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Kampf um Rom



Anzahl Spieler

Für 3 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 bis 90 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)



Verlag

Kosmos
Kosmos


Autor

Klaus Teuber
Klaus Teuber


Bild



Sonstiges:

Die Siedler erobern Rom. Vieles haben sie ja schon probiert. Eine Insel besiedelt, Städte gegründet, Ritter rekrutiert, das Weltall erobert und die Geschichte der Menschheit neu geschrieben, um nur einiges zu nennen, und nun soll auch noch das römische Reich zerschlagen werden.

Klar, dass es ist nicht mehr ganz so friedlich wie auf Catan zugehen kann, die Römer geben ihr Reich schliesslich nicht freiwillig auf, aber vieles ist auch altbekannt. Noch immer beginnt alles mit dem Verteilen neuer Rohstoffe, indem gewüfelt wird und die Ressourcenfelder mit der entsprechenden Zahl Erträge abwerfen. Und es wird sogar viermal gewürfelt, wobei darauf geachtet wird, dass keine Zahl doppelt vorkommt.
Die Sieben gehört nicht mehr dem Räuber sondern nun einem römischen Legionär, der aber abgesehen von seiner Bezeichnung und der Tatsache, dass er keinen Rohstoffverlust bedeutet wenn man mehr als sieben Rohstoffe auf der Hand hat, die gleiche Funktion hat. Er blockiert ein Rohstofffeld und erlaubt das einmalige Ziehen einer Karte bei einem Mitspieler, der eine Spielfigur neben dem blockierten Rohstofffeld hat.

Alle Städte sind noch fest in römischer Hand und es gibt noch nicht mal Siedlungen. Lediglig ein Reiter- und ein Fussvolk pro Spieler, dargestellt durch eine entsprechende Spielfigur, befinden sich nordöstlich des Limes an den Grenzen des römischen Reiches und so bekommen die Spieler immer dann Erträge, wenn eine der eigenen Figuren an ein erwürfeltes Gebiet angrenzt. Zu jedem Volk gibt es am Spielplanrand noch je ein Feld, auf dem die dazugehörenden Einheiten und im weiteren Spielverlauf erhaltenen Plünderungsplättchen abgelegt werden.

Sind die neuen Rohstoffe verteilt, darf reihum gehandelt und anschliessend gebaut werden, wie üblich können die Baukosten einer Übersicht entnommen werden. Neue Fusseinheiten, Reiter oder Trosswagen können die beiden Nomadenstämme der Spieler verstärken und auch in Fortschrittskarten kann investiert werden, welche eigentlich immer von Vorteil sind und entweder noch während des Spiels zum eigenen Nutzen eingesetzt werden können oder aber einen Siegpunkt wert sind, der bei Spielende berücksichtigt wird.

Noch klingt alles irgendwie sehr vertraut. Es gibt Rohstoffe, mit denen man handelt oder/und baut. Selbst für ein Spiel das keinen Hehl daraus macht zur Siedler-Familie zu gehören wäre es wohl kaum ausreichend nicht auch irgendetwas Neues zu bieten und daher gibt es noch die Phasen drei und vier. Diese sind nahezu identisch, der einzige Unterschied besteht darin, dass Phase drei die Reiterstämme und Phase vier die Fussvölker der Spieler betreffen.
Anfangs sind diese Stämme nicht sesshaft und ziehen plündernd durch das römische Reich. Befinden sich mindestens soviele Einheiten bei einer Truppe, wie eine angrenzende römische Stadt Wachtürme hat, kann diese Stadt geplündert werden, wenn noch eines der anfangs auf die Städte verteilten Plünderungsplättchen dort vorhanden ist. Dieses darf der Plünderer an sich nehmen, umdrehen und bei seinem entsprechenden Volk ablegen. Auf dem Plättchen ist dann abzulesen, ob die Plünderung der Stadt mit eigenen Verlusten verbunden ist, die dann beim entsprechenden Volk zu entfernen sind, und welchen Ertrag der Raubzug eingebracht hat. Gold (die Höhe steigt unter Umständen mit der Anzahl vorhandener Trosswägen), Fortschrittskarten, Rohstoffe, alles ist möglich, aber was viel wichtiger ist, ein Volk, das mindestens drei verschiedenfarbige Plünderplättchen, also aus verschiedenen Provinzen des römischen Reiches, besitzt muss nicht weiter plündernd umherziehen, sondern kann sich auch Niederlassen, indem eine römische Stadt eingenommen und mit einer eigenen Figur und einem Trosswagen besetzt wird. Spätestens ab jetzt kommt man also an den relativ teuren Trosswägen nicht mehr vorbei, denn einer muss immer vorhanden sein, um eine weitere Stadt zu erobern.
Jede eroberte römische Stadt ist einen Siegpunkt wert, so dass sich früher oder später alle Stämme niederlassen werden, wobei das nicht zwingend nach dem dritten Plünderplättchen passieren muss. Ein Volk kann auch dann noch weiter plündernd umherziehen, was nach dem fünften verschiedenfarbigen Plättchen mit zwei Sondersiegpunkten auf der Karte "Plage Roms" belohnt wird.
Wer sich allerdings einmal niedergelassen hat, der kann nicht weiter Plündern sondern nur noch das Reich durch Eroberung benachbarter Städte ausweiten. Doch auch dafür kann man Sondersiegpunkte kassieren und zwar dann, wenn beide Stämme eines Spielers je vier Siedlungen erobern konnten. Ein Spieler, dem dies gelingt, darf sich als "Erbe Roms&qout; bezeichnen.

Bevor geplündert bzw. erobert wird, muss man seine Einheiten zur auserkorenen Stadt bewegen. Dabei werden, ja nach Zugweite, kein, ein oder mehrere Pfeile überquert. Der erste Pfeil ist dabei immer kostenfrei, egal ob man sich über Land oder über See bewegt, jeder weitere Pfeil verursacht "Kosten". Ein Getreide oder drei Goldmünzen sind auf einem Landweg abzugeben, eine Goldmünze auf dem Seeweg.
Bei der Auswahl des Zielpunktes sind neben der Stadt, der man gerne einen Besuch abstatten möchte, auch die angrenzenden Ressourcenfelder und deren Ziffern zu beachten. Wer mehre Orte neben seiner Zielstadt zur Auswahl hat, wählt selbstverständlich den Ort, der mit höherer Wahrscheinlichkeit Erträge beim nächsten Ermitteln der Rohstoffe abwirft.
Verzichtet ein Spieler auf die Bewegung seines Reitervolks und führt auch keine Aktion aus, kassiert dieser wahlweise einen Rohstoff oder zwei Goldmünzen.
Haben sich reihum alle Reiterstämme bewegt und eine Aktion (Plündern, Erobern) ausgeführt oder verzichtet, kommen in gleicher Weise die Fussvölker an die Reihe. Anschliessend wechselt der Startspieler und eine neue Runde mit dem Auswürfeln der Erträge beginnt.

Sobald der erste Spieler 10 Siegpunkte erreicht hat, endet das Spiel nachdem die laufende Runde beendet wurde. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt, bei einem Gleichstand ist das Gold entscheidend.

Kampf um Rom gehört zur Siedlerfamilie, ja, aber irgendwie hat es nicht den Flair anderer Familienmitglieder. Das Spielmaterial ist einwandfrei, insbesondere die detailreichen Figürchen und die auf "alt" getrimmten Münzen. Das Spiel "funktioniert" auch aber wer zu einer berühmten Familie gehört, wird zwangsläufig auch mit den berühmtesten Familienmitgliedern verglichen und hier muss man ganz klar sagen, dass Kampf um Rom doch zurückfällt.
So ein Kampf um Rom zieht sich auch ganz schön, was in erster Linie an der recht langen Anfangsphase liegt. Bis die ersten Städte erobert und damit die ersten Siegpunkte eingefahren werden (mal abgesehen von möglicherweise vorher schon vergebenen Sondersiegpunkten) dauert es schon ein ganzes Weilchen.
Es werden vier Rohstoffe ausgewürfelt, zumindest wenn keine Sieben dabei ist, es darf immer 3:1 getauscht werden und es dürfen pro Handels-/Bauphase einmal drei Goldmünzen als Rohstoff-Joker genutzt werden. Ich hatte den Eindruck, das oft gar kein Handelsbedürfnis bestand und man mehr nebeneinander her gespielt hat als noch in Catan.
Gäbe es Catan nicht....aber Catan gibt es und damit stellt sich die Frage braucht man den Kampf um Rom? Nein, man braucht ihn nicht zwingend. Wer die Siedler von Catan besitzt, hat ein besseres Spiel zur Hand, wer es nicht besitzt, kauft es sich besser und wer mal etwas Abwechslung braucht, der ist mit anderen Siedler-Ablegern besser bedient.
Ganz Harte, die selbst von der Abwechslung mal eine Abwechslung brauchen, kommen beim Kampf um Rom natürlich auf ihre Kosten. Und auch diejenigen, die vom Siedler-Thema gar nicht genug kriegen, können bedenkenlos zugreifen.

Vielen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar!


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