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Portobello Market



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 8 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)



Verlag

Schmidt Spiele
Schmidt Spiele


Autor

Thomas Odenhoven


Bild



Sonstiges:

Die Protobello Road ist in London und jeden Samstag ab 6 hat dort ein Markt geöffnet, angeblich der grösste Antiquitätenmarkt der Welt. Nun bin ich kein Fan von Antiquitäten und mir war daher auch dieser Markt unbekannt. Aber ich bin Spiele-Fan und freue mich immer wieder, wenn mich das Thema eines Spieles mit Informationen über Bereiche versorgt, die mir sonst wahrscheinlich gänzlich unbekannt geblieben wären.

Also werde ich mit bis zu vier Mitspielern Marktstände errichten um damit die zahlungskräftigsten Kunden anzulocken. Der Spielplan ist ansprechend gestaltet und zeigt das Londoner Stadtviertel mit 11 Plätzen und vielen Gassen, in denen die Marktstände aufgebaut werden können bzw. sich später die Kunden tummeln. Ein Bobby wird durch den Spieler rechts vom Startspieler auf einen der Distrikte gestellt. Er hat eine entscheidende Funktion im Spiel, und wer als letzter mit seinem Zug an die Reihe kommt, darf zumindest die Startposition des Bobby festlegen. Nur in den Gassen, die an den Distrikt grenzen an dem sich der Bobby aufhält, dürfen Marktstände erreichtet werden.

Wer am Zug ist entscheidet sich zunächst für eines seiner 3 Aktionsplättchen und legt damit die Anzahl seiner Aktionen für den laufenden Zug fest. 2, 3 oder 4 Aktionen sind das, und erst wenn alle Aktionsplättchen einmal eingesetzt wurden, erhält man diese wieder zurück.

Seine Aktionen kann man dazu verwenden einen seiner Marktstände auf ein Feld in einer Gasse einzusetzen, die an den Distrikt grenzt, an dem sich der Bobby aufhält. Ist das nicht der gewünschte Distrikt, darf man vorher - und auch später noch - beliebig oft den Bobby bewegen, was keine Aktion, dafür aber möglicherweise Siegpunkte kostet.
Bewegt sich der Bobby von einem zum anderen Distrikt, ist es unumgänglich, dass er dabei Gassen überquert. Ist die Gasse noch ohne Marktstände, kostet das Überqueren 1 Punkt, hat ein Mitspieler die Mehrheit an Marktständen in dieser Gasse, so erhält dieser den Punkt, den man selbst abgeben muss und haben gar mehrere Mitspieler gemeinsam die Mehrheit, so muss jedem von ihnen 1 Siegpunkt "gezahlt" werden.
Am besten man hat selbst die Mehrheit, denn dann müssen gar keine Siegpunkte abgegeben werden.

Die Plätze für Marktstände in den einzelnen Gassen haben zum einen unterschiedliche Wertigkeiten und zum anderen gibt es nicht in jeder Gasse gleich viele. Je höher der Wert eines Standplatzes, desto mehr Punkte bringt dieser ein, wobei das natürlich noch von den Kunden abhängt. Die Auswahlmöglichkeit ist aber recht eingeschränkt. Es muss immer am Anfang/Ende einer Gasse mit dem Errichten von Ständen begonnen werden und alle folgenden müssen benachbart errichtet werden.

Jeder errichtete Marktplatz kostet eine Aktion. Doch man kann seine Aktionen auch dazu verwenden die dringend benötigte Kundschaft in die Gassen zu locken, die liquidesten nach Möglichkeit natürlich in die Nähe der Gassen mit vielen eigenen Ständen. Für jede Aktion, die man für neue Kundschaft einsetzt, darf einer von insgesamt 10 Kunden aus einem Stoffbeutel gezogen und auf einen Platz gestellt werden, an dem zwischen drei und sechs Gassen zusammen laufen.
Unter den Kunden gibt es fünf Helfer (grau) und fünf Bürger (rosa). Der Lord ist zwar auch ein Kunde, aber nicht im Stoffbeutel. Er kommt auf den letzten freien Platz, sobald dieser feststeht.

Immer wenn auf den Plätzen an beiden Enden einer Gasse Kunden stehen und alle Standplätze mit Marktständen belegt sind, wird diese Gasse gewertet. Die Summe der Werte aller eigenen Marktstände multipliziert mit 1 bei zwei grauen Kunden, mit 2 wenn ein Kunde grau und der andere rosa ist, mit 3 wenn beide Kunden rosa sind. Der Lord sorgt für einen Multiplikator von 3, wenn er zusammen mit einem grauen Kunden eine Gasse besucht und von 4 wenn er mit einem rosafarbenen Kunden unterwegs ist.
Der Lord ist darüber hinaus der einzige, der eine Wertung auch bei nicht vollständig besetzten Gassen auslöst. Dies ist die sog. Lordwertung am Ende des Spiels.

Während des Spiels haben die Spieler noch die Möglichkeit Sonderwertungen auszulösen, indem sie das Aktionsplättchen "2" oder "4" abgeben. Als Ersatz erhält man ein neutrales Aktionsplättchen von einem Nachziehstapel. Dieser ist allerdings absteigend sortiert, d.h. die Aktionen, die man durch sie erhält, nehmen immer weiter ab. Wer also als erster eine Sonderwertung auslöst, erhält also ein 3er-Aktionsplättchen, genauso wie der zweite. Ab der dritten Sonderwertung sinkt der Wert der Aktionsplättchen bis auf letztlich "1" ab.
Anläßlich einer solchen Wertung darf sich der Spieler, der sie auslöst, einen Disdrikt aussuchen, in dem alle seine Marktstände gewertet werden, wobei nicht deren Wert sondern deren Anzahl multipliziert wird und zwar mit dem Wert des eingesetzten Aktionsplättchens.

Das Spielende ist erreicht, wenn ein Spieler alle seine Marktstände verbaut hat. Die laufende Runde wird noch beendet und nach einer evtl. Lordwertung steht der Gewinner fest.

Portobello ist ein nettes Familienspiel aber kein Hammer. In der kurzen Spieldauer ist viel zu entscheiden und eh man sich versieht, ist das Spiel auch schon aus. Und das, obwohl man noch einige Stände übrig hat, noch eine Sonderwertung auslösen wollte oder eine Gasse hätte punkteträchtig werten lassen können.

Am meisten Punkte kann man wohl durch die Distriktwertung holen, zumindest wenn man so ganz nebenbei aber doch gezielt daraufhin arbeitet in dem man beispielsweise Marktstände in "schlechteren" Gassen aber an ein und demselben Distrikt geballt bebaut und diesen dann mit dem 4er-Aktionsplättchen wertet. Zwar gibts da erst gegen Spielende so richtig Punkte und man erhält nur ein niedriges Ersatzaktionsplättchen, aber so lange hat man ja sein eigenes Aktionsplättchen und die Punkte wiegen den Nachteil des späten, niedrigen Plättchens locker auf.

Wer den Glücksfaktor beim Ziehen der Kunden aus dem Stoffbeutel reduzieren will, spielt die Variante in der die Kunden in zufälliger Reihe offen dastehen. So ist bekannt wann welcher Kunde ins Spiel kommt, was in die Überlegungen einbezogen werden kann.

Wer nicht zu lange andauernde Spiele, trotzdem nicht ohne Tiefgang und Möglichkeiten schätzt, gehört voll zur Zielgruppe von Portobello Market.

Vielen Dank an Schmidt Spiele für das Rezensionsexemplar!


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