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Der Dieb von Bagdad



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Queen Games
Queen Games


Autor

Thorsten Gimmler


Bild



Sonstiges:

Der Dieb von Bagdad ist einem möglicherweise ja schon öfter mal begegnet, zumindest im Film, denn davon gibt es inzwischen einige, die diesen Titel tragen. Jetzt kann man sich auch auf dem Spielbrett als Dieb in Bagdad beweisen und als erster ein gewisse Anzahl an Schatztruhen aus den gut bewachten Palästen stehlen.

Vier Schatztruhen gibt es in jedem Palast, doch mit jedem erfolgreichen Diebstahl einer Truhe aus einem der Paläste wird es schwieriger, sprich es werden mehr Diebe eines Spielers vor Ort benötigt, um erfolgreich zu sein. Ist es beim Raub der ersten Truhe noch erforderlich, dass ein Spieler vier seiner Diebe in dem entsprechenden Palast versammelt, so steigt die geforderte Zahl an Dieben mit jeder gestohlenen Truhe um eins an. Für die zweite Truhe sind also schon fünf Diebe erforderlich usw.

Doch wie bekommt man die Diebe in die Paläste? Nun das funktioniert mit Karten, von denen jeder Spieler anfangs abhängig von der Spielerreihenfolge einige auf der Hand hat und die in den Farben der 6 Paläste vorhanden sind. Will man also einen seiner Diebe in den roten Palast einschleusen, benötigt man eine oder mehrere rote Palastkarten bzw. Haremsdamen, die in diesem Spiel als Joker fungieren.
Da das eindringen in einen Palast schwieriger wird, je besser dieser bewacht ist steigt die Anzahl der benötigten Karten mit der Anzahl an Wächtern in den Farben der Mitspieler. Für jeden Wächter, der nicht die eigene Farbe trägt und der vor dem gewünschten Palast steht, ist eine entsprechendfarbige Karte abzugeben. Etwas seltsam mutet es an, dass die Diebe in einen unbewachten bzw. nur von eigenen Wächtern bewachten Palast nicht eindringen dürfen. Das scheint wohl der Diebesehre zu widersprechen, denn normalerweise könnte ein Dieb bei unbewachten Schätzen sicherlich kaum widerstehen.
Beruhigend ist es, dass nur vier Wächterplätze vor jedem Palast sind, d.h. maximal vier Karten kostet es, einen Dieb in einen bestens bewachten Palast direkt einzuschleusen. Aber meist sind nicht alle Felder besetzt bzw. von eigenen Wächtern, und die erschweren das Eindringen ja nicht.

Und wenn ein gewünschter Palast einfach zu lange zu gut bewacht wird, schleust man seine Diebe eben erstmal in einen anderen Palast ein, und verlegt sie dann mit Hilfe eines eigenen Wächters in den eigentlichen Zielpalast, und das funktioniert wie folgt:
Der Dieb wird zunächst wie oben beschrieben in einen Palast eingeschleust, vor dem im besten Fall ein eigener Wächter steht und der nur wenige Palastkarten kostet. Anschliessend - und damit sind wir beim zweiten Verwendungszweck der Palastkarten - wird der Wächter zum Zielpalast bewegt, indem man eine Palastkarte in der Farbe des Ziel- oder des Startpalastes ausspielt. Bei dieser Aktion darf dieser Wächter einen Dieb mitnehmen, der so sein eigentliches Ziel auf Umwegen erreichen kann. Da man quasi beliebig viele Spielzüge machen kann, solange die erforderlichen Karten ausgespielt werden können und nur maximal drei eigene Diebe bewegt werden, sind solche "Umwege" oft sehr interessant bzw. kartensparend.
Wie auch immer, sobald ein Spieler die auf der obesten Schatztruhe angegebene Zahl an Dieben in einen Palast zusammenbringt, erhält er diese Schatztruhe und entfernt die Diebe in diesem Palast vom Spielbrett. Diese bringen ihren Raub quasi in Sicherheit und müssen später für weitere Raubzüge erst wieder ins Spiel gebracht werden.

Neben den Wächtern, die durch die Spieler im Spiel sind und die Paläste beschützen sollen, gibt es auch neutrale Wächter, ganz in Schwarz. Diese gehören keinem Spieler, können aber auch überzeugt werden, besser einen anderen Palast zu bewachen. Dazu muss der Spieler am Zug je eine Palastkarte in der Farbe des Ausgangs- und des Zielpalastes abgeben, dann darf auch ein neutraler Wächter entsprechend versetzt werden.

Nach einem Spielzug dürfen drei Palastkarten vom verdeckten Stapel nachgezogen werden, wer aussetzt darf sich zusätzlich sogar eine vierte Karte, wenn vorhanden gar eine Haremsdame (Joker), nehmen.

Wieviele von den vier Wächtern und zwölf Dieben ein Spieler tatsächlich zur Verfügung hat, hängt von der Mitspielerzahl ab, genauso wie die für den Spielsieg erforderliche Zahl an Schatztruhen, die ein Spieler rauben muss.

Der Dieb von Bagdad ist nicht nur optisch stimmig und ansprechend sondern bietet neben dem natürlich vorhandenen Glück beim Kartenziehen auch etliche taktische Möglichkeiten. Die Kartenhand sollte nie zu sehr reduziert werden bzw. schnell wieder aufgefüllt sein. Notfalls auch mal einen Zug aussetzen, denn so eine Haremsdame ist nicht nur schön anzusehen, ihre Jokerfunktion ist mitunter schon äusserst hilfreich.
Auch die Absichten der Mitspieler gilt es im Auge zu behalten, denn nicht selten kann man mit wenig Aufwand der Konkurrenz einen Strich durch die Rechnung machen, in dem man beispielsweise das letzte Wächterfeld besetzt und so verhindert, dass ein anderer Spieler einen seiner Diebe auf diesem Weg in den Palast bringt. Zumindest aber verteuert man die Sache so dass die selbst aufgewendete Karte eigentlich selten umsonst gespielt wurde.

Die Regeln des Spiels sind einfach, das Thema wirkt etwas aufgesetzt und/aber das wichtigste ist, dass es Spass macht, am meisten zu viert.

Vielen Dank an Queen Games für das Rezensionsexemplar!


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