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Bali



Anzahl Spieler

Für 3 bis 4 Spieler
ab 12 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)



Verlag

Kosmos
Kosmos


Autor

Uwe Rosenberg


Bild



Sonstiges:

Das Thema des Spiels Bali stammt, wie man der Einleitung der Spielregel entnehmen kann, aus dem 16. Jahrhundert, in dem sich die Herrschaft eines Königs im Malaiischen Archipel, dem heutigen Indonesien, auf den Besitz kunstvoller und heiliger Dämonenmasken stützte.
Diese wurden durch einen von Insel zu Insel reisenden Puppenspieler (Dalang) an die vielversprechendsten Königsanwärter verteilt, in deren Rolle die drei oder vier Mitspieler schlüpfen. Sobald der Puppenspieler alle Masken aus dem Besitz des dahingeschiedenen Königs verteilt hatte, stand der Nachfolger fest, nämlich derjenige Aspirant, der die wertvollsten Dämonenmasken sammeln konnte.

Im Spiel gibt es vier Inseln, die der Dalang bereist und bei jedem Ortswechsel vergibt er auf der Insel, auf die es ihn verschlägt eine seiner Masken, die im weiteren Spielverlauf immer wertvoller werden. Auf jeder dieser Inseln gibt es einen Priester und einen Fürsten und nur derjenige Spieler, der auf der Insel die durch den Dalang besucht wird zumindest die Gunst eines dieser mächtigen Persönlichkeiten inne hat, hat auch Anspruch auf eine Dämonenmaske.
Wem die Mächtigen der Inseln zur Zeit ihre Gunst schenken kann man an den Dörfern sehen, in denen sie sich gerade aufhalten. Jeder Spieler besitzt auf jeder der Inseln eine Stadt in seiner Farbe, mit je zwei Feldern, eines für den Fürsten und eines für den Priester.

Motor des Spiels sind 135 Spielkarten, durch die die Spieler Einfluß darauf nehmen können, auf welche Insel der Dalang reist und ob und in welche Stadt der Priester bzw. der Fürst einer Insel reisen.
Das ungewöhnlichste ist wohl, daß jeder Spieler einen Satz Handkarten, anfangs sind das je 3 Karten, für jede der vier Inseln bekommt, die jeweils bei der entsprechenden Insel abgelegt werden, jeder Spieler an einer Seite der Insel, so daß die Spieler immer ihre eigenen Karten erkennen können. Diese vier Kartensätze sind nötig, da immer nur der Kartensatz eines Spielers verwendet wird, der an der derzeit aktiven Insel (die welche der Dalang gerade besucht) liegt. Nur diesen Kartensatz nehmen die Spieler auf die Hand.
Sobald die Spielfigur Dalang die Insel verläßt, werden die Karten zurück an die Insel angelegt und der Kartensatz der neuen Insel aufgenommen.

Die Karten können Krieger-, Gelehrte-, Künstler-, Priester-, Fürsten- oder Dalang-Karten sein. Die erste Aktion eines Spieler, der an die Reihe kommt, besteht im Ziehen von 2 Karten. Die Mitspieler dürfen anschließend reihum ebenfalls eine Karte ziehen. Als zweite Aktion können nun Karten ausgespielt werden, die je nach Art der Karte unterschiedliche Wirkungen erzielen.

Mit einer Krieger-Karte fordert man seine Mitspieler heraus, allerdings muß ein Spieler bestimmt werden, der von dieser Herausforderung nicht betroffen sein soll. Alle anderen, also alle herausgeforderten Spieler müssen nun ebenfalls einen Krieger ausspielen. Wer das nicht kann, muß drei seiner Handkarten auf beliebige eigene Kartenstapel an Inseln ablegen und kann an diesem Zug seines Mitspielers nicht weiter teilhaben. Ist ein passiver Spieler sogar in der Lage zwei Krieger-Karten auszuspielen kann er damit den Zug des aktiven Spielers beenden und dessen rechten Nachbarn zum neuen aktiven Spieler machen.

Spielt der aktive Spieler einen Gelehrten aus, darf er bis zu 3 seiner Handkarten auf andere eigene Stapel an anderen Inseln ablegen oder bis zu drei Karten von anderen eigenen Stapeln ziehen und auf die Hand nehmen. Nach dieser Aktion dürfen die passiven Spieler diese Aktion ebenfalls durchführen, wenn auch sie einen Gelehrten ausspielen. Auch hier gilt: Kann ein passiver Spieler zwei Gelehrte ausspielen, ist der Zug des aktiven Spieler zwangweise beendet.

Der Künstler erlaubt es einem Spieler eine beliebige Anzahl an Handkarten abzulegen und dafür die gleiche Anzahl neue Karten vom Stapel zu ziehen. Auch hier haben anschließend alle passiven Spieler (sofern sie nicht durch eine Krieger-Karte vertrieben wurden) entweder die Möglichkeit die gleiche Aktion durch Ausspielen eines Künstlers auszuführen oder den Zug des aktiven Spieler durch zwei dieser Karten zu beenden.

Mit den Priester- und Fürsten-Karten kann man versuchen, den entsprechenden Inselbewohner in seine Stadt zu bekommen (was sich ja, wie wir schon wissen, günstig auf die Verteilung der Dämonenmasken auswirkt, sobald der Dalang die Insel besucht!).
Hierzu spielt der aktive Spieler zunächst eine dieser Karten aus. Anschließend darf er eine beliebige Zahl weiterer Karten dieser Art ausspielen. Die passiven Spieler können diese Gebot überbieten, indem sie mehr Karten vorweisen. Der Spieler, der die meisten Fürsten oder Priester ausgespielt hat, darf den entsprechenden Spielchip in sein Dorf auf dieser Insel legen.
Die erste Karte, die der aktive Spieler hierbei ausspielt, kommt auf den Ablagestapel, alle übrigen Karten müssen nur vorgezeigt werden und können anschließend wieder auf die Hand genommen werden.

Bleiben zu guter letzt noch die Dalang-Karten. Auf ihnen stehen immer zwei Inselnamen und der aktive Spieler, der eine solche Karte ausspielt (auf den Ablagestapel) muß sich für eine dieser Inseln entscheiden und mitteilen, auf welche der beiden Inseln er den Dalang gerne versetzen würde.
Ist ein passiver Spieler mit dem geplanten Ortswechsel nicht einverstanden, kann er ihn durch Ausspielen eine Dalang-Karte mit dem gleichen Inselnamen verhindern.
Findet ein Ortswechsel statt, müssen die bisherigen Handkarten an die "alte" Insel gelegt und die Karten der neuen aktiven Insel aufgenommen werden. Desweiteren kommt es zu einer Wertung, wenn der aktive Spieler auf der neuen Insel den Priester, den Fürsten oder gar beide in seinem Dorf hat. Sind sowohl Priester als auch Fürst im Dorf des aktiven Spielers bekommt er die nächste offene Dämonenmaske. Hat einer der passiven Spieler entweder den Priester oder den Fürsten in seinem Dorf, darf zunächst dieser Spieler eine Maske nehmen und anschließend der aktive Spieler. Da die Werte der Dämonenmasken langsam aber stetig steigen, hat immer der aktive Spieler den Vorteil die zweite Maske zu bekommen, in vielen Fällen eine wertvollere als der passive Spieler.

Nach einer Wertung endet ein Spielzug und der nächste Spieler wird zum aktiven Spieler.

Sobald alle Dämonenmasken vergeben sind, gewinnt derjenige, der die wertvollsten ergattern konnte.

Bali ist zwar "nur" ein Kartenspiel, das in einer etwas größeren Spielschachtel daherkommt als das üblicherweise bei Kartenspielen der Fall ist und daher vielleicht größere Erwartungen weckt, aber äußerst spannend und kurzweilig, eine "Echter Rosenberg" eben. Schon mit Bohnanza hat Uwe Rosenberg einen Klassiker im Kartenspielbereich abgeliefert und Bali ist von ähnlicher Qualität.
Den Überblick über vier eigene Handkartenstapel zu behalten, mit der Möglichkeit diese Stapel immer wieder zu verändern (durch Gelehrten-Karten) ist nicht immer einfach, aber ungeheuer wichtig, will man doch die richtigen Karten bei der richtigen Insel liegen haben und dann auch noch den Dalang dorthin dirigieren. Keine einfache Aufgabe, noch dazu wenn einem 3 Mitspieler immer wieder dazwischenfunken!

Vielen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar!


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