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X.net



Anzahl Spieler

Für 3 bis 6 Spieler
ab 12 Jahre


Spieldauer

Ca. 120 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Fanfor Verlag
Fanfor Verlag


Autor

Valentin Herman


Bild



Sonstiges:

Das Internet, unendliche Weiten. Eigentlich eine gute Sache, denn ohne dieses Medium gäbe es diese Spieleseiten nicht und Ihr könntet nur durch Spielezeitschriften und durch Ausprobieren Informationen über ein Spiel bekommen. Anderseits, wer zu verliebt in das Internet ist hat keine Zeit mehr zum Spielen. Glücklicherweise läßt sich nun beides verbinden!
X.Net ist ein Kartenspiel, bei dem die Mitspieler Internet-Provider sind, die ein möglichst der Nachfrage entsprechendes Internetangebot auf ihren Webservern haben möchten, um möglichst viele User zu gewinnen. Bei den einzelnen nachgefragten Internetthemen ist es für die Provider auch nützlich, über das beste (größte) Angebot zu verfügen, denn nur dann kann man punkten.
Bei Spielbeginn verfügen die Spieler über ein Standard-Netz, einen Webserver und fünf Spielkarten, mit denen alle Aktionen durchgeführt werden können. Die Internetnachfrage besteht momentan aus nur drei Themen, die durch drei zufällig gezogene Karten symbolisiert werden und offen in der Tischmitte liegen.
Die erste Spielrunde ist noch relativ kurz, denn einige der folgenden Punkte können frühestens ab der zweiten Runde ausgeführt werden. Grundsätzlich sind jedoch folgende Aktionen durchzuführen, sobald ein Spieler an die Reihe kommt:

1. Eigenen X-Marker von der Nachfragekarte zurücknehmen:
Hat ein Spieler bei seinem vorhergehenden Zug eine neue Nachfragekarte (siehe Punkt 4.8 bzw. 4.9) ins Spiel gebracht, wurde diese mit dem X-Marker belegt, als Zeichen dafür, daß diese Nachfragekarte erst ab der nächsten Runde (nämlich ab jetzt, da der Marker entfernt wird) wieder verschoben (siehe Punkt 4.9) oder entfernt (siehe Punkt 4.8) werden kann.

2. Punkte notieren:
Verfügt der Spieler über ein Internetangebot (oder mehrere), das auch nachgefragt wird, und ist er in diesem Bereich der größte oder zumindest zweitgrößte Anbieter, kann er punkten. Voraussetzung ist allerdings, daß der Spieler bereits über User (siehe Punkt 4.6) verfügt. Ist beides der Fall, multipliziert er die Zahl seiner User mit dem Wert des nachgefragten Bereichs. Dieser Wert ergibt sich aus der Position der Nachfragekarte. Maximal 6 (verschiedene!) Nachfragekarten können offen in der Tischmitte liegen. Sie liegen in pyramidenform, d.h. oben eine, in der Mitte zwei und Unten drei Karten. Die obenliegede Karte hat den Wert 3, die beiden mittleren Karten den Wert 2 und die drei untenliegenden Karten den Wert 1. Hat ein Spieler also beispielsweise 2 User und ein Angebot, das in der zweiten Reihe der Nachfragepyramide liegt, als größter oder zweitgrößter Anbieter auf einem seiner Webserver, bekommt er 2 x 2 Punkte.

3. Neue Karten vom Stapel ziehen:
Jetzt dürfen 5 neue Karten vom Stapel gezogen werden, mit denen die folgenden Aktionen durchgeführt werden können.

4. Kartenaktionen durchführen:
4.1 Neues Angebot auf den Webserver installieren:
Jeder Webserver hat zwei Festplatten, auf denen je ein Internetangebot installiert werden kann. Internetangebote, die auf einem Webserver installiert werden, werden rechts oder links vom Webserver angelegt. Voraussetzung ist, daß das Angebot, das installiert werden soll, auch in der Nachfragepyramide vorhanden und eine Festplatte eines Webserver frei ist. Maximal zwei Angebotskarten dürfen an jede Seite eines Webservers angelegt werden, erst wenn man einen Spezialisten anheuert (siehe Punkt 4.3), dürfen beliebig viele Karten angelegt werden.

4.2 Bestehendes Angebot erweitern:
Es können bestehende Internetangebote durch Anlegen weiterer Karten (mehr als zwei Karten allerdings nur mit Spezialist - siehe Punkt 4.3 -) vergrößert werden. Dies ist auch sinnvoll, denn man kann in einem Internetbereich nur dann Punkten, wenn man dort zumindest der zweitgrößte Anbieter ist!

4.3 Spezialisten anwerben:
Damit man mehr als zwei Karten auf eine Festplatte eines Servers installieren kann, muß man einen Spezialisten, symbolisiert durch ein Plättchen, anheuern. Dieser kostet eine beliebige Karte und wird auf das gewünschte Internetangebot eines eigenen Servers gelegt. Fortan dürfen dort mehr als zwei Karten angelegt werden.

4.4 Neuen Server kaufen:
Auf einen Server können nur zwei Internetangebote installiert werden. D.h. wenn man im harten Internetgeschäft mithalten will, muß man früher oder später weitere Webserver anschaffen, um ein breiter gefächertes Angebot bereitstellen zu können. Ein neuer Webserver kostet 5 beliebige Karten von der Hand.

4.5 Besseres Netz einrichten:
Das bei Spielbeginn jedem Spieler zur Verfügung gestellte Netz kann maximal 4 User bedienen. Steigt die Zahl der User an (siehe Punkt 4.6), wird ein besseres Netz benötigt. Neben dem 4er-Netz (Standardnetz) gibt es noch ein 7er-, 9er- und 10er-Netz. Jede Ausbaustufe kann dann entsprechend viele User bedienen.

4.6 User anwerben:
Ein 1-User-Plättchen erhält man, wenn man eine beliebige und eine passende Karte ablegt. Unter passender Karte versteht man eine Karte, die sowohl in der Nachfragepyramide als auch im eigenen Webangebot zu finden ist.
Für ein 2-User-Plättchen muß man 2 passende Karten ablegen. Wichtig: Es dürfen nicht mehr User angeworben werden, als das installierte Netz des Providers bedienen kann!

4.7 Streamer kaufen:
Ein Streamer kostet drei beliebige Karten und kann dazu genutzt werden, auf einem Webserver Platz zu schaffen. Will man ein neues Internetangebot installieren und hat auf keinem Webserver mehr eine Festplatte frei, muß man ein bestehendes Angebot auf dem Streamer sichern und dann das neue Angebot installieren.
Auf einem Streamer kann immer nur ein Internetangebot gesichert werden!

4.8 Nachfrage erweitern bzw. ändern:
In den ersten Runden ist es noch einfach Einfluß auf die Nachfrage zu nehmen. Es liegen nur 3 von 6 Nachfragekarten aus und man kann einfach eine seiner Karten auf ein freies Feld der Nachfragepyramide legen um eine neue Nachfrage zu schaffen. Schwieriger wird es, wenn alle Nachfrageplätze besetzt sind. Dann muß eine Nachfrage verdrängt werden. Dabei sind die Ziffern auf den Karten wichtig. Eine ausliegende Nachfragekarte kann nur dann durch eine andere ersetzt werden, wenn die neue Nachfragekarte eine höhere Ziffer aufweist. Ist dies nicht der Fall, können auch zwei Karten der gleichen Rubrik verwendet werden, wenn sie in der Summe eine höher Zahl aufweisen. In beiden Fällen wird die alte durch die neue Nachfragekarte ersetzt und die neue Karte mit dem X-Marker des Spielers belegt. Ein solches Nachfrageersetzen kann jeder Spieler nur einmal pro Zug durchführen.
Zu beachten ist, daß eine mit einem X-Marker belegte Nachfrage nicht verdrängt werden kann.

4.9 Nachfragen vertauschen:
Die in der Nachfragepyramide obenliegenden Karten bringen am meisten Punkte (Werte 3, 2, 1). Man kann eine untenliegende nach oben bringen, indem man eine gleiche Karte ausspielt. Danach darf man die entsprechende Angebotskarte mit der einer höherliegenden Ebene vertauschen. Diese Aktion kann ein Spieler mehrmals hintereinander durchführen, aber nicht bei Karten mit einem X-Marker.

5. Karten zurück auf die Hand nehmen:
Am Ende seines Zuges kann ein Spieler Internetangebote und auf den Streamer gespeicherte Angebote zurück auf die Hand nehmen.

X.Net ist ein Spiel, daß Internetfreaks einfach haben müssen! Die Mechanismen des Spiels greifen wunderbar ineinander und man weiß nie so recht, was man als erstes tun sollte. User anwerben ist wichtig, aber was nützt das, wenn das eigene Webangebot nicht der Nachfrage entspricht. Ein weiterer Webserver würde da helfen aber der kostet gleich 5 Karten, und das, wo man doch gerade auf den längst überfälligen Netzausbau spart. Außerdem müßte man dringend das Angebot an der Spitze der Nachfragepyramide etwas nach unten bringen oder gar ersetzen, damit die Konkurrenz nicht gar soviele Punkte bekommt.

Es gibt viel zu tun und zu bedenken und es ist gar nicht so einfach den Überblick zu behalten. X.Net ist ein super Kartenspiel, daß allerdings auch viel durch die gelungene Umsetzung des Themas Internet gewinnt.

Vielen Dank an Fanfor Verlag für das Rezensionsexemplar!


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