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Anasazi



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 Minuten


Bewertung (max. 10)

5 Punkte (HOlg)



Verlag

Phalanx Games
Phalanx Games


Autor

Klaus-Jürgen Wrede


Bild



Sonstiges:

Nach Bison hat Phalanx mit Anasazi nun schon das zweite Spiel mit dem Thema "Indianer" innerhalb kurzer Zeit im Programm. Bison hat mir seinerzeit sehr gut gefallen, so könnte es also durchaus weitergehen. Anasazi versetzt allerdings nicht wie Bison tatsächlich in die "gute alte Zeit" des Westens, als noch kein weisser Mann das Land betreten hatte sondern die Spieler nehmen an Expeditionen teil um die Schätze der versunkenen Kultur der Anasazi zu entdecken. Wir befinden uns quasi in der Gegenwart oder bestenfalls der jüngeren Vergangenheit.

Im Rahmen von Expeditionen entdecken die Spieler die Kultur der Anasazi und insbesondere deren Schätze, welche bei Spielende die entscheidenden Punkte bringen. Doch es ist, wie es immer ist, je seltener ein gefundener Schatz (Farbe), von denen es vier Arten im Spiel gibt, desto wertvoller ist er letztendlich.
Ein Spielplan wird nicht benötigt, dafür aber ein relativ grosser Tisch, auf dem die Canyon-Plateaus mit den Pueblos in zwei grossräumigen Kreisen um das grosse Plättchen in der Mitte angeordnet werden. Ihr Abstand zueinander ist dabei so gross, dass zwischen ihnen noch ein Camp ausreichend Platz findet ohne "anzuecken". Ganz aussen sind die Startpunkte der Expeditionen.
In den Wohnstätten sind in verschiedenen Bereichen Schätze und auch Wohntürme zu finden. Letztere haben auf ihrer Unterseite eine von vier Farben. Je weniger von den Türmen einer Farbe nach ihrer Entdeckung durch die Expeditionen entfernt und auf dem Tabelau abgestellt werden, desto wertvoller werden die entsprechendfarbigen Schätze am Ende sein.

Der Spieler am Zug entscheidet sich zweimal hintereinander, ob er entweder eine Expedition weiterführen bzw. beginnen oder ein Camp errichten will. Im ersten Fall dürfen zwei Expeditionsplättchen ans Ende einer Expedition oder an einen Startpunkt angelegt werden, um so die Wohnstätten der Anasazi zu erreichen. Dort kann man dann einen Blick auf die Unterseite des Wohnturmes werfen, sofern man diesen Teil des Pueblos erreicht hat, diesen aus dem Spiel nehmen oder stehe lassen oder auch Schätze sammeln.
Kennt man die Farbe eines Wohnturmes und er entspricht nicht der Farbe, die man selbst sammelt um zu Punkten, nimmt man ihn am Besten aus dem Spiel. So verringert sich der Wert der entsprechendfarbigen Schätze bei Spielende.
Wer ein Camp platziert, darf sich einen der vorhandenen Wohntürme geheim anschauen, um diese Information im weiteren Spielverlauf zu nutzen, d.h. ihn evtl. aus dem Spiel zu nehmen.
Daneben können Camps einem den Vorteil bringen, die Mitspieler zu blockieren. Man selbst darf seine eigenen Camps natürlich passieren, und das erlaubt es einen zusätzlich noch, einen Schatz eines Mitspielers zu stehlen.

Sobald alle Expeditionsplättchen gelegt oder vier Türme einer Farbe entfernt und auf dem Tabelau abgelegt wurden endet das Spiel. Der Wert der gesammelten Schätze ergibt sich aus den noch sichtbaren, also nicht durch Türme besetzten Feldern auf dem Tabelau. Eine anfangs von jedem Spieler gezogene Auftragskarte verdoppelt den Wert einer Farbe und nachdem jeder, der eine Mehrheit in einer Farbe erreicht hat seinen Extra-Schatz in dieser Farbe kassiert hat, steht der Sieger fest.

Anasazi ist wahrlich kein "Schwergewicht", weder regeltechnisch noch in spielerischer Hinsicht. Auch optisch und funktional hat man für meinen Geschmack nicht gerade einen Leckerbissen vor sich liegen. Die Expeditionsplättchen machen das Spiel stellenweise zu einer "fummeligen" Angelegenheit und wenn mal einer der Türme umfällt, ist dessen Farbe gleich jedem bekannt, was mehr als ärgerlich ist.
Die Aktionsmöglichkeiten sind recht beschränkt und am besten lässt sich planen und gezielt vorgehen, wenn man sich den im Spiel vorhandenen Memory-Effekt zu Nutze macht. Wer sich gut merkt, welcher Turm welche Farbe hat, der kann gezielt die Farben welche die Mitspieler sammeln im Wert mindern.

Alles in allem ist Anasazi nicht gerade ein Spiel, das meinen Geschmack trifft. Wobei alles funktioniert und das Spiel sicherlich seine Zielgruppe hat, zu der ich aber einfach nicht gehöre. Möglicherweise war meine Erwartungshaltung auch etwas hoch, aber Bison ist halt aus meiner Sicht ein Klasse Spiel, an das Anasazi nicht annäherend herankommt.

Vielen Dank an Phalanx Games für das Rezensionsexemplar!


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