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El Capitan



Anzahl Spieler

Für 2 bis 5 Spieler
ab 12 Jahre


Spieldauer

Ca. 90 bis 120 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Pro Ludo
Pro Ludo


Autor

Wolfgang Kramer,
Horst-Rainer Rösner


Bild



Sonstiges:

Was haben "El Capitan" von Pro Ludo (2007) und "Tycoon" aus dem Haus Jumbo und dem Jahre 1989 gemeinsam? Auf den ersten Blick gar nichts! Thematisch sind die beiden Spiele schon mal in völlig unterschiedlichen Epochen angesiedelt und auch optisch gibt es keinerlei Gemeinsamkeiten. In Tycoon reist man mit dem Flugzeug und ist in Sachen Hotelketten unterwegs, in El Capitan reist man gemütlich per Schiff und eröffnet Warenhäuser.
Und doch handelt es sich abgesehen von Optik, Zeitpunkt der Geschehnisse und wenigen Regeländerungen mehr oder weniger um das gleiche Spiel. Ein gutes Spiel, wie ich schon mal vorweg nehmen kann, das nun auch optisch in der obersten Liga mitspielen kann.

Mit einem Schiff, einer Festung, sechs Warenhäusern und 20 Florin als Startkapital beginnen die Spieler damit die verschiedenen Häfen anzusteuern, dort Warenhäuser zu errichten, wieder zu eröffnen oder Festungen zu bauen. Ziel ist es, nach drei Zahltagen das meiste Geld zu besitzen, welches man durch gute Verbreitung seiner Warenhäuser und durch Mehrheiten an einzelnen Stadtorten bekommt.
Gesegelt wird mittels Segelkarten, von denen es zwei Arten gibt. Die eine Sorte gibt eine Verbindungsstrecke vor (Ausgangs- und Zielhafen), die andere nur einen Zielhafen und außerdem ein bis drei Siegel, welche ein Weitersegeln vom Ausgangspunkt um genau so viele Häfen wie Siegel vorhanden sind ermöglichen. Letztere sind begehrter, da man sie flexibler, d.h. von jedem Hafen aus und zu relativ vielen verschiedenen Häfen in Reichweite (Siegelzahl), einsetzen kann aber sie sind natürlich auch teurer.
Es sind immer vier dieser Segelkarten offen in der Kaufauslage im Angebot. Die günstigeren Segelkarten sind in größerer Stückzahl auf dem "Markt", von ihnen liegen sechs in der Kaufauslage neben dem Spielplan.

Wer an die Reihe kommt hat zunächst die Möglichkeit Segelkarten aus dieser Auslage zu kaufen und führt dann eine der drei folgenden Aktionsmöglichkeiten aus:

  • Warenhaus bauen oder wieder eröffnen:

    Ein Warenhaus kann nur gebaut oder neu eröffnet werden, wenn man sich mit seinem Schiff an einer Anlegestelle eines Hafens befindet. Vor dem Bau bzw. der Neueröffnung können Segelkarten ausgespielt werden, um den gewünschten Hafen zu erreichen und nach dem Anlegen im Hafen kann dort ein Warenhaus zu dem auf der Anlegestelle des Schiffes abgedruckten Preis gebaut werden.
    In allen Häfen sind genau zwei Anlegestellen vorhanden, die unterschiedliche Preise für den Warenhausbau bedeuten. Es ist immer günstiger mit seinem Schiff die erste Anlegestelle anzusteuern (wenn sie frei ist), denn dann kann man seine Warenhäuser günstiger errichten.
    Die Warenhäuser werden auf den um die jeweilige Stadt angeordneten Feldern gebaut und sobald auf dem ersten dunklen Bauplatz ein Warenhaus errichtet worden ist, wird das zuerst errichte Warenhaus (auf dem ersten Bauplatz) geschlossen und in die Stadtmitte gestellt. Solange ein Warenhaus nicht auf seinem Bauplatz steht, wird es bei der Berechnung der Mehrheiten und beim Zahltag nicht berücksichtig.
    Eine Neueröffnung ist zwar kostenlos, man muss aber eben den entsprechenden Hafen anlaufen, dann darf es wieder auf einem Bauplatz eingesetzt werden. Gut, wenn man dieses Vorhaben mit anderen Geschäften verbinden kann, wobei man bei einer Neueröffnung nicht auch noch im selben Zug auf derselben Insel bauen darf.


  • Festung errichten:

    Statt eines Warenhauses kann auch eine Festung auf einem der beiden speziellen Festungsfeldern gebaut werden. Den Preis dafür bestimmt das jeweilige Baufeld. Auch vor einem Festungsbau dürfen natürlich Segelkarten gekauft und/oder eingesetzt werden, um z.B. einen bestimmten Hafen zu erreichen.


  • Darlehn aufnehmen:

    Das Geld ist insbesondere am Anfang immer knapp aber ohne Anfangsinvestitionen bekommt man kein Unternehmen in die Gänge und so besteht die Möglichkeit seinem Unternehmen eine Finanzspritze in Form eines Darlehns zukommen zu lassen. Diese sollten zwar bis zum Ende einer Spielphase zurückbezahlt werden, sonst werden die eh schon vorhandenen Zinsen so richtig heftig, aber man kann so einen finanziellen Engpass überbrücken um nicht ins Hintertreffen zu geraten.
Sobald ein Spieler alle seine Warenhäuser und die Festung errichtet hat wird die laufende Runde noch zu Ende gespielt und anschließend findet ein Zahltag statt.
Zunächst erhält jeder Spieler gemäß der Verbreitung seines Unternehmens (Warenhäusern) in den Städten neues Kapital. Anschließend erhalten die Spieler, welche in Städten die meisten oder zweitmeisten Warenhäuser errichtet haben gemäß den Werten auf den nächsten freien Bauplätzen eine Prämie. Jede Festung bringt auch noch Geld und mit dem neuen Kapital können Darlehn zurückgezahlt werden oder man verlängert sie einmalig.

Nach dem Zahltag erhält jeder Spieler 6 neue Warenhäuser und die nächste Runde bis zum nächsten Zahltag wird gespielt. Nach dem dritten Zahltag gewinnt der Spieler mit dem meisten Geld, wobei zu erwähnen ist, dass die ersten beiden Spieler welche es schaffen in allen Städten mit Warenhäusern vertreten zu sein einen Bonus von 15 bzw. 10 Florin erhalten.

Im Gegensatz zu Tycoon wird in El Capitan für mehr Abwechslung gesorgt. Drei Spieltafeln mit den Inseln Lisboa, Porto und Islas Canarias, die ihre ganz eigenen Regeln mitbringen, liegen dem Spiel bei, so dass man auch nach mehreren Spielen keine Langeweile aufkommt.

Zu zweit funktioniert El Capitan nur mit Sonderregeln aber trotzdem gut. Mehr Spaß hat man jedoch mit mehreren Mitspielern, doch dann steigt auch die Spieldauer.
Wie schon der Vorgänger Tycoon gefällt mir auch El Capitan. Die grafische Umsetzung ist besser, das Thema Geschmacksache aber alles in allem muss man El Capitan nicht haben, wenn man mit Tycoon glücklich ist. Hat und kennt man den Vorgänger nicht, sollte man allerdings unbedingt einen Blick auf dieses Spiel werfen, meiner Meinung nach lohnt es sich.
Wem Tycoon bis auf die Optik gut gefällt, sollte evtl. in Erwägung ziehen umzusteigen. El Capitan ist nun mal schöner und das Spielerlebnis ist mindestens genauso gut.

Vielen Dank an Pro Ludo für das Rezensionsexemplar!


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