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San Francisco



Anzahl Spieler

Für 3 bis 5 Spieler
ab 12 Jahre


Spieldauer

Ca. 90 Minuten


Bewertung (max. 10)

5 Punkte (HOlg)



Verlag

Amigo
Amigo


Autor

Thorsten Löpmann,
Andreas Wetter


Bild



Sonstiges:

An was denkt man zuerst, wenn man den Namen San Francisco hört? Die Golden Gate Bridge, Alcatraz, die Straßenbahnen, an viele berühmte Kino- und Fernsehverfilmungen oder doch an die Blumenkinder der 70er Jahre? Wie auch immer, die Stadt machte auch durch weniger erfreuliche Ereignisse Schlagzeilen.

Im April 1906, suchte diese Stadt ein tragisches Erdbeben heim und San Francisco mußte wieder aufgebaut werden.
Das Spiel versetzt seine Mitspieler nun in die Zeit zurück und konfrontiert sie mit dieser Problematik des Wiederaufbaus. Als ob das nicht schon Aufgabe genug wäre, muß dieser Wiederaufbau auch noch quasi um die Wette erfolgen, denn nur wer am meisten (wertvolle) Stadtviertel aufbaut gewinnt das Spiel.

Der Spielplan zeigt u. a. eine Art Stadtplan von dem in einzelne Stadtviertel unterteilten San Francisco. Diese Stadtteile gehören einem von 6 möglichen Vierteltypen (Wohn-, Villen-, Markt-, Freizeit-, Büro- und Fabrikviertel) an, welche demjenigen Spieler, der es wieder errichtet je nach Viertel Punkte bringen. Doch wie entscheidet sich, wer ein Stadtviertel wieder aufbauen darf?

Die Viertel sind quadratisch und damit hat jedes Viertel 4 Seiten. Jedesmal wenn ein Spieler ein Baurecht für ein Viertel erworben hat, darf er eines seiner Stäbchen an eine noch freie Seite eines mit dem Baurecht übereinstimmenden Viertels anlegen. Sobald ein Spieler die Mehrheit hat, also 3 Seiten um ein Stadtviertel mit eigenen Stäbchen belegen konnte, gilt das Viertel als hergestellt, das Plättchen wird umgedreht und die Punkte werden vergeben. Manches Viertel grenzt an einen Park und diese Seite wird dann nicht berücksichtigt d.h. man hat hier bereits die "Mehrheit", wenn man zwei eigene Stäbchen gelegt hat.

Jetzt wissen wir schon, wer ein Stadtviertel wieder aufbauen darf, nämlich durch eine Mehrheit eigener Stäbchen an diesem Viertel. Wie man nun eine solche Mehrheit erreichen kann ist noch unklar, aber nicht mehr lange!

Die Mehrheit bekommt man durch den Erwerb von Baurechten. Diese kann man durch den Einsatz von Einflußpunkten, durch investieren von Schecks oder durch eine Kombination von Optionskärtchen und Schecks bekommen. Welches dieser Mittel man sich bedienen kann gibt in jeder Runde eine Ausschreibungskarte vor. Diese gibt an, an welcher Art Stadtviertel gebaut werden darf, ob Einfluß oder Schecks zum Einsatz kommen und auch wieviele Spieler bauen dürfen.

Aber egal auf welche Art und Weise man sich Baurechte sichert, die Vorräte werden schnell knapp. Sichert man sich ein Baurecht durch eine Einflußkarte, muß man entsprechend dem Wert der ausgespielten Karte Punkte auf der Einflußleiste zurückgehen. Die 30 Punkte bei Spielbeginn sind schnell aufgebraucht und sollten sinnvoll eingesetzt werden. Die Schecks, naja, wie das so mit Schecks ist, sie sind leicht ausgegeben aber schwer zu bekommen!

Jedesmal wenn nach einer Vergabe von Baurechten mindestens ein Stadtviertel erreichtet wurde, wird eine Ereigniskarte gezogen und beginnend mit dem Feld welches das Jahr 1907 repräsentieret abgelegt. Die Ereignisse gelten für alle Spieler gleichermaßen und können auch Nachschub an Einflußpunkten oder/und Schecks bringen.

Diese Ablagetabelle für die Ereignisse ist im Grunde auch die Spielfortschrittsleiste. Sobald auf das Jahr 1918 eine Ereigniskarte gelegt wird, ist das Spiel beendet und der Gewinner ist auf der Prestigeleiste am weitesten oben, hat also mehr als alle anderen zum Wiederaufbau von San Francisco beigetragen.

Leider verspricht der Name des Spiels letztlich meines Erachtens mehr als das Spiel hält. Nach einer Spielerunde verblaßt die Erinnerung an das Spiel zumindest bei Spielern, die nicht viel mit Versteigerungen und/oder Bluff am Hut haben, schnell auf den Stand der Rückseiten der Stadtviertel-Kärtchen, die sich sehr verwirrend ähneln bzw. nur schwer zu unterscheiden sind.
Die geltend gemachten Baurechte in Form von Stäbchen um die Stadtviertel herum wirken eher wie Straßenabschnitte und es fällt etwas schwer, hier den Wiederaufbau eines Stadtviertels zu erkennen.
Der variable Spielplan (die Stadtviertelplättchen werden bei Spielbeginn jedesmal wieder zufällig und damit anders angeordnet) ist ein deutlicher Pluspunkt und sorgt bei Spielern, die auf Versteigerungsspiele mit Bluff-Anteil stehen, für anhaltenden Spielspaß.

Vielen Dank an Amigo für das Rezensionsexemplar!


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