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Vor dem Wind



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 bis 75 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)



Verlag

Phalanx Games
Phalanx Games


Autor

Torsten Landsvogt


Bild



Sonstiges:

Vor dem Wind ist nicht nur der Name der letzten Neuheit von Phalanx Games sondern auch eine der möglichen Kurse eines Segelschiffs zum Wind. Da liegt die Vermutung nahe, dass Segelschiffe eine nicht unerhebliche Rolle in diesem Spiel einnehmen, doch tatsächlich haben die Schiffe nur die Aufgabe das Spielthema zu unterstreichen. Die Spieler sind als Händler "unterwegs", die ihre Waren möglichst siegpunktträchtig verschiffen wollen, denn wer zuerst 60 (im Spiel zu zweit) bzw. 50 (im Spiel zu dritt oder viert) Siegpunkte errungen hat, beendet das Spiel als Gewinner.

Trotz der relativ grossen Schachtel ist "Vor dem Wind" ein reinzes Kartenspiel und so liegen die Waren Äpfel, Käse, Gewürze und Seide, die nachgefragten Waren im Spiel als Karten vor. Eine von der Mitspielerzahl abhängige Anzahl an Schiffen (ebenfalls Karten), von denen es grosse und kleine gibt, liegt offen (im Hafen) auf denen direkt deren Bedarf abzulesen ist.
Drei Arten Aktionskarten (Einkauf, Lagerung, Verschiffen) liegen in drei Stapeln verdeckt und gemischt bereit. Die Spieler erhalten zum Start ein Warenlager und 22 Gulden Startkapital. Das Warenlager ist zwar wichtig, denn verschifft werden können Waren nur aus dem Warenlager heraus, aber die Tabelaus, welche die Warenlager darstellen sind irgendwie seltsam geraten. Zu klein, um die Warenkarten nebeneinander darauf abzulegen und eigentlich viel zu gross um nicht so zu verfahren. Es ist eigentlich nur eine Spielhilfe, welche die Warenlager der Spieler auf acht Warenkarten beschränken soll.

Ein beliebig ermittelter Startspieler eröffnet die erste Spielrunde, in dem er eine bestimmte, von der Mitspielerzahl abhängige, Anzahl Aktionskarten aufdeckt. Es darf von Einkaufs-, Lager- und Verschiff-Stapel aufgedeckt werden, es muss nur beachtet werden, dass von keinem Stapel mehr als zwei Karten aufgedeckt werden und immer von mindestens zwei verschiedenen Stapeln.
Anschließend wählt sich der Startspieler eine Aktion aus, die er ausführen möchte, und legt die Aktionskarten offen vor sich aus. Der im Uhrzeigersinn folgende Spieler hat nun die Wahl ebenfalls eine noch ausliegende offene Aktionkarte zu wählen und vor sich abzulegen, oder eine bereits gewählte Aktionskarte auszuwählen und dem "Besitzer" ein Geldgebot zu machen. Wird ein Gebot abgegeben, dürfen alle anderen Spieler, die noch nicht an der Reihe waren, ebenfalls ein Gebot abgeben. Schießlich entscheidet sich der Spieler, dem die Gebote gemacht wurden, ob er die Karten abtreten oder doch lieber selbst ausführen möchte. Im letzteren Fall zahlt er einem der Bietenden, wobei das nicht der Höchstbietende sein muss, den von ihm gebotenen Betrag. Verzichtet er auf die Aktion, gibt er sie an einen der Bietenden, das muss wiederrum nicht der Höchstbietende sein, ab und erhält als Entschädigung dessen gebotenen Betrag, den er vor sich ablegt.

Sobald alle Mitspieler entweder eine Aktion oder einen Geldbetrag vor sich liegen haben, werden die Aktionen ausgeführt. Wer eine Einkaufsaktion hat, darf die angegebene Anzahl und Art Waren auf die Hand nehmen, wer eine Lageraktion ausführt, darf die angegebenen Anzahl Warenkarten von der Hand in sein Warenlager legen, wobei dort nie mehr als acht Karten liegen dürfen, und wer eine Aktion Verschiffen ausführt, entscheidet sich, ob er den angegebenen Geldbetrag kassiert, oder die auf einer der ausliegenden Schiffskarten als Bedarf angegebenen Warenkarten aus seinem Lager abgibt und dafür dieses Schiff erhält. Dieses ist am Ende Siegpunkte in Höhe des aufgedrucken Wertes wert.

Einige Karten sind Sonderaktionen, die es einem beispielsweise ermöglichen, für einen bestimmten Geldbetrag eingekaufte Waren sofort ins Warenlager zu legen, ohne sie erst auf die Hand nehmen und später einlagern zu können. Wieder eine andere sichert einem die gewünschte Aktionskarten, d.h. kein anderer kann einem diese Aktion durch ein Gebot streitig machen usw.

Sind alle Aktionen einer Runde ausgeführt wird geprüft, ob noch mehr als zwei Schiffe im Hafen liegen. Ist das der Fall, wandert der Startspielerstein eine Position weiter und eine neue Runde beginnt. Befinden sich nur noch zwei oder weniger Schiffe im Hafen, läuft die gesamte Flotte aus und eine neue Flotte erreicht den Hafen. Die verbliebenen ausliegenden Schiffe werden entfernt und neue Schiffe, wieder abhängig von der Mitspielerzahl werden offen ausgelegt.
Doch zwischen dem Auslaufen einer Flotte und dem Eintreffen der neuen muss man sich einen längeren Zeitraum vorstellen, der verstrichen ist. Alle Warenkarten, welche die Spieler auf der Hand halten, müssen abgegeben werden. Zusätzlich verderben auch Waren in den Lagerhäusern und zwar alle Äpfel und die abgerundete Hälfte des Käses und der Gewürze. Allein die Seide bleibt davon verschont.

So führen die Spieler reihum Aktionen aus, beliefern Schiffe, Flotten kommen und gehen, bis ein Spieler die benötigte Punktezahl erreicht hat und das Spiel gewinnt.

Wer Vor dem Wind das erste Mal in Händen hält, der vermutet wahrscheinlich kein Kartenspiel. Die für meinen Geschmack überdimensionierten Warenlager erfordern aber dies Schachtelgrösse und meiner Meinung nach hätte man sie zu Gunsten einer kleineren Spieleschachtel auch weglassen können. Sie sind nur eine Spielhilfe, die nicht ungedingt nötig ist, bis acht sollten eigentlich alle potentiellen Mitspieler zählen können.

Ansonsten hat mich das Spiel eigentlich durchweg positiv überrascht. Erst die Enttäuschung, dass es "nur" ein Kartenspiel ist (ja, ja, ich weiss, auch da gibt es sehr, sehr gute, aber in der Regel bevorzuge ich eben Brettspiele) und dann die freudige Ãœberraschung, dass man ein trotz recht einfacher Regeln ein Spiel mit Spieltiefe hat, bei dem es einiges zu beachten gibt.

Welche Aktion ist für mich jetzt am sinnvollsten. Bis zu welcher Gebotshöhe ist diese Aktion noch sinnvoll für mich bzw. ab wann bringen mich die Einnahmen, die ich durch den Verzicht einer Aktion erziele mehr als die Aktion selbst. Soll ich einem Mitspieler eine Aktion so einfach "kostenlos" überlassen oder doch lieber ein Gebot machen, auch wenn ich die Aktion selbst gar nicht unbedingt brauche. Dann darf das abzugebende Gebot nicht zu hoch sein, so dass der Mitspieler die Aktionskarte trotzdem behalten will und das Gebot ausbezahlt. Aber auch nicht zu niedrig, schließlich kann man in dieser Runde gar keine Aktion durchführen und da muss wenigstens etwas Geld in die Kasse kommen.
Es gibt viel abzuwägen und zu bedenken. Auch die Finanzen dürfen nicht vernachlässigt werden und oft genug muss man eine Verschiffen-Aktion zur Geldbeschaffung und nicht zur Siegpunktgewinnung verwenden. Die Kosten für die Wareneinlagerung sind nun mal nicht gerade günstig.

Ãœber die "Spielhilfe" kann ich nur den Kopf schütteln, ansonsten gefällt mir "Vor dem Wind" recht gut und ich kann es guten Gewissens empfehlen.

Vielen Dank an Phalanx Games für das Rezensionsexemplar!


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