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Wildlife



Anzahl Spieler

Für 2 bis 6 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Clementoni
Clementoni


Autor

Wolfgang Kramer


Bild



Sonstiges:

Wildlife ist ein Evolutionsspiel, in dem bis zu 6 Lebewesen (Adler, Bär, Krokodil, Mammut, Menschen und Schlangen) um die Vorherrschaft kämpfen. Jedes Lebewesen fühlt sich in anderen der klimatischen Regionen und damit in einer anderen der insgesamt 12 Gebieten so richtig zu Hause. Der Bär beispielsweise überwiegend im Wald, das Krokodil im Wasser usw. Dort haben die Lebewesen dann auch entsprechend mehr Aktionsmöglichkeiten als in den anderen Regionen.
Die Spieler steuern nun jeweils die Geschicke eines dieser Lebewesen und versuchen durch deren geschickte Anpassung an die Umweltbedingungen der verschiedenen Regionen und der damit verbundenen Ausweitung der Lebensräume ihrer Lebewesen die meisten Punkte zu bekommen. Das geht natürlich nicht ohne Reibereien ab, spätestens wenn der Lebensraum immer knapper wird!

Die Fähigkeiten der Lebewesen in den einzelnen Regionen gliedert sich in die vier Kategorien: keine Aktion, Wandern, Expandieren und Attackieren. Wandern bedeutet, daß man sich um ein Feld bewegen und dabei auch eigene Lebewesen überspringen darf. Das Expandieren ermöglicht das Besiedeln von Gebieten durch das Einsetzen eigener neuer Lebewesen im entsprechenden Gebiet (sie müssen also nicht anderswo eingesetzt und dann in das Gebiet hineinbewegt werden). Die Fähigkeit zu Attackieren ermöglicht das Erobern von Gebieten, die eigentlich schon voll besetzt sind durch das Verdrängen anderer Lebewesen. Das Attackieren beinhaltet natürlich auch das Wandern und Expandieren und die Fähigkeit zu Expandieren erlaubt einem auch das Wandern. In Regionen für die man keine Fähigkeit besitzt, darf auch keine Aktion ausgeführt werden.
Im Laufe des Spiels können die Spieler die Fähigkeiten ihrer Lebewesen "ausbauen" und so neue Aktionsmöglichkeiten für Gebiete erschließen.

Neben einer Übersichtstafel für das entsprechende Lebewesen, auf der man auch die aktuellen Fähigkeiten ablesen kann, bekommt ein Spieler sämtliche Plättchen mit dem passenden Lebewesen darauf, 8 Nahrungschips und 10 Aktionskarten. Letztgenannte sind der Motor des Spiels und ermöglichen den Erwerb neuer Fähigkeiten, das Besiedeln von Regionen (durch Wandern, Expandieren oder Attackieren) oder beinhalten Ereignistexte, die ausgeführt werden müssen. Dabei kann es sich um Hungersnöte, Seuchen oder die Erschließung neuer Nahrungsvorkommen u.ä. handeln. Diese Aktionskarten des aktiven Spielers werden nach dem Zug immer wieder auf 10 ergänzt.

Eine gewisse Anzahl an Lebewesen (abhängig von der Spielzahl) hat jeder Mitspieler als Startaufstellung bereits auf dem Spielplan, diese werden als allererstes reihum plaziert, wobei es genaue Vorgaben gibt, wieviele Lebewesen anfangs in den einzelnen Gebieten maximal plaziert werden dürfen.

Danach beginnt das eigentliche Spiel. Reihum kommen die Spieler an die Reihe, führen ihre Aktionen aus bzw. setzen ihre Aktionskarten ein.
Sobald ein Gebiet vollständig mit Lebewesen besetzt ist, wird es gewertet. Der Spieler, der das letzte Feld eines Gebietes besetzt, bekommt 3 - 5 Siegpunkte, je nach Spielfortschritt. Zum Zeichen, daß ein Gebiet bereits gewertet wurde, wird einer der weißen Wertungssteine in das Gebiet gestellt. Diese Wertungen werden als "kleine Wertungen" bezeichnet. Nach der 4., 8. und 12. kleinen Wertung kommt es anschließend zu einer "großen Wertung". Hier wird für jedes Gebiet geprüft, ob ein Spieler eine großes Monopol (ein Spieler hält alle Felder eines Gebietes besetzt), ein kleines Monopol (nur ein Spieler ist in einem Gebiet vertreten, hat aber nicht alle Gebiete mit Lebewesen besetzt) oder am meisten, zweit- oder drittmeisten vertreten ist. Desweiteren gibt es Punkte für die größten zusammenhängenden Herden, die meisten Nahrungspunkte, Sonderfähigkeiten und Anpassungen. Alle Punkte werden auf einer Erfolgsskala festgehalten.

Die dritte große Wertung beendet dann das Spiel, spätestens nachdem das zwölfte und letzte Gebiet "klein" gewertet wurde. Ein vorzeitiges Ende (mit abschließender Großwertung) tritt ein, wenn ein Spieler sein letztes Lebewesen-Plättchen eingesetzt und seinen Zug beendet hat.

Wildlife ist ein Stragegiespiel mit vielen Möglichkeiten es zu gewinnen. Man muß für einen Sieg nicht überall Monopole oder Mehrheiten erreichen, manchmal kann man satt Punkte absahnen, wenn man in einem Gebiet mit nur einem Lebewesen vertreten ist. Solche Möglichkeiten erkennen und nutzen ist die halbe Miete.
Mit seiner Spieldauer von bis zu 2 Stunden, die aber keineswegs in Langeweile ausarten, wirkt das Spiel vielleicht auf den einen oder anderen Gelgenheitsspieler eher abschreckend, es lohnt sich jedoch allemal. Die Tatsache, daß ein Spieler mindestens eine seiner 3 ausgespielten Aktionskarten nicht selbst nutzen kann, sondern an den Meistbietenden versteigern muß, bindet alle Mitspieler in jedem Zug ins Spielgeschehen ein und verkürzt die Wartezeit bis zum nächsten eigenen Zug.

Vielen Dank an Clementoni für das Rezensionsexemplar!


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