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Die Säulen der Erde



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 12 Jahre


Spieldauer

Ca. 90 bis 120 Minuten


Bewertung (max. 10)

8 Punkte (HOlg)



Verlag

Kosmos
Kosmos


Autor

Michael Rieneck,
Stefan Stadler


Bild



Sonstiges:

Bücher wurden ja schon öfter spielemässig umgesetzt. Der Herr der Ringe ist wohl eines der bekanntesten Beispiele dafür, denn hier gibt es ja spätestens seit der erfolgreichen Verfilmung geradezu eine Flut mehr oder weniger gelungener Brett- und Kartenspiele zum Thema. Und auch umgekehrt hat es schon Spiele gegeben, die den Sprung in die Literatur geschafft haben und Namens- und/oder Themengeber für einen Roman waren. Die Siedler von Catan dürften wohl inzwischen auch einigen Buchliebhabern bestens bekannt. Es ist also inzwischen gar nichts mehr so Ungewöhnliches das Thema eines Buches auch in einem Spiel wiederzufinden und umgekehrt.

Die Säulen der Erde sind nun ein weiterer Versuch, Stimmung, Handlung und Thema eines Romans brettspielmäßig aufzubereiten. Nun kann ich zur Umsetung des Romans nicht viel sagen, da ich ihn (noch) nicht gelesen habe, wohl aber zum Spiel als solchem.

In sechs Spielrunden wird eine Kathedrale errichtet, an deren Bau die bis zu vier Mitspieler beteiligt sind. In welchem Umfang, darüber geben am Ende die Siegpunkte Aufschluss, die in jeder Spielrunde vergeben werden. Der Eifrigste hat die meisten Siegpunkte und gewinnt das Spiel.
Doch bis dahin ist es ein langer Weg, auf dem Rohstoffe beschafft, Handwerker eingestellt und beschäfigt werden wollen. Letzteres ist es, was die begehrten Siegpunkte bringt. Jeder Handwerker, von denen jeder anfangs drei vor sich liegen hat, benötigen eine bestimmte Anzahl bestimmter Rohstoffe und können die ein oder mehrere Male pro Runde zu Siegpunkten verarbeiten.

Mit Voranschreiten des Baus werden immer bessere und effektivere Handwerker angelockt. Jede Runde können insgesamt immer vier neue Handwerker ins Spiel kommen, von denen zwei bereits in Phase 1 einer Runde gegen Bezahlung angeheuert werden können. Daneben kann man in dieser ersten Phase auch Rohstoffkarten auswählen und die dort angegebene Zahl eigener Arbeiter zum Holzmachen in den Wald, zum Steinebeschaffen in den Steinbruch oder zum Sandholen in die Kiesgrube schicken. Reihum wählen die Spieler entweder einen der beiden Handwerker oder eine der sieben Ressourcenkarten aus. Sind alle Karten vergeben oder keiner kann oder will eine weitere Karte nehmen, endet diese Phase und die Baumeister, von denen jeder drei zur Verfügung hat, kommen zum Einsatz.

Die Baumeister befinden sich in einem Stoffbeutel und werden nacheinander gezogen. Der Spieler dem der erste gezogener Baumeister gehört muss entscheiden, ob er diesen für 7 Goldstücke sofort auf eine Aktion einsetzen will, oder ob er sein Gold spart und dafür mit dem Einsetzen noch warten muss. Wie auch immer die Entscheidung ausfällt, für den nächsten gezogenen Baumeister muss schon nur noch ein um ein Goldstück geringerer Preis für das sofortige Einsetzen bezahlt werden und so geht es weiter, bis alle Baumeister gezogen wurden.
Es wird also im Laufe der Runde immer günstiger einen gezogenen Baumeister sofort einzusetzen, am Ende ist das Ganze sogar kostenlos und schliesslich kommen auch noch die Baumeister (kostenlos) zum Zug, die zunächst gepasst hatten.

Die Baumeister können für verschiedene Aktionen eingesetzt werden. Beispielsweise um in der nächsten Runde Startspieler zu sein, um sofort einen oder zwei Siegpunkte zu erhalten, um Steuerbefreit zu sein und ggf. zusätzlich noch ein Metall zu bekommen, um für die nächste Runde zwei zusätzliche Arbeiter zur Verfügung zu haben oder um einen oder gar zwei weitere Handwerker kostenlos zu bekommen. Die Einsatzmöglichkeiten sind zahlreich, die genannten nur eine unvollständige Aufzählung. Einige Aktionen sind begeehrter als andere und demzufolge schnell besetzt. Beim Ziehen der Baumeister gilt es also gut abzuwägen, ob man nicht doch besser den geforderten Goldpreis zahlt, um eine Aktion sofort wählen zu dürfen und damit auch tatsächlich zu bekommen bzw. ausführen zu dürfen.

Sind alle Baumeister untergebracht, werden die Aktionen und die Rohstoffvergaben entsprechend der Nummerierung auf dem Spielplan ausgeführt, beginnend mit einem zufälligen Ereignis, das aufgedeckt wird. Manchmal ist das Ereignis positiv und alle Spieler profitieren davon, oft kommt es aber auch zu negativen Auswirkungen. Auf der sicheren Seite ist, wer einen Baumeister beim Bischof eingesetzt hat, denn er ist als einziger geschützt (wenn er will).
Waren alle Baumeister aktiv und alle Rohstoffe sind vergeben, dürfen dann die Handwerker der Spieler die erworbenen Rohstoffe verarbeiten, d.h. sie in Siegpunkte umwandeln. Auf jeder Handwerkerkarte ist angegeben welche und wieviele Rohstoffe er wieoft pro Runde in wieviele Siegpunkte umwandelt. Je besser ein Handwerker ist, desto öfter kann er pro Runde arbeiten, desto mehr Siegpunket produziert er oder/und desto weniger Rohstoffe benötigt er. Die Rohstoffe werden abgegeben und die erwirtschafteten Siegpunkte auf der Leiste um das Spielbrett herum festgehalten.
Maximal fünf Rohstoffe darf man bunkern und für kommende Runden aufbewahren.

Als letzte Aktion einer Runde stellt der Startspieler eines der sechs Kathedralenteile auf das dafür vorgesehene Feld in der Mitte des Spielplans. Das nenne ich mal einen optisch ansprechenden und aufwändigen Rundenzähler, denn mehr steckt nicht dahinter, die Kathedralenbauteile haben nur diese Funktion. Sobald das sechste Bauteil aufgestellt wird, ist das Spiel beendet und die Siegpunktleiste zeigt den Gewinner, wobei Gleichstände durch das Gold in der Kasse der Spieler entschieden werden.

Der eine oder andere mag sich bei Säulen der Erde ein bisschen an Caylus erinnert fühlen. Ähnlichkeiten sind auch tatsächlich vorhanden, wobei die Säulen der Erde nicht die Spieltiefe von Caylus erreichen, dafür aber für meinen Geschmack optisch mehr zu bieten haben. Doch es gibt auch in diesem Spiel vieles zu entscheiden und wer sich von der wohl nicht abstreitbaren hohen Einstiegshürde bei Caylus hat abschrecken lassen aber das Spielprinzip interessant fand, der sollte auf jeden Fall einen näheren Blick auf die Säulen der Erde werfen.

Von Vorteil und mit grösserem Entscheidungsaufwand verbunden ist es Startspieler zu sein. Passt einer der ausliegenden Handwerker in meine Planung, gibt es Rohstoffe, die ich unbedingt benötige und die noch wichtiger als die ausliegenden Handwerker sind? Wichtige Fragen, die aber beantwortet werden müssen, denn man kann nie alles machen, was interessant wäre. Wer erst später an die Reihe kommt, hats oft nicht mehr ganz so schwer mit dem Entscheiden, so einiges ist dann schon Weg. Da gewinnt dann auch die Entscheidung aus dieser Phase auszusteigen an Bedeutung, denn wenn die Auswahl nicht mehr viel bringt, sind die übrigen Arbeiter in der Wollmanufaktur besser aufgehoben, denn dort gibt es bei der Auswertung der Aktionen immerhin 1 Gold pro Arbeiter.

Beim Ziehen der Baumeister in der zweiten Phase ist dann etwas Glück im Spiel, das allerdings nur derjenige Nutzen kann, der auch das nötige Kleingeld in der Kasse hat oder weiss, dass die Mitspieler ähnlich knapp bei Kasse sind. Denn wer hier frühzeitig zum Zug kommt, hat natürlich eine grössere und damit bessere Auswahl um die Bedürfnisse seiner aktuellen Spielsituation zu befriedigen.

Nicht nur in spielerischer Hinsicht sondern auch optisch gibt es an diesem Spiel eigentlich gar nichts auszusetzen. Viel Holz, stimmungsvolle Gestaltung von Spielplan und -karten und auch das Thema passt hervoragend, das alles sorgt auch für den nötigen "Appetit" auf dieses gute Spiel. Dazu muss man das Buch nicht gelesen haben, aber sicherlich steigert das den Spielspass nochmals.

Vielen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar!


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