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Seeräuber



Anzahl Spieler

Für 2 bis 5 Spieler
ab 8 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)



Verlag

Queen Games
Queen Games


Autor

Stefan Dorra
Stefan Dorra


Bild



Sonstiges:

Mit Seeräuber bietet Queen Games ein kleines aber feines Spiel zum Thema Piraten. Dabei geht es nicht um die heutzutage immer öfter anzutreffenden Softwarepiraten sondern die "klassische" Form der Piraterie mit Schiff, Kapitän und Crew. Mit nur 10 Goldmünzen kann man sich als Pirat natürlich nicht zur Ruhe setzen und mehr Startkapital gibt es nicht. Also heißt es für die 2 - 5 Spieler ihr Kapital zu mehren und zwar in üblicher Piratenmanier, in dem beuteversprechende Schiffe überfallen und geplündert werden.

Drei dieser Schiffe liegen in Form von Karten zu Beginn offen und erst wenn alle drei den Piraten zum Opfer gefallen sind, tauchen drei neue Schiffe am Horizont auf und segeln ihrem Schicksal entgegen.
Das Piratenleben ist rau doch die Spieler müssen glücklicherweise nicht selbst Hand anlegen. Jeder hat eine Piratencrew die er im Laufe des Spiels in einer Mannschaft, quasi auf ein Schiff das auf Beutezug geht, unterbringen muss. Die Piraten eines Spielers, die ein Schiff geentert haben, erhalten eine Gewinnbeteiligung und können für neue Raubzüge eingeplant werden.

Wer am Zug ist hat zwei Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit besteht darin, einen seiner Piraten oder eine Piratencrew einzusetzen (sofern vorhanden). Ein noch arbeitsloser eigener Pirat oder eine Piratencrew (Piratenstapel) wird auf einen anderen Piraten(stapel) abgelegt und diese neu entstandene Crew wird vor dem aktiven Spieler abgelegt. Natürlich gibt es dabei einige Regeln zu beachten, beispielsweise, dass eine Piratencrew nie mehr als 9 Mannschaftsmitglieder haben darf usw.
Die zweite Zugmöglichkeit ist das entern eines Schiffes mit einem Piratenstapel, der durch ein eigenes Mannschaftsmitglied kontrolliert wird, d.h. die Piratencrew, die eingesetzt werden soll muss einen eigenen Piraten obenauf haben. Jetzt wird eines der drei Schiffe zu Entern ausgewählt, wobei dabei zu beachten ist, dass der Entertrupp die erforderliche Größe hat, die von den Schiffen abgelesen werden kann.
Sind beide Bedingungen erfüllt, also eine eigene, ausreichend große, Piratencrew ist vorhanden, gilt das Schiff als geentert und die auf dem Schiffe abzulesende Beute wird unter den Piraten verteilt. Neben Gold sind auf den Schiffen auch Beutestücke zu holen und diese werden auch zuerst verteilt. Zunächst wählt der Kapitän, ein evtl. zweites Beutestück erhält der Pirat, der an zweiter Stelle im Piratenturm liegt. Das gesamte Gold geht zunächst an den Kapitän, der dann aber die anderen Mannschaftsmitglieder ausbezahlen muss, notfalls auch aus seinem Privatvermögen. Die Anteilshöhe eines Piraten ergibt sich aus der Zahl auf der entsprechenden Piraten(holz)scheibe. Ausbezahlte Piraten werden den jeweiligen Spielern für weitere Einsätze zurückgegeben.

Ist ein Spieler nicht am Zug, hat aber in einer Piratenmannschaft des aktiven Spielers drei eigene Crewmitglieder und der Spieler am Zug möchte keines der Schiffe entern obwohl dies möglich wäre, kann dieser Spieler eine Meuterei anzettlen. Dadurch bleibt dem aktiven Spieler nichts anderes übrig, als auf den geplanten Zug zu verzichten und mit der entsprechenden Crew ein Schiff zu entern.

Sobald alle 15 im Spiel vorhandenen Schiffe geentert wurden endet das Spiel. Bevor der Sieger ermittelt werden noch die Beutestücke zu Gold gemacht, wobei derjenige mit den meisten Beutestücken einer Sorte zuerst den aufgedruckten Betrag erhält und alle anderen nur jeweils ein Goldstück pro Beutestück.
Wer jetzt am meisten Gold vorweisen kann, gewinnt das Spiel.

Seeräuber ist ein Spiel mit einfachen Regeln, die schnell erklärt und nicht kompliziert sind. Allerdings ist ein erfolgreiches Spielen dann schon nicht mehr ganz so einfach. Das richtige Abschätzen der sich langsam formierenden Piratencrews ist das A und O. Eine Meuterei hat schon so manchen Kapitän um seinen wohlverdienten Anteil gebracht, nur weil die Mannschaft nicht geduldig auf das "richtige" Schiff warten wollte.
Grundsätzlich ist es aber natürlich schon von Vorteil den Kapitän einer Piratenmannschaft zu stellen, insbesondere wenn noch weitere eigene Piraten in dieser Crew sind, denn dann sollte immer eine hübsche Beute herausspringen. Drei eigene Piraten in einer Crew sind eigentlich auch immer von Vorteil, kann man doch so dafür sorgen, dass diese Piraten nicht zu lange in einer untätigen Crew festsitzen, nur weil der Kapitän auf eine grössere Beute warten will.
Trotz aller Risiken, welche die Kooperation mit den lieben Konkurrenten bedeutet, kommt man um diese Zusammenarbeit nicht herum. Wie bereits erwähnt ist Seeräuber ein kleines aber feines Spielchen, das kurzweilige Spannung bietet und eigentlich auch immer Zeit für eine weitere Runde Seeräuber oder was auch immer lässt.

Vielen Dank an Queen Games für das Rezensionsexemplar!


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