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Justinian



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 bis 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)



Verlag

Phalanx Games
Phalanx Games


Autor

Leo Colovini,
Alessandro Saragosa


Bild



Sonstiges:

Hoch in der Gunst eines Kaisers zu stehen war bestimmt immer ein erstrebenswertes Ziel. Zumindest sollte man solche Leute kennen. Und genauso ist es letztlich auch im Spiel Justinian aus dem Hause Phalanx, in dem die Spieler versuchen diejenigen Personen am Hofe von Justinian möglichst hoch in der Gunst aufsteigen zu lassen, die ihnen am besten zu den für den Spielsieg erforderlichen Siegpunkten verhelfen können.

Die Zwölf Günstlinge liegen entsprechend ihrer Ziffer auf einem Tabelau, das den Hof von Justinian darstellt, wobei die Gunst des Kaisers immer weiter nachlässt, je weiter links eine Person in der Reihe liegt. Die Personen werden durch Plättchen dargestellt, auf denen drei Aussparungen, kleine Fenster, vorhanden sind, die den jeweiligen jeweiligen Punktewert anlässlich der drei Wertungen und abhängig von der Position auf dem Tabelau anzeigen. Das erste Fenster gilt bei der ersten Wertung, das Zweite bei der zweiten Wertung usw.

Welche Personen jetzt für die Spieler von Interesse sind ergibt sich durch Karten in vier Farben. Jede Farbe enthält für jede Person eine Karte und von jeder Farbe erhalten die Spieler zwei Personenkarten. Bei jeder Wertung wird eine Farbe ausgewählt und jeder Spieler erhält die Punktewerte der Personen, von denen er die passenden Karten in der zu wertenden Farbe besitzt.
Man erkennt schon jetzt, dass eine der vier Farben bei nur drei Wertungen nicht zum Zuge kommt.

Doch wann wird nun gewertet und wie nimmt man Einfluss auf die Günstlinge des Kaisers, so dass sie möglichst viele Siegpunkte bringen? Jedesmal wenn ein Spiele an die Reihe kommt, darf er eine von anfänglich 10 Einflussplättchen hinter seinem Sichtschirm auswählen und ausspielen. Entweder direkt zu einem Günstling oder auf das Wertungstabelau.
Die Einflussplättchen haben die Werte 1 bis drei, entweder in rot oder in schwarz. Auf einen Günstling ausgespielt bedeutet das nun, dass dieser sich um 1 bis drei Positionen am Hof verbessert, wenn die Ziffer schwarz ist, oder eben verschlechtert, wenn die Ziffer rot ist.
Auf das Wertungstabelau ausgespielt ist nur der Wert, nicht aber die Farbe von Bedeutung. Nur wer den für das Auslösen einer Wertung erforderlichen Wert an Einflussplättchen auf das Wertungstabelau ausgespielt hat, hat am Ende einer Runde die Möglichkeit eine Wertung auszulösen, doch dazu später.

Wer keinen Einflussmarker mehr ausspielen kann oder will muss für diese Einflussrunde passen und erhält dafür zwei Einflussmarker aus dem verdeckten Vorrat hinter seinen Sichtschirm. Haben alle Spieler gepasst, entscheidet der letzte Spieler, der ausgestiegen ist, mit welcher Personen beginnend die Einflussmarker, die auf Günstlinge ausgespielt wurden (max. drei pro Günstling), ausgewertet werden. Das kann von entscheidender Bedeutung sein, denn ein Charakter, der sich beispielsweise um einige Positionen verschlechtert, bevor ein dann knapp hinter ihm liegender Günstling sich verbessert, kann sich dann zweimal hintereinander verschlechtern. Im schlimmsten Fall kann das sogar mehrmals hintereinander passieren, was einen Günstling schon mal ganz heftig nach hinten wirft. Aber natürlich kann das auch in die andere Richtung funktionieren, also einen an sich nicht sehr hoch in der Kaisergunst stehende Person heftig aufsteigen lassen, und daher ist es oftmals gar nicht schlecht als Letzter zu passen, insbesondere wenn man vermutet, dass eine Wertung ansteht.

Sobald die Wertungsplättchen für die Personen ausgewertet sind dürfen diejenigen Spieler, welche Wertungsplättchen mit ausreichender Höhe auf das Wertungstabelau ausgespielt haben entscheiden, ob jetzt eine Wertung stattfinden soll. Hauptsächlich hängt diese Entscheidung natürlich von der Position der in Frage kommenden Charaktere ab, aber auch davon, ob man möglicherweise derjenige ist, der entscheidet welche Farbe gewertet wird. Wer in der Summe die höchstwertigsten Einflussplättchen auf dem Wertungstabelau liegen hat, der darf unabhängig davon wer die Wertung ausgelöst hat, entscheiden welche Farbe und damit welche Personen für alle Spieler gewertet werden. Als Ausgleich erhalten alle anderen zusätzlich zu den Punkten welche die Personen dieser Spieler bringen werden, soviele Siegpunkte, wie ihre Einflussplättchen auf dem Wertungstabelau insgesamt wert sind.

Will keiner eine Wertung herbeiführen oder kann das noch keiner wird weitergespielt und eine neue Einflussrunde beginnt. Nach drei Wertungen gewinnt derjenige, dessen gewertete Personen insgesamt am meisten Siegpunkte gebracht haben.

Trotz der einfachen Regeln gibt es bei Justinian einiges zu bedenken. Möglichst als letzter zu passen ist sicherlich oft reizvoll, aber pro Passen bekommt man nur zwei neue Einflussmarker. Wer die allzu grosszügig ausspielt, der ist schnell seiner einzigen Einflussmöglichkeit auf seine Gewinnchancen beraubt. Interessant aber auch gefährlich kann es werden, wenn man in den vier Farben, die man anfangs ausgeteilt bekommt, öfter mal dieselben Charaktere findet. Das macht einen unabhängiger von der Farbe die gewertet wird und man muss sich auf weniger Personen konzentrieren. Wenn diese aber aus welchen Gründen auch immer mal schlecht dastehen, dann siehts bei der Wertung mehr als schlecht aus. Möglicherweise dann auch nicht nur bei dieser Wertung.

Bekommt man eine Person so gar nicht nach vorne, kann man nach einer Wertung diese Karte abgeben und durch eine andere, gleichfarbige vom verdeckten Stapel ersetzen. Bevor man zuviele Einflussmarker für das "Aufpeppeln" einer Person "verschwendet" sollte man lieber auf diese Weise sein Glück versuchen.
Wer am besten seine immer zu wenigen Einflussmarker einsetzt, der gewinnt. Zum richtigen Zeitpunkt passen oder eben durchhalten oder eine Wertung auslösen ist entscheidend aber auch oft knifflig zu beurteilen.

Vielen Dank an Phalanx Games für das Rezensionsexemplar!


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