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Babel



Anzahl Spieler

Für 2 Spieler
ab 12 Jahre


Spieldauer

Ca. 45 bis 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)



Verlag

Kosmos
Kosmos


Autor

Uwe Rosenberg


Bild



Sonstiges:

Der Mensch wollte schon immer hoch hinaus. Das ist nicht nur heute so, das war schon immer so und daher konnte das neue Zweipersonenspiel von Kosmos, bei dem es um den Bau von Türmen geht, auch Babel genannt und in einer längst vergangenen Epoche angesiedelt werden.

Die beiden Spieler schlüpfen in die Rolle von Baumeistern, die mit Unterstützung von Assyrern, Medern, Sumerern, Hethitern und Persern versuchen möglichst wertvolle (=hohe) Türme zu bauen. 5 Bauplätze stehen ihnen hierfür zur Verfügung, doch es ist nicht ausreichend, sich alleine auf die eigenen Bauplätze zu konzentrieren, denn neben der Möglichkeit den eigenen Baufortschritt voranzutreiben bieten sich auch immer wieder Gelegenheiten den Turmbau des Gegenspielers zu stören bzw. zu nichte zu machen.

Im eigenen Bauhof liegen zu Beginn je die eine (die erste) Tempelausbaustufe. Von diesen Ausbaustufen gibt es 6 an der Zahl und jeder Turm muß im Rahmen seiner Entstehungsgeschichte all diese Stufen durchlaufen, d.h. der Turmbau muß stufenweise, eine nach der anderen erfolgen.
Auch von den Völkerkarten hat jeder Spieler gleich zu Beginn einen Vorrat. Mit 5 Karten beginnt man sein Vorhaben, die übrigen Karten bilden einen verdeckten Nachziehstapel.
Zu guter letzt gibt es da noch die Spielfigur, die neben dem Bauhof ihr Startfeld hat.

Der Spielverlauf gliedert sich in drei Phasen, wobei die erste Phase (Völkerkarten ziehen) und die dritte Phase (Tempelkarten ziehen und auslegen) äußerst kurz sind. Das eigentliche Spiel findet in Phase 2 (Aktionen ausführen) statt.

Zu Beginn seines Zuges zieht ein Spieler also Völkerkarten und zwar genau 3 Stück. Am Ende seines Zuges deckt ein Spieler zwei Tempelkarten auf und legt diese (die höhere Baustufe zuerst) überlappend (so daß alle Karten zu sehen sind) in seinen Bauhof.

Und nun zu den Aktionen der zweiten Zugphase. Hier kommen in erster Linie die Völkerkarten zum Einsatz und Tempel werden ausgebaut. Insgesamt stehen einem Spieler 5 Aktionen zu Verfügung, die er bis auf die Aktion "Völkerwanderung" (diese Aktion darf pro Zug nur einmal ausgeführt werden!) sooft ausführen darf, wie er die dafür erforderliche Bedingungen erfüllen kann.

1. Reisen:
Durch diese Aktion wird die Spielfigur zu den einzelnen eigenen Bauplätzen bewegt. Jeder Bauplatz ist einer Völkergruppe zugeordnet und durch Ausspielen einer Völkerkarte kann man seine Spielfigur an den entsprechenden Bauplatz ziehen. Der Aufenthalt der Spielfigur an einem bestimmten Bauplatz ist Voraussetzungen für einige der folgenden Aktionen!

2. Ansiedeln:
An dem Ort (Bauplatz), an dem sich die eigene Spielfigur befindet, können Völker angesiedelt werden. Um das zu tun, werden die gewünschten Völkerkarten einfach nacheinander (überlappend) unterhalb des Bauplatzes ausgelegt. Völkerkarten an den Bauplätzen sind Voraussetzung für den Bau von Tempelausbaustufen (siehe Aktion 3), Völkerwanderung (siehe Aktion 4) und Völkerfähigkeiten (siehe Aktion 5)!

3. Tempelbau:
Dort, wo sich die eigene Spielfigur befindet, kann der Tempel ausgebaut bzw. begonnen werden. Zunächst muß die Stufe 1, dann die Stufe 2 usw. errichtet werden. Gebaut wird, indem man eine der auf den Bauhöfen beider Spieler obenliegenden Tempelkarte nimmt und auf seinen Turm legt.
Voraussetzung ist, daß, wie bereits erwähnt, die eigene Spielfigur an diesem Bauplatz ist, die zu bauende Tempelkarte die nächsthöhere Ausbaustufe des Turmes ist und daß mindestens soviele Völkerkarten dort angesiedelt sind, wie der Tempel Ausbaustufen haben wird.

4. Völkerwanderung:
Liegen an einem Bauplatz mindestens drei Völkerkarten, kann ein Spieler genau 3 Völkerkarten von diesem Standort wegnehmen und an einem anderen Bauplatz ansiedeln.

5. Völkerfähigkeit:
Jedes Volk hat eine bestimmte Fähigkeit (steht auf der Karte), die ein Spieler immer dann einsetzen kann, wenn drei gleiche Karten an ein und demselben Bauplatz unmittelbar hintereinander liegen. Beispielsweise lassen drei Assyrer den gegnerischen Tempel einstürzen, 3 Hethiter rauben die oberste Baustufe vom gegenüberliegenden gegnerischen Tempel, 3 Meder lassen eine Völkergruppe des Gegners an diesem Bauplatz abwandern, 3 Sumerer bewegen gegnerische Völkerkarten zum Überlaufen und 3 Perser ermöglichen das Auslassen einer Baustufe.
Damit ein solcher Drilling nicht immer und immer wieder eingesetzt werden kann, muß nach dem Einsatz einer Völkerfähigkeit eine der drei gleichen Völkerkarten auf den Ablagestapel gelegt werden.
Diese fünf Aktionsmöglichkeiten ermöglichen den Spielern eine erstaunliche Fülle an Möglichkeiten, insbesondere dadurch, daß man solange Aktionen ausführen darf, wie es die eigenen Handkarten ermöglichen!
Gefährlich und oft nicht auf Anhieb überblickbar sind die Möglichkeiten, die sich durch eine Völkerwanderung ergeben können!

Bei all diesen taktischen Möglichkeiten bleibt jedoch auch ein nicht zu leugnendes Glücksmoment. Zieht man einfach nicht die Völkerkarten die man benötigt bzw. der Gegner zieht immer genau das, was er gerade braucht, dann hilft die beste Taktik nicht. Bei gleichstarken Spielern ist es daher auch oftmals der Zufall, der letztendlich das Spiel entscheidet.

In jedem Fall aber ist Babel ein optisch schönes, kurzweiliges und immer wieder interessantes Spiel. Wer taktische Fehler begeht kann durch Glück alleine auch nicht gewinnen und so heißt es immer Augen offenhalten, die Fehler des Gegners erkennen, sie ausnutzen und den Spielausgang nicht dem Zufall überlassen!

Vielen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar!


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