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Attika



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 45 bis 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Hans im Glück
Hans im Glück


Autor

Marcel Andre,
Casasola Merkle


Bild



Sonstiges:

Eine Landschaft im Südosten Mittelgriechenlands ist der Namensgeber der 2004er Essenneuheit aus dem Hause Hans im Glück. Und das passt auch, denn die Spieler übernehmen den Aufbau eines der antiken Stadtstaaten Athen, Sparta, Korinth oder Theben.
Der Stadtstaat, der zuerst eine gewisse Größe erreicht (30 Gebäude) oder zwei Heiligtümer beinhaltet setzt sich gegenüber seinen Konkurrenten durch und gewinnt an Ansehen. Es werden Strassen Tempel, Häfen usw. gebaut und alles stellt gewisse Anforderungen an die Umgebung, in der es errichtet werden soll.

Doch zunächst einmal wird der variable Spielplan aufgebaut, dessen Anfangsgröße von der Mitspielerzahl (2 Spielplanteile pro Mitspieler) abhängt und der im weiteren Spielverlauf dann noch durch weitere Spielplanteile, die jeweils aus 7 Feldern bestehen, vergrößert wird. Ein Heiligtum pro Spieler wird an den ausgelegten Spielplan angelegt und jeder Spieler erhält eine Ablagetafel, auf dem die 30 zur Verfügung stehenden Gebäude zu sehen sind. Diese sind in sieben Bereiche eingeteilt (Seefahrt, Straßen, Versorgung, Weinbau, Stadt, Verteidigung und Münzwesen) und dort in den einzelnen Bereichen kann man erkennen, in welchen Abhängigkeiten sich die Gebäude befinden.
Wobei Abhängigkeiten nicht so ganz das richtige Wort ist, denn hier ist eigentlich gemeint, dass man Ressourcen für Gebäude sparen kann, wenn man beispielsweise die Straßen zusammenhängend baut oder die Türme an die Festung anbaut usw. also die Zusammengehörigkeit und die Baureihenfolge der Gebäude beachtet.
Die Spieler bilden aus ihren Gebäudeplättchen vier Stapel und legen das Oberste eines jeden Stapels offen auf ihre Ablage. Entsprechend der Spielreihenfolge werden nun noch Rohstoff(-karten) verteilt und es kann losgehen.

Ein Spieler am Zug kann zwischen zwei Aktionsmöglichkeiten wählen:
Bis zu zwei Plättchen von den verdeckten Stapeln aufdecken:
Ein Spieler nimmt eines seiner Gebäudeplättchen von einem der verdeckten Stapel und entscheidet sich dann, ob er das Gebäude bauen, heisst auf dem Spielplan einsetzen, oder zunächst auf seiner Ablagetafel ablegen will.
Das Ablegen auf der Ablagetafel ist "kostenlos", für das Einsetzen/Bauen auf dem Spielplan müssen Ressourcen aufgewendet werden. Die Baukosten eines jeden Gebäudes kann man auf dem entsprechenden Gebäudeplättchen ablesen. Nun hat man die Möglichkeit, das Gebäude in einer Gegend des Spielplans zu bauen, in der diese Ressourcen vorkommen oder man muss die entsprechenden Karten abgeben. Stehen einem weder das passende Baugebiet noch alle benötigten Rohstoffe zur Verfügung, muss man zwei beliebige Rohstoffkarten für einen benötigten aber fehlenden Rohstoff abgeben.
Ganz günstig, nämlich ohne Abgabe von Rohstoffen fährt man, wenn man die Gebäude in der auf dem Ablagetafel zu sehenden und bereits weiter oben erwähnten Abhängigkeit baut.
Wichtig ist dabei in jedem Fall, dass für jede neue Siedlung (jede nicht zusammenhängende Gebäudeansammlung wird als Siedlung bezeichnet) mehr Rohstoffe zusätzlich abgegeben werden müssen! Es lohnt sich also möglichst alle Gebäude zusammenhängend zu bauen, wenn die Spielsituation dies erlaubt.
Diese Aktion darf zweimal ausgeführt werden, dann kommt der nächste Spieler an die Reihe.

Bis zu drei Plättchen vom Tableau einsetzen:
Sind die Gebäude, die ein Spieler errichten möchte, bereits auf seiner Ablagetafel, kann er diese (bis zu drei Stück pro Zug) von dort auf dem Spielplan einsetzen. Es gelten dabei die gleichen Baukosten und Vorgaben wie bei der ersten Aktionsmöglichkeit.
Sobald ein Spieler einen seiner Gebäudestapel aufgebraucht hat, darf er ein weiteres Spielplanteil anlegen. Diese Aktionsmöglichkeit sollte man auch immer im Auge behalten, denn so manchesmal ist ein bereits "verlorengeglaubtes" Heiligtum plötzlich wieder durch eigene Gebäude erreichbar!
Desweiteren bekommt ein Spieler, sobald er alle Gebäude eines der sieben Bereiche zusammenhängend auf dem Spielplan verbaut hat, eine Amphore. Mit dieser kann man seinen Zug um eine weitere Aktion verlängern d.h. drei Gebäude von verdeckten Stapeln aufdecken bzw. 4 Gebäude von der Ablagetafel einsetzen. Auf diese Weise kann man seinen Zug auch mehrmals verlängern, wenn man ausreichend Amphoren zur Verfügung hat!

Attika ist ein kurzweiliges und sehr strategisches Legespiel bei dem es gilt durch geschicktes Ausnutzen örtlicher Gegebenheiten und gebäudlicher Zusammenhänge Baukosten zu sparen und möglichst schnell möglichst viele Gebäude zu bauen. Das bringt einem nicht nur dem Ziel näher, es schränkt auch die Baumöglichkeiten der Mitspieler ein, insbesondere wenn man ihnen ressourcenreiche Bauplätze in der Nähe deren Siedlungen wegschnappen kann.
Sehr wichtig ist auch das zusammenhängende Verbauen der Gebäude eines Bereiches, um dafür eine Amphore zu bekommen. Diese Amphoren, insbesondere wenn man gleich mehrere zu Verfügung hat, sind eine mächtige Sache. Beispielsweise braucht man einen seiner Stapel mit seiner ersten Aktion auf, legt ein neues Spielplanteil an und verbindet seine Siedlung mit den verbliebenen Aktionen (einschließlich Amphoren) mit einem eigentlich schon von der eigenen Siedlung abgeschnitten Heiligtum. Und das alles innerhalb eines Zuges. Wenn die lieben Mitspieler da nicht aufmerksam sind...! Die Vielfalt an Möglichkeiten kann bei dem einen oder anderen Spieler auch mal zu längeren Denkorgien führen.
Doch bei allen Planungsmöglichkeiten hat auch das Glück seine Finger im Spiel. Wer einfach nicht die passenden bzw. benötigten Gebäudeplättchen zieht oder immer wieder "teuer" den Sieg eines Mitspielers verhindern muss, der kann Planen wie er will!

Mitunter geht es bei Attika auch etwas schweigsam zu. Jeder plant seinen kommenden Zug und achtet genau auf die Aktionen der Mitspieler, da kommt wenig Interaktion auf. Trotzdem macht Attika viel Spass denn man hat, bis auf wenige Ausnahmepartien, nie den Eindruck, dass der Glücksanteil überwiegt.

Vielen Dank an Hans im Glück für das Rezensionsexemplar!


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