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Burgenland



Anzahl Spieler

Für 2 Spieler
ab 8 Jahre


Spieldauer

Ca. 20 bis 30 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)



Verlag

Schmidt Spiele
Schmidt Spiele


Autor

Christine u. Wolfgang Lehmann


Bild



Sonstiges:

Noch trägt das Burgenland seinen Namen nicht zu Recht, noch gibt es keine Burgen. Und diesen Umstand zu ändern ist die Aufgabe der beiden Mitspieler, die in diesem Zusammenhang versuchen als erster die für den Sieg benötigten 30 Siegpunkte zu sammeln. An drei Burgen verschiedener Farbe baut jeder Spieler gleichzeitig, errichtet Gebäude und Mauern und versucht zu den Wertungszeitpunkten, anlässlich derer die gleichfarbigen Burgen beider Spieler verglichen werden, die jeweils Stärker zu haben um zu Punkten.

Die Burgen entstehen als Kartenauslage vor den Spielern. Der Spielplan dient dazu festzuhalten, an welcher Burg (Farbe) welcher Bauabschnitt (Mauer/Gebäude) gebaut werden kann und wie viele Siegpunkte die Spieler bereits sammeln konnten. Eine Krone wird ans Ende eines beliebigen farblichen Abschnitts gestellt, welche aus je acht Feldern bestehen. Die Farbe des Abschnitts, in den diese Krone während eines Spielerzuges bewegt wird, gibt die Farbe der Burg vor, an der gebaut wird. Anfangs bestehen die drei Burgen eines jeden Spielers aus nur einem Mauerkärtchen, an die weitere Burgkarten angelegt werden, die als offener Vorrat und farblich getrennt bereitliegen.

Kommt ein Spieler an die Reihe, würfelt er zunächst mit seinem Würfel und bewegt die Krone um entsprechend viele Felder auf dem Spielplan voran. Das erreichte Feld gibt nun vor, welche Burgkarte in welcher Farbe der aktive Spieler nehmen und an seiner entsprechendfarbigen Burg an eines der beiden Ende anbauen darf. Kann oder will ein Spieler diese Burgkarte nicht anlegen (die Bauregel, dass an jedes Gebäude einer Burg zunächst eine Mauer gebaut werden muss bevor ein weiteres Gebäude errichtet werden darf, muss eingehalten werden) darf alternativ zur Burgkarte auch die angegebene Zahl roter Würfel genommen werden.
Mit diesen roten Würfeln kann man die Zugweite der Krone bei Zugbeginn besser beeinflussen, denn diese dürfen in beliebiger Zahl zusammen mit dem Würfel in der Spielerfarbe bei Zugbeginn geworfen werden. Welcher der Würfel anschließend die Zugweite der Krone bestimmt, kann frei gewählt werden. Allerdings kann jeder rote Würfel nur einmal benutzt werden, kommt anschließend wieder in den allgemeinen Vorrat und muss erneut alternativ zum Burgausbau gewählt werden um einem Spieler erneut zur Verfügung zu stehen.

Diesen Würfelvorgang mit anschließendem Anbau bzw. anschließender Wahl der Würfel darf ein Spieler während seines Spielzuges beliebig oft durchführen wobei darauf geachtet werden sollte, dass ich die Krone während eines eigenen Zuges immer nur innerhalb eines Farbabschnittes bewegt wird. Sollte dies einmal nicht (mehr) gelingen und die Krone auf ein Feld des nächsten Farbabschnittes gezogen werden müssen, dann muss ein Teil (das wertvollerer der beiden Außenliegenden) der Burg an der gerade gebaut wurde wieder abgerissen und zurückgegeben werden. No risk no fun!

So werden die Burgen der Mitspieler Zug um Zug größer und irgendwann ist der allgemeine Vorrat an Burgkärtchen in der einen oder anderen Farbe aufgebraucht. Jetzt wird es so richtig "gemein", denn ist ein Burgkärtchen in der Farbe die ein Spiele nehmen dürfte nicht mehr im allgemeinen Vorrat, so kann er sich bei der entsprechenden Burg des Gegners bedienen. Es dürfen sogar Burgteile die irgendwo in der Mitte einer Burg verbaut wurden gewählt werden. Eine auf diese Weise "zerrissene" Burg ist bei einer Wertung auch nur noch ein Bruchteil wert, denn berücksichtigt wird nur der wertvollste Teil dieser Burg(-ruine).

Da wir gerade bei der Wertung sind. In jedem Farbabschnitt auf dem Spielplan gibt es zwei Kronen. Jedes Mal wenn der Kronenspielstein auf ein solches Kronenfeld gezogen wird, kann es zu einer Wertung kommen. Bei der größeren Krone muss gewertet werden, bei der kleineren liegt die Entscheidung beim Spieler.
Welche Burgen gewertet/verglichen werden wird durch die Farbe des Kronenfeldes festgelegt. Beide Spieler zählen die Werte ihrer in der zu wertenden Burg verbauten Burgteile und derjenige, der den höheren Wert erreicht, erhält die Differenz der Burgwerte als Siegpunkte auf sein Konto.

Burgenland ist ein Zweipersonenspiel das taktischer ist, als es aufgrund der zahlreich vorhandenen Würfel zunächst scheint! Insbesondere der Zugriff auf die gegnerischen Burgen, sobald der entsprechende Vorrat an Baukärtchen aufgebraucht ist, lässt eine kleine, bescheidene Burg plötzlich zur größten ihrer Farbe werden und ist der ganze Stolz seines Besitzers. Zumindest vorübergehend, denn der Mitspieler wird auf Rache sinnen.
Genau diese taktische Möglichkeit, die Möglichkeit einer destruktiven Spielweise, sorgt natürlich auch für einen gewissen Ärgerfaktor der möglicherweise nicht bei jedem gerne gesehen ist bzw. in den ersten Partien zu überraschenden Wendungen führen kann.

In meinen Augen ist Burgenland jedoch ein schönes Zweierspiel mit taktischen Möglichkeiten das bei fehlenden weiteren Mitspielern für größere Spielrunden immer mal wieder auf den Tisch kommt.

Vielen Dank an Schmidt Spiele für das Rezensionsexemplar!


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