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Zauber Stauber



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 bis 50 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)



Verlag

Kosmos
Kosmos


Autor

Heinrich Glumpler


Bild



Sonstiges:

Spätestens seit Harry Potter weiß nicht nur der ambitionierte Zauberlehrling, dass auf magischen Besen, die einen durch die Lüfte tragen nicht nur Hexen unterwegs sind. Aber dass an dieser Art Fortbewegungsmittel auch der Fortschritt nicht vorübergeht, war vielleicht nicht jedem bekannt. Zum Glück gibt es das Spiel Zauberstauber aus dem Hause Kosmos. Dieses klärt einen darüber auf, dass die Hexe bzw. der Zauberer von heute nicht mehr einen Besen sondern einen Staubsauger, einen sog. Zauberstauber benutzt.

Doch diese Zauberstauber sind genauso wenig einfach zu beherrschen wie ihre Vorgänger die Besen und so empfiehlt es sich zunächst einmal die Flugschule zu besuchen, das erste in der Spielanleitung erläuterte Abenteuer.

Da kein Spielplan vorhanden ist, wird zunächst die Ausgangsstellung auf dem Spieltisch aufgebaut. Die acht Burgplättchen werden frei auf dem Tisch platziert, wobei vier der Burgen die Eckpunkte eines gedachten Trapezes bilden sollten, in welchem die anderen Burgen verteilt werden. Ein Stück von der langen Trapezseite entfernt werden soviele Hexenhäuser platziert, wie Spieler teilnehmen und auf der kurzen Trapezseite aber auch außerhalb des Trapezes wird das Plättchen, das die Katze Quaddatsch darstellt abgelegt.
Der Startspieler sucht sich als erster eines der Hexenhäuser als Startpunkt aus, gefolgt von den anderen, deren Auswahl immer kleiner wird. Als Ausgleich, darf der Spieler, der als letzter sein Hexenhaus beziehen durfte, das Rennen eröffnen.

Ziel der wilden Jagd auf den Zauberstaubern ist die Katze Quaddatsch, wer sie zuerst erreicht, hat gewonnen.

Doch wie fliegt sich nun so ein Zauberstauber? Benötigt wird ein Zauberbuch. Jeder Mitspieler erhält eines und immer wenn man am Zug ist, darf man entscheiden, ob man an Hand seines Zauberbuches die Flugroute seines Zauberstaubers weiterplant, oder den Zauber wirken läßt und losfliegt. Zu Beginn des ersten Zuges ist das Zauberbuch natürlich noch leer, man kann also noch nicht losfliegen und ist gezwungen, den ersten Teil seiner Flugroute zu planen. Hierzu wählt man eines der offenen Flugplättchen aus und legt es an die erste freie Stelle seines Zauberbuches an. So kann man bis zu fünf Züge vorausplanen, dann aber ist das Zauberbuch voll und man muß losfliegen. Sobald ein Flugplättchen am Zauberbuch anliegt, kann man aber seinen nächsten Zug auch dazu verwenden, um loszufliegen.

Wer fliegt, darf nicht planen, also kein Flugplättchen an sein Zauberbuch anlegen. Stattdessen werden die am Zauberbuch anliegenden Flugplättchen am Schweif der eigenen Zauberstaubers, der zuvor entfernt wird, angelegt. Die Flugplättchen müssen der Reihe nach genommen und genauso angelegt werden, wie sie auch am Zauberbuch angelegt waren! Ist das letzte Plättchen gelegt, wird am Ende der entstandenen Flugroute der Zauberstauber platziert. Die Flugplättchen werden entfernt und der Schweif des Zauberstaubers wird an diesem angelegt. So ergibt sich der Ausgangspunkt für den nächsten Flugabschnitt, bis das Ziel erreicht wird.

Doch so glatt verläuft ein Flug, insbesondere in den ersten Runden, nicht immer. Sobald eine Flugroute mit einem Hindernis oder einem anderen Zauberstauber oder dessen Schweif kollidiert, dürfen nur diejenigen Flugplättchen gelegt werden, die ein Positionieren des Zauberstaubers am Ende ohne Kollision ermöglichen. Alle anderen Flugplättchen verfallen.

Wer vorsichtig fliegt, d.h. nicht wartet bis fünf Flugplättchen an seinem Zauberbuch anliegen sondern schon vorher losfliegt, kommt zwar auch ans Ziel, kann die Flugroute besser abschätzen und wird wohl weniger Unfälle bauen, aber er muss öfter fliegen. Und da das Fliegen immer einen Zug kostet, in dem man seine Flugroute nicht planen kann, ist das möglicherweise ein zu großer "Zeitverlust".
Wer andererseits immer zu viele Flugplättchen auf einmal plant, kommt zwar, wenn alles klappt, schneller voran, läuft aber auch eher Gefahr sich einmal zu verplanen und seinen Flugabschnitt nicht komplett beenden zu können. Das kann einen schon mal ziemlich zurückwerfen, denn wer fünf Züge plant und beispielsweise nur zwei ausführen kann, hat drei Spielzüge vergeudet. Und gerade als "Fahrschüler" verplant man sich recht schnell.

Aber wer fleißig übt, dem wird die Flugschule früher oder später dann doch zu langweilig, obwohl man die Flüge schon recht lang interessant halten kann, wenn man die Hindernisse (un)günstig platziert.

Hat man erstmal genügend Erfahrung im Umgang mit einem Zauberstauber gesammelt, kann man sich auf die gleich mitgelieferten Abenteuer stürzen. Da gilt es dann zwischen zwei bestimmten Burgen hindurch- und dann zurück zum Ausgangspunkt zu fliegen, an dem rückwärts(!) "einzuparken" ist oder man muss die Katze Quaddatsch nicht nur erreichen sondern mit ihr ihm Gepäck möglichst viele Spielzüge (=Punkte) absolvieren, ohne dass einem einer der lieben Mitspieler die Katze abjagd um seinerseits Punkte zu sammeln usw.

Zauberstauber hat mir mehr Spass gemacht, also ich zunächst angenommen hatte. Es ist gar nicht so einfach seine Flugroute zu planen. Wer gleich zu Beginn, also mit wenig Erfahrung, lange Flugabschnitte plant, verzettelt sich mit Sicherheit und eckt des öfteren an. Mit etwas mehr Erfahrung kommt dann auch immer mehr Spannung ins Spiel und durch die verschiedenen Abenteuer mit unterschiedlichen Anforderungen und Schwierigkeitsgraden sorgen für lang anhaltenden Spielspaß. Die Zahl der "Fahrfehler" verringert sich mit zunehmender Erfahrung immer mehr, allerdings steigt, und das muß auch so sein, wenn die Konkurrenten ähnlich erfahren sind, die Risikobereitschaft.
Wer seine Mitspieler gut einschätzen kann, der schafft es sicherlich auch manchmal einen kurzen und sicheren Flugabschnitt zu fliegen ohne zu viel Zeit zu verlieren, indem dieser kurze Flugabschnitt für die Konkurrenz überraschend kommt und diese ausbremst. In Zauber Stauber steckt mehr, als man zunächst vermutet.

Vielen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar!


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