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Union Pacific



Anzahl Spieler

Für 2 bis 6 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)



Verlag

Amigo
Amigo


Autor

Alan R. Moon
Alan R. Moon


Bild



Sonstiges:

Alan R. Moon scheint den Durchbruch nun entgültig geschafft zu haben. Nach dem Titel "Spiel des Jahres 1998" ist seine 99er Neuheit wieder in die "Auswahlliste zum Spiel des Jahres" aufgenommen worden und sogar in die engere Wahl gekommen. Erstmals wurden 3 Favoriten der Auswahlliste benannt, aus denen der Sieger hervorging. Union Pacific hat es zwar letztlich nicht geschafft, aber die Konkurrenz war auch nicht ohne. Tikal und Giganten waren die beiden Mitfavoriten und Tikal setzte sich letzlich durch und wurde "Spiel des Jahres". Es ist noch gar nicht so lange her, da war der Name Alan R. Moon nur einigen Spielefreaks durch seine White Wind Spiele, insbesondere Elfenroads, dem Vorgänger von Elfenland, bekannt.

Die Idee, auf der Union Pacific basiert ist zugegebenermaßen nicht neu. Zum einen hat Alan R. Moon offensichtlich eine Vorliebe für Spiele, die sich mit dem Thema Reisen befassen (vgl. die kurz zuvor erwähnten Spiele Elfenroads und Elfenland) und hier insbesondere für Eisenbahnspiele (dieses Thema hat Moon bereits mit Santa Fe hervorragend umgesetzt), zum anderen gab es Union Pacific bis auf einige Regeländerungen bereits unter dem Titel Airlines.
Aber die Überarbeitung von Airlines hat dem Spiel sehr gut getan. Der Ort des Geschehens, Nordamerika, ist zwar gleich geblieben, aber waren es beim Vorgänger von Union Pacific noch Fluggesellschaften in welche die Spieler "investieren" mußten, so sind es nun Eisenbahngesellschaften deren Aktien zum Objekt der Begierde für die Mitspieler werden. Doch diese Änderung alleine würde noch kein besseres Spiel ermöglichen. Verbesserungen der Spielregel und des Spielmaterials lassen deutlich mehr Spielspaß aufkommen als beim Vorgänger.

Der nordamerikanische Kontinent hat ein gut ausgebautes Schienennetz, das alle wichtigen Städte der USA miteinander verbindet und durch 10 lokale Eisenbahngesellschaften genutzt werden kann. Welche Gesellschaft wo ihre Eisenbahnen einsetzt, wird im Laufe des Spiels durch die Spieler festgelegt. Diejenigen Eisenbahngesellschaften, die ihre Lokomotiven auf den meisten Städteverbindungen einsetzt, bringt ihren beiden Hauptaktionären am meisten Geld und da fangen die Probleme an, denn jeder will natürlich bei den lukrativsten Eisenbahngesellschaften Hauptaktionär sein.
Bei Spielbeginn hat jeder Spieler 3 Schienenkarten, 4 zufällig gezogene Aktienkarten und 1 Aktienkarte der Union Pacific Eisenbahngesellschaft auf die Hand. Eine Übersichtskarte verschafft den Spielern Informationen darüber, auf welchen der 4 Schienenarten, die es auf dem Spielplan gibt, die einzelnen Eisenbahngesellschaften ihre Züge fahren lassen können, wieviele Lokomotiven diese überhaupt zur Verfüügung haben und wieviele Aktien jede Gesellschaft im Umlauf hat.
Kommt ein Spieler an die Reihe besteht seine erste Aktion darin, eine weitere Schienenkarte zu ziehen. Anschließend muß er sich entscheiden, ob er lieber das Schienennetz einer Eisenbahngesellschaft ausbauen oder vielleicht doch besser seine Aktienanteile bei der einen oder anderen Gesellschaft erhöhen sollte.

Ausbauen:
Wer sich für den Ausbau des Schienennetzes einer Gesellschaft entscheidet, spielt zunächst eine seiner Schienenkarten offen aus. Anschließend wählt er sich eine der Eisenbahngesellschaften aus, die auf dieser Art Schiene fahren kann, nimmt eine entsprechende Lokomotive aus dem Vorrat und plaziert sie auf einem freien Streckenabschnitt. Dabei ist zu beachten, daß das Schienenfeld mit der ausgespielten Schienenkarte übereinstimmt, auf dem Streckenabschnitt noch ein Feld frei ist, die Eisenbahngesellschaft in diesem Streckenabschnitt noch keine Lokomotive stehen hat und dort überhaupt fahren darf. Weiterhin muß die ausgewählte Schienenverbindung mit dem Startbahnhof der jeweiligen Eisenbahngesellschaft verbunden sein. Nach dem Ausbau darf eine der vier offenliegenden Aktienkarte, eine zufällige Aktienkarte vom verdeckten Stapel oder eine Aktienkarte der Union Pacific gezogen werden. Eine unliebsame Aktie auf der Hand kann nun noch gegen eine Union Pacific Aktie ausgetauscht werden, dann kommt der nächste Spieler an die Reihe.

Investieren:
Wer investieren will spielt Aktienkarten aus. Entweder eine Aktie von bis zu zwei verschiedenen Gesellschaften oder beliebig viele Aktien einer einzigen Eisenbahngesellschaft. Das wars dann auch schon, eine Schienenkarte muß noch ungenutzt auf den Ablagestapel gelegt werden, dann ist der nächste Spieler am Zug.

Und wozu nun das Ganze. Ganz einfach, wie so oft, wegen der Kohle. Vier Prämienkarten sind nach einem ganz bestimmten System in den Aktienkartenstapel eingemischt worden und immer wenn eine von ihnen aufgedeckt wird, kommt es zu einer Prämienausschüttung aller Eisenbahngesellschaften an ihre beiden Hauptaktionäre. Die Höhe der ausbezahlten Prämien ergibt sich aus der Summe aller Lokomotiven einer Eisenbahngesellschaft auf dem Spielplan zuzüglich des Startbahnhofes. Der Spieler der die meisten Aktien dieser Gesellschaft ausgespielt vor sich liegen hat (Hauptaktionär) erhält die volle Summe in Millionen ausbezahlt, der "Zweit(beste)aktionär" erhält die abgerundete Hälfte dieses Betrages. Bei Gleichständen müssen die Prämien geteilt (abrunden!) werden. Sollte nur ein einziger Spieler Aktien einer Gesellschaft besitzen, erhält er sowohl die Prämie für den Haupt- als auch die für den Zweitaktionär.
Die Union Pacific Gesellschaft besitzt keine eigenen Lokomotiven und hat daher einen eigenen, besonderen Schlüssel für die Prämienausschüttung. Gibt es bei der ersten Wertung noch keine Gewinne steigen die Prämienausschüttungen in der Folge von Wertung zu Wertung auf bis zu 20 Millionen.
Nach der vierten Wertung steht der reichste Eisenbahnaktionär und damit der Gewinner des Spiels fest.
Risikobereitschaft, ein klein wenig Taktik und ein bißchen Glück gehören dazu, um das Spiel als Gewinner zu beenden. Die Entscheidung das Liniennetz auszubauen bzw. in Aktien zu investieren sollte man nie treffen, ohne auch mal einen Blick auf seine Mitstreiter zu werfen! Und allzu schnelles Auslegen von Aktien kann auch gefährlich sein, denn die Konkurrenz sieht bestimmt nicht tatenlos zu, wie sich jemand ein kleines Eisenbahnimperium aufbaut.

Vielen Dank an Amigo für das Rezensionsexemplar!


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