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Tayü



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)

Weitere Bewertungen

7 Punkte (Thomas Fischer)


Verlag

Kosmos
Kosmos


Autor

Niek Neuwahl


Bild



Sonstiges:

Die eine Art ein Hochwasser zu überleben ist es, sich in ein Boot zu begeben, die Flut abzuwarten und wieder an Land zu gehen. Noah hats uns vorgemacht. Das dumme daran, man muß hinterher alles wieder neu aufbauen. Will man auch das verhindern, muß man es machen, wie eine der heldenhaften Sagengestalten Chinas, die auch Namensgeber des Spiels war. Tayü soll eine Sintflut in China bekämpft haben, indem er zahlreiche Kanäle baute, die das Wasser aufnehmen und ableiten konnte.

Beim Brettspiel Tayü gilt es zwar nicht eine Sintflut zu verhindern, aber das Bauen von Kanälen zu den eigenen Küsten bringt die für den Sieg nötigen Punkte.
Der 19 x 19 Felder große Spielplan zeigt ein von vier Küsten umgebenes Gebiet an, indem die Spieler ihre Kanäle errichten werden. Jeder Spieler kümmert sich um zwei gegeüberliegende Küsten und strebt an, möglichst viele Kanäle in die eigenen Küsten münden zu lassen. Jeder Kanal, der in an einer eigenen Küste endet, bringt einen Punkt, Kanäle, die an einem der speziell markierten Feldern endet, von denen an jeder Küste drei zu finden sind, bringen sogar 2 Punkte.
Die Kanäle entstehen durch das abwechselnde Ablegen von Spielsteinen, auf denen Teilstücke der Kanäle abgebildet sind. Jeder der 112 Steine ist genau 3 Spielplanfelder groß und hat genau drei Mündungen. Diese können beispielsweise alle an der selben Kante liegen oder an verschiedenen so daß es insgesamt 28 verschieden Spielsteine gibt, von denen je vier gleiche im Spiel sind.

Vor Spielbeginn werden die Spielsteine gemischt und verdeckt 16 Stapel gebildet, die 7 Steine hoch sind und in Zweierreihen neben dem Spielplan bereitgelegt werden. Kommt nun ein Spieler an die Reihe, zieht er von einem der beiden vorderen Stapel einen Spielstein und legt ihn auf den Spielplan, so daß genau drei Felder abgedeckt werden. Der allererste gelegte Stein muß auf ein gekennzeichnetes Feld in der Spielplanmitte gelegt werden, später können die Spielsteine beliebig bereits ausliegende Steine angelegt werden (allerdings müssen die Mündungen immer zusammenpassen). So werden reihum die Spielsteine Mündung an Mündung angelegt und jeder Spieler strebt seinen beiden Küsten zu um bei Spielende die meisten Punkte zu besitzen.
In einer Profivariante hat jeder Spieler immer einen Spielstein offen vor sich liegen und kann sich entscheiden, ob er diesen oder den eben gezogenen Stein einsetzen will.
Das Spielende ist erreicht, sobald ein Spieler den gezogenen (und ggf. vor sich liegenden) Spielstein nicht einsetzen kann. Wie oben beschrieben werden die Punkte und damit der Gewinner des Spiels ermittelt.

Obwohl Tayü meiner Ansicht nach ein klassisches Zweipersonenspiel ist, gibt es auch die Möglichkeit für ein Spiel zu dritt oder zu viert. Beim Dreierspiel hat einer der Spieler die Aufgabe den Kanalbau der beiden anderen zu stören. Wer diese Rolle übernimmt wird bei Spielbeginn versteigert. Jeder Spieler sagt an, wieviele Punkte er maximal zuläßt. Werden beispielsweise 20 Punkte angesagt, bedeutet das, daß keiner der Spieler 20 Punkte erreichen darf. Derjenige mit dem niedrigsten Gebot wird der Störenfried, der nur gewinnen kann, wenn er die Punkte der Mitspieler unter seiner angesagten Zahl halten kann.
Die beiden anderen können gewinnen, indem sie mehr Punkte erzielen als der Störer zulassen wollte und mehr Punkte als der andere Mitspieler ergattert. Beim Spiel zu viert gibt es zwei Teams. Jedes Team besteht aus zwei Spielern, von denen jeder eine Küste kontrolliert, zu der er möglichst viele Kanäle führen will. Absprachen über das Ablegen eines Spielsteines zwischen den Teammitgliedern sind nicht zulässig und es gewinnt das Team mit den meisten Punkten.

Tayü ist ein interessantes Legespiel, das irgendwie an Linie 1 erinnert. Dort werden keine Kanäle sondern Straßenbahnlinien gebaut. Allerdings ist bei Tayü der Punktemechanismus besser. Das edle Spielmaterial rechtfertigt den etwas teureren Preis.
Es ist nicht immer ganz einfach, den besten Ablageplatz für einen Spielstein zu finden. Oft sollte man sich nicht nur darauf beschränken, die eigenen Kanäle weiterzubauen sondern vielleicht lieber mal einen Blick auf die Kanäle des Mitspielers zu werfen. Nicht selten läßt sich ein Kanal des Mitspielers kurz vor dessen Küste noch in eine Sackgasse führen!
Tayü ist ein gelungenes taktisches Legespiel, das nicht zu unrecht auf der Auswahlliste zum Spiel des Jahres 1999 stand.

Vielen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar!


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