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Notre Dame



Anzahl Spieler

Für 2 bis 5 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 bis 75 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Alea
Alea


Autor

Stefan Feld


Bild



Sonstiges:

Notre Dame, ein wohlbekannter Name, der mehreren Kirchen verliehen wurde. Auch Universitäten sind so benannt, sogar eine Oper und nun auch die Alea-Neuheit des Jahres 2007, deren Prototyp ja schon auf der Spielemesse 2006 in Essen zu sehen und zu spielen war. Am bekanntesten ist natürlich die Notre Dame de Paris und um diese Kathedrale geht es auch.
Wobei das nur die "halbe Wahrheit" ist, denn die Kathedrale ist nur eine der Möglichkeiten im durch den Spielplan dargestellten Paris Prestige zu erwerben, welches am Ende über den Spielsieg entscheidet.

Als einflussreiche Bürger von Paris stehen den Mitspielern etliche Möglichkeiten zur Verfügung um zu Ansehen zu kommen doch immer gilt es seinen Einfluss und sein Geld einzusetzen. Ein Stadtteil von Paris, vier Einflußsteine, drei Münzen und eine Kutsche stehen den Spielern zu Verfügung. Durch neun Aktionskarten werden die Einflußsteine nun in drei Runden entweder in Gebäude des eigenen Stadtteils ge- bzw. versetzt oder in die Kathedrale. Jede Runde ziehen die Spieler drei Karten von ihrem verdeckten und gemischten Stapel, wobei nur eine dieser Karten behalten werden darf, die beiden anderen werden an den linken Nachbar weitergegeben. Von den beiden Karten seines rechten Nachbarn wählt man nun eine Karte aus, die andere wird wiederrum an den linken Nachbarn weitergegeben, der diese nun auf die Hand nimmt.
Jeder hat nun wieder drei Karten auf der Hand. Beginnend mit dem Startspieler wird dann reihum erst eine und anschliessend eine zweite Aktionskarte ausgespielt und ausgeführt. Diese Karten zeigen meist ein Gebäude des Stadtteils, in das nun ein eigener Einflußstein gesetzt werden darf und das dem Spieler Vergünstigungen einbringt.

In der Klosterschule gibt es Nachschub an Einflußsteinen, in der Bank Münzen und in der Residenz direkt die für den Spielsieg benötigten Prestigepunkte. Die Höhe des Ertrages ist in allen Fällen von der Anzahl der vorhandenen Einflußsteine abhängig. Wer also beispielsweise seinen zweiten Einflußstein in die Bank setzt, erhält zwei Münzen.

Mit der Kutscherei kann man seine Kutsche, die auf dem Marktplatz im Zentrum des eigenen Stadtteils startet, auf Reisen schicken um sog. Botschaften einzusammeln, welche Vergünstigungen in Form von Münzen, Einflusssteinen oder Prestigepunkten bringen. Manche ist auch hilfreich um der Rattenplage Herr zu werden, doch dazu später mehr.
Die Botschaften sind jeweils in der Farbe des Spielers, in dessen Stadtteil sie liegen und man darf zu keinem Zeitpunkt zwei Botschaften einer Farbe mehr als von irgendeiner anderen einsammeln, was das Ganze etwas erschwert und die Spieler zwingt mit der Kutsche durch die ganze Stadt zu kutschieren.

Im Gasthaus kann man seine Vergünstigung wählen. Entweder einen Einflussstein, eine Münze oder ein Verringern der Rattenplage. Ab dem vierten Einflussstein auf diesem Gebäude dürfen zwei Vergünstigungen gewählt werden.

Der Vertraute, der beim ersten Mal eingesetzt und künftig beim Ausspielen der entsprechenden Aktionskarte versetzt wird, ist quasi ein mobiler Einflussstein, der jedesmal in ein anderes Gebäude versetzt werden muss.

Der Park ist eine Möglichkeit die Rattenplage einzudämmen und je zwei Einflusssteine im Park bedeuten immer dann, wenn es durch Aktionen Prestigepunkte gibt einen Extra-Siegpunkt.

Auch das Hospital verringert die Rattenplage. Einmal unmittelbar beim Einsetzen des Einflusssteines - genauso wie beim Park - und ein weiteres Mal wenn die Rattenplage für die laufende Runde ermittelt wird.
Am Anfang jeder Runde werden drei Personenkarten aufgedeckt. Am unteren Rand jeder Karte sind keine, eine oder mehrere Ratten zu sehen und die Summe der Ratten aller drei Personenkarten stellt die Rattenplage dar. Dieser Wert wird mit dem bereits auf der Leiste im Hafen der Spielerstadtteile festgehaltenen Wert addiert. Steigt der Wert über neun, so bleibt der Marker auf der Neun, allerdings müssen aufgrund der ausgebrochenen Seuche zwei Prestigepunkte abgegeben und ein Einflussstein aus dem Gebäude mit den meisten Steinen entfernt werden.

Auch in die Kathedrale können Einflusssteine eingesetzt werden und das bringt Siegpunkte. Sogar zweimal. Das erste Mal beim Einsetzen des Spielsteines in Abhängigkeit mit der damit verbundenen Spende, das zweite Mal bei der Wertung nach der 3., 6. bzw. 9. Runde.
Wer einen Einflussstein in die Kathedrale setzt, muss einen, zwei oder drei Münzen spenden und erhält dafür unmittelbar einen, drei oder sechs Prestigepunkte.
Nach jeweils drei Runden wird die Kathedrale gewertet und die Spieler erhalten ihre Spielsteine zurück. Auf der Kathedrale ist eine Punktewert zu sehen, und dieser wird auf alle vorhandenen Einflussteine verteilt (ggf. abgerundet).

Haben alle Spieler ihre beiden Aktionen durchgeführt, darf jeder eine Münze investieren, um eine der drei ausliegenden Personen zu bestechen. Da können Einflusssteine umverteilt werden oder es gibt Prestigepunkte für mit mindestens zwei Steinen besetzte Gebäude, oder für unbesetzte Gebäude usw.

Nach der neunten Runde und der dritten Wertung der Notre Dame endet das Spiel. Gewonnen hat derjenige, der die meisten Prestigepunkte anhäufen konnte.

Anfangs muss man sich an die Symbole der Aktionskarten und Gebäude welche deren Funktion erklären gewöhnen, doch das geht schnell und schon hat man ein flüssiges und kurzweiliges Spiel, bei dem es darum geht aus den zur Verfügung stehenden Aktionen, die man am liebsten alle (und dann noch mehr) machen würde, die momentan Beste herauszufinden.
Dabei muss der Seuchenwert im Auge behalten werden, die Wertung der Kathedrale und die Ressourcen, also die Einflusssteine und Münzen, die nie ausgehen sollten, ohne dass man die Möglichkeit für schnellen Nachschub hat.
Trotz zahlreicher Aktionsmöglichkeiten bleibt die Regel überschaubar und ist wie immer vorbildlich. Das Spiel selbst ist weder banal noch komplex und mit 4 von 10 Punkten auf der Aleaskala meines Erachtens richtig eingestuft. Einzig die Gebäude und Karten und deren Funktionen müssen in der ersten Partie kennengelernt werden, der Rest ist regeltechnisch aber nicht unbedingt spieltechnisch einfach, denn es gibt viel zu berücksichtigen und viele Strategien auszuprobieren.

Obwohl es viele Möglichkeiten gibt Prestigepunkte zu bekommen scheint es mir bisher am erfolgversprechensten zu sein hauptsächlich für ausreichend Einflusssteine und reichlich Münzen im Vorrat zu sorgen, immer in Notre Dame vertreten zu sein (am besten mehrfach wobei immer soviel wie möglich gespendet werden sollte ohne auf die Bestechung verzichten zu müssen) und die Personenkarten welche Prestigepunkte einbringen zu kennen und möglichst effektiv und immer zu nutzen. Natürlich muss man auch auf die Rattenplage achten! Das gibt sichere Prestigepunkte, während man beispielsweise beim Reisen mit der Kutsche auch noch das Glück braucht die "guten" Botschaften zu erhalten.
Das Gasthaus lohnt sich eigentlich nur dann, wenn man dringed die Rattenplage eindämmen muss oder mal in Geldnöten ist und keine andere passende Aktionskarte zur Verfügung steht, die dieses Problem löst.
Interessant ist auch der Park, insbesondere wenn man recht schnell zumindest zwei Spielsteine hineinbekommt, denn umso länger erhält man einen Extra-Prestigepunkt. Alles in Allem ist Notre Dame kein Überflieger, aber ein sehr gutes Spiel, dass sich in der Alea-Reihe nicht zu verstecken braucht.

Vielen Dank an Alea für das Rezensionsexemplar!


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