gebäude, von wem auch immer, angrenzend zum Canale Grande errichtet wird.

Hatte jeder Spieler die Möglichkeit seine Aktion auszuführen, wechselt der Startspieler sofern eine Karte mit dem entsprechenden Symbol ausgespielt wurde und alle ausgespielten Karten wandern nach links um einen Spieler weiter, der sie auf die Hand nimmt und in seinem nächsten Zug einsetzen kann. So ist sichergestellt, dass jeder Spieler immer fünf Karten für seine nächste Aktion zur Auswahl auf der Hand hat und jeder mal in den Genuss der "wichtigen" Karten kommt.

Sobald die letzte Säule durch einen Pechtunker auf dem Spielplan eingesetzt wurde, endet das Spiel.

Die Säulen von Venedig erfordern taktisches Gespür sind aber kein Taktikhammer. Mit etwas Erfahrung kann man aber etwas taktischer Spielen, man kann einfach besser einschätzen was wohl als nächstes passieren könnte.
Wurde oft der Ratsherr eingesetzt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass nun bald gebaut wird. Zeit sich für den Pechtunker zu interessieren um die Konkurrenz zu nötigen die eigenen Säulen zu verwenden, damit man auch dann, ohne eigene Baumöglichkeit mitprovitieren kann. Oder man widmet sich der Gondel im Canale Grande, insbesondere wenn die potentiellen Bauplätze an diesen angrenzen, denn Punkten auch wenn man selbst gerade nicht Bauen kann, ist das A und O im Spiel und entscheidet sehr wahrscheinlich über Sieg und Niederlage.

Alles in allem sind die Möglichkeiten des Spiels aber letztlich doch sehr begrenzt. Motor des Spiels sind Karten und letztlich hauptsächlich drei der vorhandenen Kartenarten. Der Pechtunker, damit Säulen ins Spiel kommen, der Ratsherr, damit man über Gebäude zum Bauen verfügt und schließlich der Notar bzw. die Bauherren, damit man seine Gebäude bauen und Punkten kann. Alle anderen Aktionen sind nett, manchmal sinnvoll insbesondere wenn die Kartenhand keine besser Option eröffnet, oft aber letztlich ein Zeitverlust, der gut überlegt sein will. Eine Runde auf eine der Hauptcharaktere verzichten nur um einen Spielstein auf die Gondel setzen zu können ist oft zu wenig. Als Startspieler lohnt sich die Gondel wohl noch am meisten, da man sofort seinen Spielstein auf die Gondel setzt und schon in der laufenden Runde bei den Gebäuden mitprofitieren kann. Aber dann sollte gleichzeitig auch die Bauwahrscheinlichkeit recht hoch sein, denn sonst gibt es eigentlich immer bessere Alternativen.

Sehr interessant ist es eigentlich immer Startspieler zu sein. Als Startspieler darf man vor dem verdeckten Ausspielen einer Karte bei einem Mitspieler eine Karte ziehen und gibt diesem eine eigene, die man nicht benötigt. Das eröffnet einem zumindest die Chance auf eine sinnvolle Aktion, wenn man mal gerade nur unbrauchbare Karten auf der Hand hält. Und dann ist natürlich klar, wer zuerst kommt...
Manchmal sind Bauplätze knapp und insbesondere diejenigen, bei denen die Konkurrenz nicht oder nur wenig mitgewinnt. Wollen viele Bauen kommen sicherlich nicht alle zum Zug.

Der Saboteur ist am sinnvollsten, wenn man ein Gebäude beseitigen kann, das nicht sofort von einem Mitspieler wieder bebaut werden kann, es sei denn man ist lediglich an den Punkten für das Nutzen eigener Säulen durch die Mitspieler interessiert. Aber das ist aus meiner Sicht Verschwendung, denn durch Errichten eigener Gebäude ist in der Regel mehr verdient.
Spass macht eigentlich immer der Spion, mit dem man einem Spieler ganz gezielt eine Karte wegschnappen kann, beispielsweise auch die gerade zuvor an ihn abgegebene, oder eine von der man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weiss, dass er sie im nächsten Zug gut brauchen kann.

Die Säulen von Venedig sind ein ganz nettes Spiel, dem es ein bisschen an Langzeitmotivation mangelt. Es macht Anfangs und ein Weilchen Spass, verliert dann aber schnell an Reiz.

Vielen Dank an Goldsieber für das Rezensionsexemplar!


Ähnliche Spiele:
(Familienspiel, Taktik)

Dschunke
Java
La Citta
Löwenherz
Caylus
Mexica
Puerto Rico

weitere Treffer...


Spiele vom selben Autorenteam:
(Knut Happel, Christian Fiore)

Saba - Palast der Königin


Spiele vom selben Verlag:
(Goldsieber)

Big City
Africa
Goldland
Kardinal & König
Pfeffersäcke
Entdecker
Doge

weitere Treffer...


Spiele vom selben Jahrgang:
(2006)

Paladine & Drachen
Descent - Reise ins Dunkle
Imperial
Bison
Space Dealer
Die Säulen der Erde
Blue Moon City

weitere Treffer...