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Der Markt von Alturien



Anzahl Spieler

Für 2 bis 6 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)



Verlag

Pro Ludo
Pro Ludo


Autor

Wolfgang Kramer


Bild



Sonstiges:

Der Markt von Alturien versetzt seine Mitspieler in ein kleines Land, irgendwo in Europa, mitten ins tiefste Mittelalter. Dieses Spiel soll der Beginn einer ganzen Reihe von Alturien-Spielen sein, welche die Geschichte vom Aufstieg über die Blütezeit bis zum Niedergang dieses Reiches beschreiben. Doch seinen Anfang hat alles auf dem Markt von Alturien, auf dem sich zwei bis sechs konkurrierende Handelsfamilien mit ihren Geschäften und Handelshäusern durchsetzen wollen um Macht und Einfluss zu erlangen um in den Adelsstand erhoben zu werden.

Vier Handelshäuser und ein von der Mitspielerzahl abhängiges Startkapital hat jeder zu Spielbeginn und nachdem die potentiellen Kunden, 3 Barone, 2 Marques und 1 Grande, welche sich in ihrer Kaufkraft unterscheiden, durch die Spieler auf dem Spielplan, dem Markt mit seinen Gassen, platziert wurden, werden auch die vier Geschäfte durch die Spieler eingesetzt. Klar sollte dabei beachtet werden, dass die Kunden nicht zu weit von den eigenen Geschäften entfernt sind. Doch es gibt noch mehr zu beachten. Beispielsweise die Monopolstellungen in den verschiedenen Bereichen/Warenangeboten. Als Monopolist in einer Warenart sind die Geschäfte mit den Kunden noch einträglicher und letztlich geht es ja darum möglichst viel Geld zu verdienen.
Zwar zählt am Ende nicht das Barvermögen, höchstens bei einem Gleichstand, sondern das mit diesem Geld erworbene Prestige, welches man in Form von Karten zu je 12 Real, die Währung in Alturien, erwerben kann.

Mit dem Startkapital und den zu erwartenden Einnahmen aus den ersten vier Geschäften alleine jedoch würde es mit Sicherheit zu lange dauern das nötige Geld für die erforderlichen drei Prestigkarten zusammen zu bekommen und so ist es unerlässlich die ersten Einnahmen zu reinvestieren. Neue Geschäfte eröffnen, bestehende Handelshäuser aufstocken und dadurch vergrössern oder, sofern man mit der erweiterten Regel spielt, Investitionskarten zu kaufen, welche verschiedene Vergünstigungen bedeuten, die einem das künftige Geldverdienen erleichtern sollen und können, das sind die Möglichkeiten sein Geld gewinnbringend anzulegen.
br> Zu Beginn eines Spielzuges wird mit einem Würfel gewürfelt und eine der sieben Personen/Kunden auf dem Spielplan muss um genau diese Augenzahl in Blickrichtung weiterbewegt werden. Bei Abbiegungen und Kreuzungen kann die Zugrichtung geändert werden und am besten ist es, wenn man eine der Figuren auf das Feld vor einem eigenen Geschäft ziehen kann, denn dann wird Geld verdient. Die Höhe der Einnahme hängt davon ab, wie gross (Anzahl der Stockwerke) das Geschäft ist und um welchen Kunden es sich handelt. Barone haben den Wert 1, Marques den Wert 2 und der Grande den Wert 3, welcher mit der Anzahl der Stockwerke des Geschäftes multipliziert wird.
Hat sich einer oder mehrere der Kunden bei Zugbeginn auf einem Feld vor einem Spezialgeschäft (dunkles Feld) befunden, so kaufen diese auch ein, sie müssen nicht in diesem Zug auf das Feld gezogen worden sein. Spezialgeschäfte sind also besonders interessant, denn steht kein Kunde erstmal davor muss einer der Konkurrenten ihn von dort wegbewegen um diese regelmässige Einnahmequelle versiegen zu lassen. Allerdings darf jeder Spieler bei Spielbeginn nur ein Geschäft auf einem Spezialfeld errichten und neue Spezialgeschäfte im weiteren Spielverlauf zu errichten ist natürlich teuerer als die "normalen" Geschäfte. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort ein Spezialgeschäft kann aber auch äussert lukrativ sein.

Nach Bewegung und Einkauf darf das vorhandene Geld investiert werden. Neue (Spezial-)Geschäfte, erweitern bestehender Handelshäuser, Investitionskarten und Prestigekarten, das ist die überschaubare Auswahl an Investitionsmöglichkeiten von denen nach jedem Zug immer nur eine gewählt werden darf.

Hat am Ende des Spielzuges der Spieler mindestens 10 Real (oder/und ggf. Prestigepunkte) kommt Gustavo, das Wiesel ins Spiel, sowie die Stadtwache, welche der derzeit ärmste Spieler erhält. Das Wiesel ist ein Dieb, eine Art Robin Hood, der den Inhaber eines Geschäftes um sein hart verdientes Geld erleichtert und es einem anderen gibt.
Gustavo kann von jedem Spieler nach dem Würfelwurf gezogen werden. Meistens wird man davon wohl auch Gebrauch machen, denn anschliessend darf erneut gewürfelt und eine zweite Person gezogen werden, auch Gustavo. Man verliert also keine Chance einen Kunden in seine Laden zu bringen, wenn man sich für Gustavo entscheidet, im Gegenteil, vielleicht ist der zweite Würfelwurf sogar günstiger. Und ganz abgesehen davon kann man mit Gustavo nicht nur einen Konkurrenten schädigen sondern auch die eigene Kasse aufbessern, denn das Diebesgut gibt er uneigennützig an denjenigen, der ihn gezogen hat, weiter.
Einzig die Stadtwache kann Gustavo aufhalten. Wer diese Karte besitzt, dessen Geschäfte sind sicher. Anfangs befindet sich die Stadtwache beim ärmsten Spieler, später wechselt sie, und zwar immer zu demjenigen, der als letzter bestohlen wurde. Das Wiesel ist fair und keiner wird zweimal hintereinander beraubt.

So wird Runde um Runde am Markt Geld verdient, gestohlen und investiert, bis einer der Spieler seine dritte Prestigekarte erworben hat. In diesem Fall wird die laufende Runde noch zu Ende gespielt, so dass jeder Spieler gleich oft am Zug war. Es gewinnt der Spieler mit den meisten Prestigekarten bzw. dem meisten Geld bei Gleichstand.

Der Markt von Alturien ist ein gelungener Auftakt für die kommende Alturien-Reihe. Mit Glück und Taktik, ohne zu komplex zu sein und mit einer angenehmen Spieldauer, ist das Spiel absolut familientauglich und bringt für diejenigen, die gerne etwas mehr Einfluss nehmen möchten und den Taktik teil zumindest etwas erhöhen wollen, gleich noch eine Erweiterung mit. Denn ein taktisches Schwergewicht ist das Spiel jedenfalls nicht, doch die Mischung aus Taktik und Glück passt.
Das Schachtelformat ist nicht gerade besonders "schranktauglich" und wäre wahrscheinlich nicht unbedingt erforderlich gewesen. Das Spielmaterial ist einwandfrei und fördert den Spielspass. Der Markt von Alturien wird wohl öfter mal auf dem Spieltisch landen.

Vielen Dank an Pro Ludo für das Rezensionsexemplar!


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