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Turmbau zu Babel



Anzahl Spieler

Für 3 bis 5 Spieler
ab 12 Jahre


Spieldauer

Ca. 90 Minuten


Bewertung (max. 10)

5 Punkte (HOlg)



Verlag

Hans im Glück
Hans im Glück


Autor

Reiner Knizia
Reiner Knizia


Bild



Sonstiges:

Eigentlich geht es in Turmbau zu Babel in erster Linie um Weltwunder. Sieben Weltwunder sollen im Laufe des Spiels durch die Mitspieler gemeinschaftlich erbaut werden, wobei jeder natürlich entweder federführend bei dem einen oder anderen Bauabschnitt sein möchte oder/und mehr Bauteile beisteuern will, als die Mitspieler. Letztlich geht es ja darum mehr als die Konkurrenz zum Bau der Weltwunder beizusteuern und damit mehr Siegpunkte zu bekommen und das Spiel zu gewinnen. Und damit wir eine schöne Runde Zahl haben, gibt es neben den Weltwundern eben auch noch den Namensgeber des Spiels, den Turm zu Babel, der errichtet werden will.

Alle acht Bauwerke sind auf dem Spielplan zu sehen. Je drei Scheiben in einer von vier Farben werden auf den entsprechenden Feldern eines jeden Bauwerkes gelegt, auf denen auch die Baukosten angegeben sind, sprich die Anzahl der Baukarten in der entsprechenden Farbe, die abgegeben werden müssen um diesen Bauabschnitt zu vollenden. Wird gebaut, wird auch die Scheibe an einen der Beteiligten vergeben. Meist ist das der aktive Spieler, der sich für den Bau dieses Bauabschnittes entschieden hat, manchmal aber bekommt diese Scheibe aber auch ein anderer. Wie und warum werden wir noch sehen.
Der aktive Spieler legt zunächst nur fest welcher Bauabschnitt von welchem Bauwerkt gebaut werden soll. Damit ist auch die Anzahl an Karten und die benötigte Farbe der Karten bekannt und alle Mitspieler machen dem Bauleiter ein Angebot in Form von Baukarten. Werden beispielsweise 4 weisse Baukarten benötigt, können die Mitspieler 0 bis 4 weisse Baukarten anbieten. Die Angebote werden zunächst verdeckt gemacht und anschliessend gleichzeitig aufgedeckt. Jetzt entscheidet der aktive Spieler, ob er eines oder mehrere Angebote annehmen will, oder ob er die Baukosten alleine aufbringen bzw. den Bau vorerst einstellen will.
Alle letztlich am Bau beteiligten Spieler legen entsprechend der Zahl ihrer aufgewendeten Baukarten Bauteile ihrer Farbe auf das Bauwerk. Diejenigen, deren Angebot abgelehnt wurde, erhalten immerhin noch einen Siegpunkt für jede Karte ihres abgelehnten Angebotes. Der aktive Spieler erhält die Bauscheibe.
Allerdings kann sich im Kartenangebot eines Spielers auch eine sog. Tauschkarte befunden haben. Wurde das Angebot mit einer solchen Karte angenommen, bekommt die Scheibe nicht der aktive Spieler sondern der Spieler, der seine Tauschkarte in dem angenommenen Gebot hatte. Dafür, und so wird ein Tausch draus, darf er keine Gebäude auf dem Bauwerk einsetzen sondern dieses Recht bekommt der aktive Spieler. Die benötigten Baukarten hat man zu Spielbeginn bekommen und stockt diese nach jedem Zug weiter auf bzw. füllt seine Kartenhand langsam wieder auf.

Doch was ist nun so wichtig an den Gebäuden, die man auf die Bauwerke stellen darf bzw. an den Scheiben? Nun, für gleiche Scheiben bekommt man bei Spielende Siegpunkte, mindestens zwei gleiche Scheiben sind erforderlich. Je mehr gleiche Scheiben man hat, desto mehr Punkte gibt es, wobei die Punktezahl schon recht deutlich nach oben geht, je mehr gleiche Scheiben man hat.
Die Gebäude auf den Bauwerken bringen Punkte, sobald die dritte Scheibe eines Bauwerkes vergeben wurde. Dann werden die Mehrheitsverhältnisse ermittelt und der Spieler mit den meisten Punkten erhält den größten Punkteanteil während die Nachplatzierten immer weniger bis gar nichts bekommen. Auch hier steigen die Punkte, die vergeben werden, von Wertung zu Wertung an.

Eine Aktionskarte erhält, wer die Wertung bei einem Bauwerk auslöst. Diese Karten können 5 Siegpunkte bei Spielende bedeuten oder das Recht auf einen Kartentausch einräumen usw.

Das Spiel endet, sobald die letzte Scheibe einer Farbe vergeben oder das letzte Bauwerk gewertet wurde. Im ersteren Fall werden noch die Mehrheitsverhältnisse an den nicht vollendeten Gebäuden ermittelt, denn dafür gibt es auch noch Punkte, wenn auch bei weitem nicht mehr so viele. Schliesslich werden noch die Siegpunkte für die Scheiben und ggf. Aktionskarten auf der Punkteleiste festgehalten und wer dann am weitesten vorne ist, hat gewonnen.

Turmbau zu Babel ist ein Mehrheitenspiel. Die Mehrheit an Bauteilen bei möglichst vielen Bauwerken und immer möglichst viele Scheiben einer Farbe, das ist wichtig um als Sieger hervorzugehen. Das sind keine wirklich neuen Ideen allerdings sorgt die Möglichkeit dem aktiven Spieler Angebote zu machen für Spannung, zumal man dadurch vielleicht an eine Scheibe kommen kann (Tauschkarte) oder sich die Mehrheit an Bauteilen sichern kann, ohne am Zug zu sein.
Kein Angebot zu machen ist eigentlich immer unklug, denn dann gibt es auf jeden Fall keine Siegpunkte und keine Verbesserung bei den Mehrheitsverhältnissen auf dem Spielplan.

Es geht eigentlich nur darum das richtige Angebot zu machen. Wer es schafft seine Angebote immer so zu gestalten, dass ihm die Annahme des Angebotes zum Vorteil gereicht und aus einer Ablehnung zumindest so viele Siegpunkte herausspringen, dass die Ablehnung nicht allzu weh tut, der ist auf dem richtigen Weg.
Einzig die Aktionskarten, die man für das Auslösen einer Wertung bekommt, scheinen mir etwas unausgewogen. Manche Karte ist recht "starkt" (5 Siegpunkte) andere wiederrum unter Umständen völlig nutzlos (Kartentausch). Da kommt ein weiterer unnötiger Glücksfaktor ins Spiel, der durch das Ziehen der Baukarten natürlich eh schon im Spiel ist.
Alles in allem macht der Turmbau zu Babel Spass, am meisten für meinen Geschmack zu viert oder fünft.

Vielen Dank an Hans im Glück für das Rezensionsexemplar!


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